FLUSE macht den Anfang

HIRO im Dezember 2007

NITA im Februar 2008

WAWA im September 2008

GNADENHOFKANINCHEN MOKKA im Januar 2009


GNADENHOFKANINCHEN YUMA im September 2009


GNADENHOFMEERSCHWEINCHEN WUKI im Oktober 2009


KANINCHENDAME LENA 2012


Pilar's Oktett im Januar 2009


Pilar kenne ich ursprünglich aus dem Kaninchenforum.com, meiner Meinung nach dem besten Forum in Sachen Kaninchen. Dass sie nun inzwischen zu einer lieben Bekannten, 4 1/2-facher Adoptantin unserer Nasen, Pflegestelle und Superplatzvermittlerin und ab Oktober 2008 auch noch Aktivmitglied geworden ist ... was soll ich sagen, ich freu mich einfach!



Hallo, ich bin die Fluse. Ich kam ungewollt auf einem Bauernhof in einem schönen Freigehege zur Welt. Zusammen mit ganz vielen Geschwisterchen. Weil wir aber so viele waren, konnten wir nicht alle bei unserer Mami und unserem Papi bleiben. Deshalb hat uns Conny auf ihre Seite gesetzt und das war eine ganz besonders gute Idee! Denn da hat mich mein neues Frauchen entdeckt. Sie sagt, sie hat sich Hals über Kopf in mich verliebt wegen meinem langen weißen Fell und den blauen Augen. Dabei wollte sie gar kein Kaninchen mehr, sie hat ja schon 4. Aber weil sie mich nicht vergessen konnte, ist sie dann doch mal zu uns gefahren um uns persönlich kennen zu lernen. Da hab ich meine Chance gewittert und bin gleich ganz neugierig ans Gitter gekommen und hab mal geschnüffelt. Und weil das doch noch nicht so überzeugend war, hab ich meinem neuen Frauchen gleich mal gezeigt, was für tolle Luftsprünge ich machen kann und habe noch mit meinen tollen Propellerohren gewackelt. Tja, und dann hat sie gesagt, dass sie mich mitnimmt! Hab ich doch prima gemacht, oder?

Als wir dann in meinem neuen Zuhause waren, durfte ich meine neuen Kollegen kennen lernen. Zumindest zwei davon. Eigentlich haben wir uns auch gleich gemocht, aber dann hat das fremde Mädel mich auf einmal ganz schlimm gebissen und ich musste zum Doktor. Der hat mich nähen müssen und das fremde Mädel ganz fest geschimpft. Dann war ich eine Weile allein im Gehege und das neue Frauchen hat mich verwöhnt. Das war schön. Und dann saß ich plötzlich wieder bei den zwei anderen. Diesmal haben wir uns aber wirklich gleich verstanden und nach wenigen Stunden schon gekuschelt. Seitdem gefällt es mir hier ganz gut, in meinem neuen Zuhause mit meinen neuen Freunden. Wir haben ganz viel Platz, denn wir wohnen nicht in einem Käfig sondern haben ein ganzes Zimmer nur für uns (na gut, Frauchen und ihr Freund wohnen auch noch ein bisschen da). Jetzt gewöhne ich mich gerade noch an das neue Futter. Trockenfutter und Mais gibt es hier nämlich nicht mehr. Dafür ganz viele lecker Gemüsesorten, von denen ich viele noch gar nicht kenne und auch noch nicht so mag. Aber das kommt bestimmt noch.

Danke Conny, dass du mein Frauchen für mich gefunden hast!






29. Januar 2007 - Es gibt mal wieder Nachricht von Fluse ... sie fühlt sich bei ihrem Frauchen super wohl und versteht sich prächtig mit ihren Freunden. Seit ein paar Tagen sind sogar noch zwei neue Freunde dazu gekommen, die bisher auf dem Balkon gelebt haben ... scheinbar ist Fluse eine gute Vermittlerin, das gemeinsame Futtern klappt jedenfalls schon Bestens und wir drücken alle Daumen, dass es eine harmonische Truppe wird und bleibt!!!



Ich bin's wieder, die Fluse.

