Bevor Sie sich dafür entscheiden, Kaninchen anzuschaffen, sollten Sie sich gründlich überlegen ob diese Tiere auch wirklich zu Ihnen passen und Sie bereit sind, alle Unannehmlichkeiten, die eine artgerechte Haltung vielleicht mit sich bringt, zu akzeptieren.
Bitte sagen Sie jetzt nicht, dass sich Ihre Kinder eines dieser knuffeligen, pflegeleichten Tierchen wünschen und Kaninchen ja nicht viel Platz brauchen und wenig kosten. Oder trifft einer dieser Punkte zu? Ganz ehrlich? Können Sie dies doch im tiefsten Inneren mit "JA" beantworten, dann sollten Sie sich Kaninchen bitte sofort wieder aus dem Kopf schlagen, denn Kaninchen sind bei Weitem nicht die pflegeleichten, anspruchslosen Schmusetiere, für die sie viele Menschen immer noch halten. Wir möchten hier die größten Irrtümer aufklären:
Kaninchen sind grundsätzlich Fluchttiere. Das heißt sie sind schreckhaft, scheu und ängstlich. Es erfordert sehr viel Geduld und Wissen, sie zutraulich zu bekommen und dieses Vertrauen zerbricht sehr leicht, wenn man sie falsch händelt. Außerdem können sich Kaninchen nicht wehren. Im Gegensatz zu einer Katze oder einem Hund, lassen die meisten Kaninchen alles über sich ergehen, ob angenehm oder nicht. Sie sind in ihren, meist kleinen, Käfigen nicht in der Lage unerwünschten Händen zu entgehen. Dennoch haben Kaninchen grundsätzlich ihren eigenen Kopf, nicht jedes Tier wird zutraulich und wird gern gestreichelt. Manche Tiere bleiben ihr Leben lang scheu.
Kaninchen gehören also nicht in Kinderhände, es sei denn die Eltern stehen voll und ganz hinter dieser Entscheidung, sind gut informiert über die Bedürfnisse der Langohren und übernehmen die Verantwortung für die Tiere und bringen ihren Kindern somit den verantwortungsbewussten Umgang mit den Tieren bei und stellen klare Regeln auf. Eltern sollten auch bedenken, dass Kaninchen bis zu 10 Jahre alt werden können. Was passiert mit den Tieren wenn die Kinder älter werden und sich nicht mehr für die Tiere interessieren? Was wenn die "Kinder" einmal das Haus verlassen und die Kaninchen nicht mitnehmen können/wollen? Leider muss man in vielen Fällen nicht einmal so weit im Voraus denken, denn Kinder verlieren oft schnell das Interesse. Es kann nicht sein, dass die Kaninchen dann vergessen in einer Ecke des Zimmers vor sich hinvegetieren wie ein uninteressant gewordenes Spielzeug. Es sind Lebewesen und das sollte man bedenken BEVOR man sich für Haustiere entscheidet. Man übernimmt die lebenslange Verantwortung für sie.
Kaninchen brauchen Platz, und zwar eine ganze Menge. Ein handelsüblicher Käfig ist alles andere als artgerecht, denn in einem Käfig ist es unmöglich zu rennen, Haken zu schlagen oder Männchen zu machen. Haben Sie diesen Platz? Wenn sich das jetzt für Sie übertrieben anhört, denken Sie doch bitte einmal an sich selbst und vergleichen Sie den Käfig des Kaninchens mit einem Zimmer, in dem SIE ihr Leben zubringen müssten.
Abgesehen vom Platz den Kaninchen beanspruchen, braucht man auch Zeit für die Pflege. Auch wenn man nicht täglich mehrmals Gassi gehen muss, so muss dennoch das Gehege gereinigt werden, die Tiere müssen täglich gefüttert werden und man muss die Tiere genau beobachten um sicherzugehen, dass alle gesund sind. Will man außerdem dass die Tiere zutraulich werden, muss man sich intensiv mit ihnen beschäftigen und dabei anfangs sehr viel Geduld investieren.