Wie die Conny ja schon erzählt hat, ist bei uns wieder allerhand Aufregendes passiert!
Das muss ich euch natürlich ganz genau erzählen:

Ich hab ja mit meinen Kumpels Lilo und Nuka zusammen im Wohnzimmer gehaust. Aber es gab da noch andere ...
An der Mami konnte ich sie immer riechen aber gesehen hab ich die nie. Die Mami hat gesagt, die mögen uns nicht und deshalb wohnen die auf dem Balkon. Was das wohl ist, ein Balkon? Naja, neulich jedenfalls hatten Mami und Papi den ganzen Tag keine Zeit für uns und haben ganz viel Möbel aus der Wohnung raus, aber nicht wieder rein getragen. Wir konnten uns gar nicht erklären was sie da vorhatten. Aber die Lilo, die hat erzählt, dass die Möbel alle aus dem verbotenen Zimmer kommen. Das ist das Zimmer, in das wir nicht durften wenn wir durch die Wohnung tobten. Lilo hat geglaubt, dass sie da drin die Möhrchen vor uns verstecken ...

Auf jeden Fall hat die Mami dann auf einmal alle unsere Sachen weggenommen! Unseren Napf, unsere Kuschelröhre, unser Klo, einfach alles! Und ehe wir uns die richtige Rache dafür ausdenken konnten, hat sie uns auch einfach weggetragen! Und wohin? Richtig: Ins verbotene Zimmer! Und stellt euch vor, das ist jetzt gar nimmer das verbotene Zimmer. Im Gegenteil, da wohnen wir jetzt! Und all unsere Sachen sind auch da. Und hier ist es auch viiiiel toller als im Wohnzimmer mit dem garstigen rutschigen Parkett auf dem ich nicht laufen konnte. Denn unser neues Zimmer hat nämlich ganz weichen Teppichboden. Tja, und als wir uns da dann mal umgeschaut haben, haben wir festgestellt, dass wir gar nicht alleine waren! Da waren noch zwei andere! Ein Bub und ein Mädel. Nuka und der andere Kerl haben sich erstmal gezofft und sich die Meinung gegeigt und das andere Mädel mochte mich erst auch gar nicht. Aber ich fand sie total nett und bin immer wieder zu ihr hin. Und jetzt? Ratet mal! Ja, wir sind jetzt ganz dicke Freundinnen geworden. Und Nuka und der Nano, so heißt der andere Bub auch! Und überhaupt, haben wir uns alle ganz lieb und die Mami ist ganz glücklich und sagt immer, dass ich das ganz toll gemacht hab. Ich weiß nicht, was sie damit meint aber ich finde auch, dass ich das ganz toll gemacht hab!

Also bis dann, ich melde mich bestimmt wieder und vielleicht habe ich bis dahin dann auch rausgefunden, was ein Balkon ist ;-)

Eure Fluse







______________________________________________________________

HIRO



26. Dezember 2007 - Juhu, wir haben eine neue Pflegestelle bekommen ... dachten wir ;-)) ... denn Pilar hatte nun schon des öfteren angeboten zu helfen, wenn es mal wieder einen Meerschweinnotfall gäbe und nun haben wir diese Hilfe auch dankend angenommen. Vier Meerschweinchenjungs kamen an und zwei davon zogen bei Pilar ein.

Ja, die wahren Kaninchenexperten können Schweinchen oft nicht viel abgewinnen ... das dachte sie auch ... nur nicht lange ;-)) ... ich gebe ja offen und ehrlich zu, dass es mir auch nicht anders ging, ich habe mich lange gesträubt Pflegeschweinchen zu nehmen, weil die einfach nur langweilig sind ... wie man sich täuschen kann. Und bei Pilar war es genauso und sie hat sich ganz, ganz schnell in die beiden lustigen Quieker verliebt, vor allem in Hiro. Und es ist mir schon ein klein bisschen schwer gefallen sie zu beschwindeln und zu sagen, dass er nun auf einen guten Platz reserviert worden ist, als mir ihr Mann per SMS mitgeteilt hat, dass Hiro bleiben darf, das Ganze aber eine Überraschung werden solle ... aber ich glaube das Schwindeln hat sich gelohnt und nun ist die Freude umso größer und Anfang Januar wird dann noch ein kleines Meerimädel als neues Familienmitglied dazu kommen.