Da Kaninchen gesellige Tiere sind, die unbedingt mit Artgenossen zusammenleben müssen, muss man sich früher oder später zwangsweise damit auseinandersetzen, zwei Tiere miteinander zu vergesellschaften. Das kostet viel Zeit und Nerven und ist mitunter alles andere als einfach oder spaßig.
Bedenken Sie auch was mit den Langohren passiert, wenn sie gerne in den Urlaub fahren. Wer kümmert sich um sie, wo können sie artgerecht untergebracht werden etc. Auch eventuelle Krankheiten und damit verbundene Tierarztbesuche kosten Zeit, und nicht nur das. Das führt uns zu Irrtum Nummer 3.
Kann tatsächlich sein, wenn man Glück hat, sich seine Kaninchen vom Tierschutz holt, wo man sie in der Regel geimpft, gecheckt, kastriert und fit ausgehändigt bekommt und wenn sie dann ihr Leben lang nicht krank werden. Eine traumhafte Vorstellung. Denn dann hätte man tatsächlich nur die Anschaffungskosten, einmalige Kosten für die Unterbringung und eben die Ausgaben für Futter, Streu und die jährlichen Impfungen. Die Realität sieht leider anders aus. Denn die wenigstens Tiere entschlafen nach ca. 8 Jahren friedlich. Schön wär's, das ist aber doch eher die Ausnahme. Die meisten Kaninchen brauchen in ihrem Leben eben doch den Tierarzt und diese Kosten können die Anschaffungskosten bei Weitem übersteigen.
Bitte überlegen Sie sich die Anschaffung von Kaninchen (und Haustieren im Allgemeinen) gut! Und zwar mit der ganzen Familie! Überprüfen Sie auch, ob eventuell Allergien vorliegen und ob alle mit der Anschaffung und der damit verbundenen Verantwortung einverstanden sind. Wir haben es hier mit Lebewesen zu tun, die Bedürfnisse haben, so wie wir Menschen auch. Wir befriedigen unsere Bedürfnisse. Wir sollten auch die Bedürfnisse anderer Lebewesen respektieren und erfüllen, wenn sie unserer Verantwortung unterliegen.
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Auch bei der Fütterung orientiert sich die moderne Kaninchenhaltung an den wilden Verwandten unserer Langohren. Diese fressen was sie in ihrer Umgebung an Fressbarem finden: In erster Linie Gräser, Kräuter, Grünpflanzen wie Löwenzahn, Spitzwegerich und Schafgarbe aber auch Wurzeln, Rinde, Äste und Blätter. Dieser rohfaserreichen Nahrung hat sich der Verdauungstrakt des Kaninchens angepasst.
Nicht auf dem Speiseplan des Wildkaninchens steht, entgegen der landläufigen Meinung, Getreide wie Hafer oder Weizen oder gar Mais. Denn dieses energie- und stärkereiche Futter steht den Tieren ausschließlich im Herbst für eine sehr kurze Zeit zur Verfügung und ist auch dann nicht leicht zu erreichen, da es in einer gewissen Höhe wächst. Dieser Ernährung hat sich der Urahn unserer Hauskaninchen angepasst. Weil die Nahrung, die aufgenommen wird, so energiearm ist, muss das Kaninchen ständig fressen. Daher haben Kaninchen einen Stopfmagen, das heißt der Nahrungsbrei wird nur dann weitertransportiert wenn neue Nahrung ihn "weiterschiebt". Deshalb müssen Kaninchen 24 Stunden am Tag etwas zu fressen zur Verfügung haben.
Warum das am besten Heu sein sollte, erklärt sich durch eine weitere Anpassung des Kaninchens an seine Ernährung: Weil die Nahrung von Wildkaninchen sehr rohfaserreich ist, muss sie sehr lange und intensiv gekaut werden. Das führt dazu, dass die Zähne stark beansprucht werden und sich abnutzen. Um dem entgegenzuwirken wachsen die Zähne von Kaninchen ein Leben lang. Und das ca. 10 cm im Jahr! Auch bei unseren Hauskaninchen ist das so. Sowohl die vorderen Schneidezähne und die dahinter sitzenden Stiftzähne als auch die Backenzähne werden viel zu lang wenn sie nicht eingesetzt werden, wie es von der Natur vorgesehen ist. Darum brauchen auch unsere domestizierten Mitbewohner rohfaserreiche Nahrung, die den Abrieb der Zähne fördert.