Kleiner Hiro, einen schöneren Endplatz hättest Du Dir nicht wünschen können und auch wenn wir damit das tolle Pflegefrauchen wieder verlieren, wir freuen uns trotzdem sehr, dass es so ein schönes Happy End gibt.

FEBRUAR 2008:
Und voller Stolz präsentieren wir

"Die liebreizende Nita"
bzw.
"Den Kaninchenkiller im Schweinzpelz"




Zu anfangs hat sie sich als schüchternes Hascherl verkaufen wollen, man kann auf dem Photo den betont unschuldigen Blick ja gut erkennen und was soll ich sagen, natürlich viel Frauchen voll darauf rein "arme Nita hier ... böser Hiro da", nur weil er sie ein bisschen gescheucht hat, pah, der war schlauer als wir alle zusammen, aber inzwischen sickerte nun doch ihr "Wahres Ich" durch ... sie ist ein Kaninchenkiller ... beißt sie doch einfach unser aller Liebling Fluse in die Nase ... Aber Hallo junge Dame, sowas müssen Sie sich gaaaaanz schnell abgewöhnen, der Weg zur Vermittlungsseite auf dieser HP ist ein sehr kurzer ;-))

Alternativ wird eben Zuhause das Gartentürchen verschlossen und es führt kein Weg mehr nach draussen in den riesen Freilauf von Neumeerstein:



Im Moment wird Nita's Strafe zur Bewährung ausgesetzt und sie darf weiterhin mit Hiro und den Nickels durch's Zimmer flitzen ... in ein paar Monaten werden wir uns dann wieder zusammen setzen und das Betragen der Lady erneut prüfen ... Weiber in der Pubertät sind halt einfach Zicken ;-)

September 2008:


Wawa (Mitte) am 31. Mai 2008

Am 22. Mai 2008 hat uns ein großer Meerschweinchen-Notfall voll vereinnahmt und wie immer war auch Pilar sofort zur Stelle um uns zu helfen. Wohl wissend der Gefahr, wie schnell man sich doch verliebt, hat sie zwei Meerschweinchenjungs als Pfleglinge aufgenommen, Indy & Theobald und für beide hat sie dann auch gleich noch tolle Endplätze organisiert und natürlich hat jeder der Jungs auch noch seine eigene Frau bekommen.

Nun kam aber ein Tag im September, an dem Pilar nach Gauting kommen musste, um ihre Kaninchen aus den Happy Holidays zu holen, die sie bei mir verbracht hatten und dabei ist ihr ein ganz entscheidender Fehler unterlaufen. Statt ihren lieben und vernünftigen Ehemann mitzubringen, der bei einem dritten, eigenen Meerschweinchen strikt "nein" gesagt hätte, kam sie mit einer Freundin und Biggy war voll auf meiner Seite in Sachen "Meerschweinchen sind Rudeltiere und zu dritt ist's viiiiieeeeel schöner!" und da unsere liebe Pilar nun mal eine Leidenschaft für weiße Tierchen und rote Äuglein hat, fiel die kleine Wawa voll in ihr Beuteschema. Dazu muss gesagt sein, dass Wawa in ihrer Dreiergruppe die rang niedrigste war und von Schokobiene schon ganz schön gepiesackt wurde ... und Pilar floß vor Mitleid dahin und wir gemeinen Weiber hatten leichte Beute. Naja, ein paar Zugeständnisse wurden gemacht und der liebende Ehemann wurde meinerseits dann auch noch überredet, aber letztendlich saß Wawa in der Transportbox und ich mit schlechtem Gewissen daheim.

Zuhause angekommen stellte man dann fest, dass Fräulein Nita nicht nur ihrem Ruf als Kaninchenkiller gerecht wird, sondern auch noch als Neuschweinchenjägerin ausgezeichnete Qualitäten aufweist ... die ersten Tage hatte Wawa nichts zu lachen, aber da sie das von Schokobiene schon gewohnt war, hat sie das nicht weiter schockiert und schon nach wenigen Tagen hatte sie sich akklimatisiert, ließ Nita links liegen und schloß Freundschaft mit den Kaninchen und Hiro.