Das Grundnahrungsmittel sollte also Heu sein, da dies der natülichen Ernährung mit Gras und Kräutern am nächsten kommt. Zusätzlich wird Frischfutter gereicht, dazu Zweige und Blätter sowie im Sommer frische Wiese. Frisches Wasser muss selbstverständlich immer zur Verfügung stehen.
Da Heu das wichtigste Nahrungsmittel für unsere Langohren ist, sollte es von guter Qualität sein. Das bedeutet es ist frisch, die Farbe ist grünlich, es riecht aromatisch und staubt nicht zu sehr. Außerdem sollte es möglichst grobstängelig sein und auch Kräuter beinhalten.
Heu ist sehr wichtig für die Verdauung von Kaninchen. Es beginnt bereits bei den Zähnen, für deren Abrieb Heu einfach unersätzlich ist, weil es lange gekaut werden muss und die ständig nachwachsenden Zähne so abgenutzt werden. Das beugt Zahnkrankheiten vor und beschäftigt die Tiere gleichzeitig. Die nächste Funktion erfüllt Heu im Magen. Im Magen eines Kaninchens sammeln sich im Laufe der Zeit Haare an, die das Kaninchen durch Putzen mit der Zunge aufnimmt. Damit diese Haare nicht mit der Zeit verklumpen und sich ein Haarballen (Bezoar) bildet, ist es wichtig, dass die Haare auch wieder ausgeschieden werden. Grobstängeliges Heu fördert diesen Prozess, da die Haare in den groben Halmstückchen hängenbleiben und mit ausgeschieden werden. Den Unterschied, den die Fütterung von grobem oder feinem Heu hervorruft, kann man auf diesem Foto deutlich erkennen:
Die Köttel stammen von dem selben Kaninchen! Oben während einer Phase in der grobes Heu gefüttert wurde und unten während feines Heu gefüttert wurde.
Die nächste wichtige Funktion erfüllt Heu im Darm, wo es die Darmflora im Gleichgewicht hält. Außerdem macht Heu nicht dick und kann deswegen in unbegrenzter Menge gefressen werden, was wichtig ist, damit die Verdauung nicht zum erliegen kommt.
Immer wieder liest oder hört man von "Heumuffeln", also Kaninchen die kein Heu fressen wollen. Aus den Erfahrungen, die wir gemacht haben sowohl mit unseren eigenen Tieren als auch bei Beratungen, können wir nur sagen, dass es nur sehr wenige wirkliche Heumuffel gibt. Fast immer gibt es eine Ursache und die ist meist schlicht und einfach, dass zu viel anderes gefüttert wird. Häufig liegen auch Zahn- oder Verdauungsprobleme vor durch die die Kaninchen dann kein Heu fressen und eben weil sie kein Heu fressen, kommen die Zahn- und Verdauungsprobleme immer wieder. Hier gilt es, den Teufelskreis zu durchbrechen und zu erkennen, wie wichtig die Aufnahme von Heu für das Tier ist. Aber wie gesagt, meistens ist übermäßige Fütterung anderer Dinge die Ursache für mangelnde Heuaufnahme.
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Heu ist eigentlich nur ein Ersatzfuttermittel für die natürliche Nahrung von Kaninchen: frische Wiese. Das bedeutet im Sommer kann oder sollte man versuchen seine Kaninchen mit möglichst viel frischer Wiese zu ernähren. Mit Wiese ist nicht nur Gras gemeint (schon gar nicht gedüngter Vorstadtrasen), sondern verschiedenste wilde Gräser, sowie Löwenzahn, Spitzwegerich, Huflattich, Gänseblümchen, Klee, Schafgarbe uvm. Welche Kräuter genau Ihre Kaninchen fressen dürfen können Sie unter
nachlesen.