Ich lasse mich jetzt mal nicht darüber aus, welch gemeine Beschimpfungsemails mir aufgrund des doch vorlauten Stimmchens meiner Wawa zugekommen sind und auch darüber, dass sie als Biber gutes Geld verdienen würde, werde ich kein Wort verlieren und wenn Pilar unbedingt meint ausschlafen zu müssen, wo ihre armen Tiere doch vor Hunger schreiend im Tierzimmer darben ... tja, dann muss sie sich eben Ohropax kaufen und den Nachbarn ein paar gute Flaschen Wein schenken ... für alles sind wir ja schließlich als Tierschutzverein auch nicht verantwortlich zu machen :-)))

Und so wünschen wir jetzt den lieben Zweibeinern ruhige Nächte und den armen Vierbeinern genug Futter zur rechten Zeit, damit sie nicht immer so brüllen müssen :-))



Und hier die ganze Innenbande einträchtig zusammen


Liebe Pilar, lieber Tobn, wir danken Euch von Herzen, dass Ihr immer zur Stelle seid, wenn man Hilfe braucht und für Wawa natürlich doppelt und dreifach, Ihr seid großartig!!!

April 2009: Ist aus einem 120-Gramm-Dachau-Notfall-Mickerling nicht eine wunderhübsche Meerschweinchendame geworden?






Januar 2009:

Mokkas Geschichte, von ihrer Aufnahme durch die Kleintierhilfe München bis zu ihrem Endplatz als Gnadenhoftier, ist eine lange Geschichte voller Höhen und Tiefen, aber glücklicherweise mit Happy End.

Im November kam der Anruf einer lieben Frau, dass sie sich schweren Herzens von ihrer Kaninchendame trennen müsse. Der Partner war gestorben, ein Auslandsaufenthalt stand bevor und so sollte zum Besten für das Tier entschieden werden und ein neuer Platz bei einem lieben Rammler wurde gesucht. Und alles schien perfekt, denn zum selben Zeitpunkt wurde für einen verwitweten, älteren Rammler eine Dame im selben Alter gesucht. Einziges Kriterium, das Mädel sollte kastriert sein, da die potentielle neue Halterin bereits zwei Weibchen an Gebärmuttertumoren verloren hatte. Also wurde das 5-jährige, blumenlose Schlappimädchen von der Kleintierhilfe aufgenommen.

Direkt nach ihrer Ankunft in der Pflegestelle fiel auf, dass sie nur schlecht hoppeln konnte und selbst der niedrige Rand des Klos für sie ein unüberwindbares Hindernis darstellte. Verdacht: e.c.. Dennoch sollte sie kastriert werden und weil sie ein blindes Auge hatte, das ihr Probleme machte, sollte auch dieses entfernt werden. Die OP brachte leider schreckliches ans Licht:
Die Gebärmutter war bereits tumorös verändert. Und als sei das allein noch nicht genug, bestätigte sich auch noch der e.c.-Verdacht. Damit war das Traumzuhause geplatzt. Das Immunsystem des dort lebenden Rammlers ist durch mehrere Krankheiten bereits erheblich geschwächt, so war es leider undenkbar, dass die e.c.-kranke Mokka dort einzieht. Aus der Traum vom glücklichen Ende.

Doch irgendwie ging das Schicksal der kleinen Dame mit der ungewissen Lebenserwartung keinem aus dem Kopf, eifrig wurde nachgedacht und überlegt wo man sie nur unterbringen könnte. Dass eine Vermittlung mit dieser Krankengeschichte utopisch war, wussten wir alle. Und so entschlossen wir uns, Mokka die Chance auf ein endgültiges Zuhause in Kaninchengesellschaft zu geben, als Gnadenhoftier der Kleintierhilfe München.

Wir holten sie also in ihrer Pflegestelle ab und von dem Moment an überraschte uns die lebenslustige, kleine Widderdame täglich aufs Neue. Anfangs noch etwas unbeholfen, hoppelte sie dank der e.c. Behandlung tagtäglich besser und auch höher gelegene Aussichtspunkte wurden erobert. Sie hat zwar eine ganz eigene Art sich fortzubewegen, aber das und auch das fehlende Auge stört die selbstbewusste Kleine überhaupt nicht. Und um diese rasanten Fortschritte zu belohnen, wagten wir die Vergesellschaftung mit unserer 4er Truppe. Und es war wohl Schicksal, dass Mokka hier einzog. Das Quartett nahm sie so problemlos und schnell auf, als wäre es das Selbstverständlichste auf der Welt.

So gab es für Mokka doch noch ein Happy End und wir hoffen, dass der bösartige Gebärmuttertumor noch nicht gestreut hat und sie noch sehr lange bei uns und ihren neuen Freunden bleiben darf, denn sie ist wirklich ein ganz erstaunliches Kaninchen, das mit seiner Behinderung super klar kommt und uns jeden Tag nur Freude macht.







Ein Brieflein von Mokka ist am 09. Februar ins Haus geflattert:

Hallo liebe Conny,
endlich hat mich das Frauchen auch mal an das komische Tasten-Bild-Schreibe-Dingsi gelassen und ich kann dir mal berichten wie es mir so geht. Das Frauchen hat nämlich gesagt, ich sollte mal DANKE sagen, weil ihr nämlich die vielen Medikamente für mich bezahlt! Und weil die so lecker sind und ich mich immer schon drauf freue sie zu futtern, sage ich jetzt auch mal: Danke liebe Kleintierhilfe!!!

Das Frauchen hat mir auch erzählt, dass ich jetzt ein Gnadenhoftier bin ... hmm, das klingt doch soooo alt und mehr nach Pferd?! Dabei bin ich doch noch gar nicht so alt!? Oder, 5 ist doch noch nicht alt und ein Pferd bin ich auch nicht und Brot gibt's hier auch nicht?! Aber das Frauchen hat mir dann erklärt, dass Gnadenhoftier nur heißt, dass ich für immer hier bleiben darf. Und das finde ich natürlich klasse, weil weg will ich hier nicht mehr!! Ich hab doch hier 4 ganz tolle Freunde und dann noch diese 3 komischen quiekenden Vierbeiner... bei denen weiß ich ja noch nicht so genau ob ich die mag. Die futtern mir immer alles weg und wuseln mir zwischen den Füßen rum. Ganz komische sind das, sag ich dir! Aber die 4 Langohren, die mag ich! Die Lilo und der Nuka, das sind meine besten Freunde, mit denen schmuse ich immer ganz viel. Und die Fluse die ist auch ganz nett und sogar die alte Socke mag ich in der Zwischenzeit ein bisschen weil sie mich jetzt gar nicht mehr beißt.

Aber eigentlich sollte ich dir ja erzählen wie's mir geht, weil ich ja am Donnerstag so krank war... da konnte ich garnicht gut laufen und bin immer umgefallen. Da hat das Frauchen angefangen mir Medizin zu geben und seitdem gehts mir schon viel besser. Abends massiert mir das Frauchen immer die Füße (sie meint immer, ihr Mann könne das ruhig auch mal bei ihr machen?!) und das finde ich ja megaklasse!! Da liege ich dann immer auf ihrem Bauch, schaue dabei Fernsehen und hinterher gibts dann immernoch Leckerchen. Nur für mich alleine. Cool, oder? Also das Leben hier ist echt klasse und ich mag gar nicht mehr weg hier! Gut, dass ich ein Gnadenhoftier bin, so ein Glück! Ich hab dir auch mal Fotos von meinem schönen Leben hier mitgeschickt...
Liebe Grüße
Deine Mokka








Leider musste Pilar mit Mokka am 11. August 2009 den schwersten aller Wege gehen ... sieben wunderschöne Monate waren diesem ganz besonderen Kaninchen geschenkt worden, ich glaube keiner von uns wird dieses wundervolle kleine Geschöpf jemals vergessen, denn so viel Energie und Lebensfreude bei so einem kaputten Körperchen sind unglaublich ... Mokka, Du warst wirklich ein Geschenk!!!