Bevor Sie sich nun im Frühjahr daran machen fleißig Wiese zu sammeln, sollten Sie Ihre Tiere langsam an das frische Grün gewöhnen, sonst kann es zu schlimmen Verdauungsproblemen kommen, die nicht selten tödlich enden. Das bedeutet, die Kaninchen dürfen anfangs nur sehr kleine Mengen frische Wiese bekommen, pro Kaninchen nur ein paar Blättchen oder Hälmchen. Diese Menge kann, wenn keine Probleme auftreten, täglich gesteigert werden bis man den Tieren dann nach ca. 2 Wochen unbegrenzt frisches Grün aus der Natur anbieten kann. Wie Heu macht auch Wiese nicht fett, ist gut für den Zahnabrieb und die Verdauung und kann daher in rauen Mengen angeboten werden.
Bitte informieren Sie sich genau welche Pflanzen an Kaninchen verfüttert werden dürfen und achten Sie auch darauf wo Sie pflücken. Direkt am Straßenrand oder Wiesen, die viel von Hunden besucht werden, eignen sich nicht. Auch nicht alle Bauern sind begeistert wenn Kaninchenbesitzer ihre Wiesen niedertrampeln. Also besser vorher erkundigen.
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Zusätzlich zu Heu wird Frischfutter gereicht. Im Sommer kann das zum Großteil durch frische Wiese ersetzt werden, wenn man die Möglichkeit dazu hat. Grundsätzlich sollte jede Frischfuttersorte langsam angefüttert werden, d.h. anfangs wird nur ein kleines Stückchen gegeben. Wird das gut vertragen, kann am nächsten Tag ein etwas größeres Stückchen gegeben werden usw. Niemals sollte man seinen Kaninchen unbekanntes Frischfutter in großer Menge anbieten. Es könnte zu schlimmen Verdauungsproblemen kommen und Kaninchen haben eine äußerst empfindliche Verdauung!
Bitte beachten Sie, dass jedes Kaninchen unterschiedlich reagiert und was ein Kaninchen verträgt, kann dem nächsten durchaus nicht gut bekommen. Auch sollte man möglichst abwechslungsreich füttern. Fast jedes dieser Futtermittel entfaltet eine negative Eigenschaft, wenn es zu viel gefüttert wird oder gar nur dieses gefüttert wird. Die goldenen Regeln lauten hier auf jeden Fall "Weniger ist mehr" und "Abwechslung muss sein". Bitte informieren Sie sich auch bei Obst/Gemüse etc. immer vorher genau darüber, was Kaninchen vertragen und was nicht.
Bei allen Kohlarten ist besondere Vorsicht geboten. Bitte sehr vorsichtig anfüttern, da Kohl in der Regel stark bläht und von manchen Tieren nicht vertragen wird.
Avocados, rohe Kartoffeln, Zwiebelgewächse.
Wichtig ist auch die Frischfuttermenge und sehr häufig wird gefragt, wie viel man denn nun füttern müsse/könne/dürfe. Das ist pauschal sehr schwer zu beantworten, denn jedes Tier ist anders und was das eine locker verdaut, lässt das andere vielleicht schon dick werden. Es kommt darauf an, wieviel sich die Tiere bewegen, wie alt sie sind, Innen- oder Außenhaltung, wird einmal oder zweimal täglich gefüttert uvm. Prinzipiell macht man keinen Unterschied zwischen Innen- und Außenhaltung. Einziger Unterschied ist der Winter, da dürfen "Draußis" schon ein bisschen mehr bekommen, denn die Kälte zehrt schon an den Kräften und ein bisschen Speck hält auch warm. Das soll jetzt nicht heißen, dass Tiere, die draußen überwintern zu Klößen gefüttert werden sollen oder sie dick sein müssen. Lediglich dürfen sie ein wenig kräftiger sein, als ihre innenlebenden Kollegen.