September 2009:

Schon kurz nach dem Abschied von Mokka war klar, dass wieder ein Kaninchen einziehen sollte, wenn denn eines Pilars Weg kreuzen würde, das auch in die Kategorie "unvermittelbar" fällt ... aber das es so schnell geht, damit hätten wir alle nicht gerechnet... lassen wir Pilar einfach selbst erzählen:



Ich war also gerade gemütlich im Urlaub und habe die toskanische Sonne genossen und weil es so schön war, beschloss ich kurzfristig, doch noch noch ein wenig länger zu bleiben. Also rief ich Biggi an und bat sie, ein paar Termine für mich zu verschieben und Conny zu fragen, ob sie meiner Bande noch etwas länger Kost und Logie gewähren würde. Bei diesem Telefonat erzählte mir Biggi von einem kleinen weißen Kaninchenmädchen, das sie kürzlich entdeckt hatte und beschrieb mir die diversen Gründe, warum eine Vermittlung der kleinen Maus unmöglich wäre. Ich solle doch mal darüber nachdenken, ob das nicht eine würdige Nachfolgerin für die tapfere Mokka wäre. Kurzum, kaum war ich zwei Tage wieder Zuhause besuchte ich die Kaninchendame und noch am selben Abend zog sie hier ein und wurde auf den Namen Yuma getauft.

Yuma ist zwar erst zwei Jahre alt, hat aber schon viel mitgemacht in ihrem kurzen Leben. Sie wurde als Baby mit schweren Verletzungen abgegeben, sie konnte nur auf dem Rücken liegen. Röntgenbilder brachten ans Licht, dass sie eine verletzte Wirbelsäule sowie eine gebrochene Hüfte hatte. In der Zwischenzeit hat sie sich zwar gut erholt, kann wieder hoppeln und am Leben teilhaben, aber man sieht ihr die Folgen der Verletzung doch deutlich an. Sie kann weder Männchen machen oder sich zum Putzen auf die Hinterbeine setzen. Außerdem hält sie den Kopf schief und auch beim Hoppeln sieht man die nicht ganz normale Körperhaltung. Dazu kommen die seelischen Wunden, es weiß ja niemand woher sie diese Verletzungen hat. Sie könnte fallengelassen worden sein, in die Tür geklemmt oder schlimmstenfalls getreten. Sie ist extrem scheu, knurrt oder schreit wenn man sie hochnehmen muss und zuckt panisch zusammen wenn man (oder Kaninchen) sie berührt. Es ist auch nicht auszuschließen, dass eine erhöhte Berührungssensibilität eine Folge des Beckenbruchs ist.

Nun lernt Yuma gerade Mokkas ehemalige Langohrgemeinschaft kennen, die sie bisher wirklich liebevoll in ihrer Mitte aufgenommen haben und ihr kein Haar gekrümmt haben. Da Yuma aber seit vielen Jahren keinen direkten Kontakt mehr zu anderen Kaninchen hatte und zudem auf Grund des erlebten sehr ängstlich ist, kann sie ihnen noch nicht vertrauen und ergreift die Flucht sobald sich ein anderes Langohr nähert.

Wir könnten also ein paar Daumendrücker gut gebrauchen, damit Yuma bald wieder Vertrauen in ihre Umwelt fassen kann und merkt, dass das Leben auch schöne Seiten zu bieten hat.

Nach ein paar Tagen ist die süße Yuma schon richtig mutig geworden und traut sich zu den neuen Freunden in die Heuraufe



2012:

Lena wurde von uns schon einmal vermittelt und kam nun, da die neuen Besitzer aus persönlichen Gründen die Kaninchenhaltung aufgeben mussten, zu uns zurück. Im Schlepptau hatte sie ihren Freund Muck, der auch bald in ein tolles Zuhause vermittelt werden konnte. Lena dagegen hatte mein Herz im Sturm erobert und musste daher nicht weiterziehen. Sie lebt nun in meiner (Pilars) Truppe, wo sie sich auch pudelwohl fühlt. Einzig und allein an einen neuen Namen musste sie sich gewöhnen, denn sie heißt jetzt Sora. Aber für ein Zuhause auf Lebzeit kann man das wohl verkraften.