Weil eine Mengenangabe sehr schwer ist, haben wir versucht einen Beispielfutternapf für zwei normalgroße Kaninchen (ca. 2 kg) zusammenzustellen:
Dieser Napf enthält etwas Löwenzahn, zwei Stückchen Apfel, eine kleine Karotte, zwei Scheiben Gurke, zwei Stücke Paprika und ein paar Blättchen Basilikum und Petersilie. Diese Menge wird einmal morgens und einmal abends gefüttert, Heu steht selbstverständlich immer zur Verfügung. Diese Menge soll nur als Anhaltspunkt dienen und ist keineswegs das Maß aller Dinge. Wie bereits erwähnt, ist Abwechslung auf dem Speiseplan sehr wichtig. Lassen Sie sich nicht abschrecken, wenn ihre Kaninchen eine neue Frischfuttersorte erstmal liegen lassen. Viele der kleinen Feinschmecker handeln nach dem Grundsatz "Was der Bauer nicht kennt, frisst er nicht" und müssen sich erst langsam an Neues gewöhnen. Legen sie es einfach immer wieder hin, irgendwann fressen sie es. Auch das hat mit der Menge zu tun, die gefüttert wird. Es darf nicht sein, dass sich die Langohren nur herauspicken, was ihnen am meisten mundet und irgendwann fressen sie dann nur noch zwei Sorten. Das ist schlichtweg ungesund und hat mit verwöhnen nichts zu tun! Wenn ihre Langohren so wählerisch sind, dass täglich viel liegen bleibt, müssen Sie die Frischfuttermenge einschränken. Solange die Tiere Heu haben, verhungern sie nicht.
Das klingt jetzt hart, aber tatsächlich ist es so, dass wir bei weitem schon viel mehr zu dicke als zu dünne Tiere gesehen haben. Und nicht immer ist böses Trockenfutter Schuld daran, viele dieser Tiere werden ausschließlich mit Frischfutter ernährt. Es ist ungesund und lebensverkürzend wenn Kaninchen zu dick sind, denn es gibt tatsächlich viele Krankheiten, für die dicke/falsch ernährte Tiere besonders anfällig sind: Ballenabszesse, Fliegenmaden, Verdauungsprobleme usw.
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Sind zu jeder Jahreszeit ein gutes Zusatzfutter. Ob frisch oder getrocknet schmecken sie den meisten Kaninchen. Im Sommer ist es einfach in einem kleinen Blumentopf auf dem Fensterbrett, dem Balkon oder im Garten ein paar Sorten anzupflanzen: Petersilie, Basilikum, Salbei, Zitronenmelisse, Minze uvm. Im Winter kann man sie getrocknet anbieten. Kräuter sind reich an Vitaminen und Mineralstoffen. Da der Kalziumgehalt um ein vielfaches höher ist als bei frischen Kräutern, kann es bei manchen Tieren zu Problemen mit Blasengries (und schlimmstenfalls Steinen) kommen. Daher sollten Trockenkräuter nicht in rauen Mengen sondern nur als Zusatzfutter (z.B. ins Heu gestreut) und nicht täglich gereicht werden.
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Wildkaninchen fressen auch Rinde, dünne Zweige und deren Blätter und Knospen. Auch bei unseren Hauskaninchen sind Zweige sehr beliebt, dienen als Beschäftigung und schonen somit auch die Tapeten und sind vor allen Dingen bestens zum Zahnabrieb geeignet. Sie dürfen das ganze Jahr über angeboten werden, nicht nur wenn sie belaubt sind, wobei die Blätter natürlich ein besonders begehrter Leckerbissen sind. Im Winter kann man z.B. auch Zweige in eine Vase in die Wohnung stellen. Innerhalb weniger Tage bekommen diese Zweige dann Knospen, was ein besonderer Leckerbissen für verwöhnte Langohren ist. Ohne Bedenken dürfen folgende Bäume/Sträucher geplündert und verfüttert werden:
Weiden werden oft empfohlen, sollten aber aufgrund des hohen Gerbsäureanteils nicht zu häufig gegeben werden.
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Trockenfutter
Immer noch werden viele Kaninchen mit Trockenfutter ernährt weil die Werbung die Halter glauben machen will, dass die Tiere dies benötigen. Das ist völliger Unsinn. Wer den natürlichen Speiseplan eines Wildkaninchens zum Vergleich heranzieht, wird schnell feststellen, dass in handelsüblichem Trockenfutter wenig bis gar nichts zu finden ist, was sich mit dieser Ernährung deckt. Dafür enthält Trockenfutter oft völlig unnötige und zum Großteil sogar ungesunde Bestandteile wie z.B. Melasse, Bäckereinebenerzeugnisse, Ei, Milch, Getreide, Zucker, Nüsse, Farbstoffe uvm. Ein gesundes Kaninchen, das vernünftig mit Heu und Frischfutter ernährt wird, braucht schlicht und ergreifend kein Trockenfutter.
Getreide und Mais enthalten Stärke, welche die Darmflora verändert. Dadurch können sich Colibakterien vermehren, die Kaninchen bekommen Hefen, Kokzidien, Durchfall und andere Darmkrankheiten! Außerdem ist Trockenfutter ein sehr energiereiches Futter, was Kaninchen, die ja energiearme Nahrung aufnehmen sollten, mehr schadet als es nützt. Erstens werden sie viel zu dick und zweitens werden sie durch das Trockenfutter schneller satt, fressen weniger Heu und weniger Frischfutter. Dadurch werden die Zähne nicht mehr so stark bzw. gar nicht beansprucht und wachsen unkontrolliert bis das Tier vor lauter Schmerzen nicht mehr fressen kann. Wer sich einmal Gedanken darüber macht, der wird schnell erkennen, dass Trockenfutter keinen Zweck erfüllt, abgesehen davon, dass es billig produziert und teuer verkauft werden kann, weil dem Tierbesitzer fälschlicherweise eingeredet wird, dass sein Tier durch dieses Futter bestens ernährt ist.
Auch Trockengemüse, das ja augenscheinlich gesund ist, weil es kein Getreide enthält, ist mit äußerster Vorsicht zu genießen ... warum zeigt dieses Photo überdeutlich:

Hier wurden ein paar getrocknete Karottenstückchen in ein Glas mit Wasser gelegt, das Ergebnis ist beeindruckend. Das gleiche passiert im Magen des Kaninchens und wenn es zu viel Trockengemüse frisst kann dies zu einer Magenüberladung mit Todesfolge führen! Daher am besten gleich Frisches geben und man erstickt viele Sorgen schon im Keim.
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Mythos Brot
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Zum Thema Brot finden Sie hier in Kürze ein paar Informationen:
Fütterung von Brot
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Futterumstellung - aber richtig
Dass Joghurtdrops, Knabberstangen, Brot und das getreidehaltige, handelsübliche Trockenfutter unseren Kaninchen dauerhaft Schaden zufügt, haben mittlerweile zum Glück schon viele Menschen erkannt. Auch die Aufklärung durch die Tierärzte wird immer besser, aber wie erreichen wir nun auf die richtige Weise das Ziel, unsere Kaninchen dauerhaft gesund zu ernähren?
Viele Erkrankungen (Aufgasungen, Magenüberladung, Übergewicht, Zahnprobleme) gäbe es nicht, wenn artgerecht gefüttert würde. Auf einigen Internetseiten und vor allem auch in Foren wird noch immer empfohlen, das "böse Futter" auf einen Schlag wegzulassen und nur noch Heu und Frischfutter zu geben. Das ist falsch und kann fatale Folgen haben!
Warum? Durch die Fehlernährung ist die Darmflora aus dem Gleichgewicht und kann das "gute Futter" (Frischfutter, Grünfutter) nicht richtig verwerten. Entzieht man ihm nun komplett das "böse Futter", wird das Verhältnis noch mehr gestört, was zu massivem Durchfall und Fehlgärungen führen kann. Auch andere Organe, wie z.B. die Leber, sind meistens vorgeschädigt und es sind leider Fälle von Organversagen mit Todesfolge nach radikalen Futterumstellungen bekannt. Geben Sie den Organen die Möglichkeit sich langsam zu regenerieren, was lange Zeit geschädigt wurde kann nicht von Heute auf Morgen schadlos eine 180-Grad-Wende überstehen.
Die Umstellung muss langsam vorgenommen werden und hängt vom Einzelfall ab.
- Wie lange hat das Kaninchen schon Trockenfutter bekommen?
- Wurde zusätzlich Frischfutter gegeben?
Was immer beachtet werden muss ist, dass Heu IMMER in großen Mengen zur Verfügung steht und nicht nur zu bestimmten Fütterungszeiten gereicht wird.
Bei älteren Tieren müssen mehrere Wochen eingeplant werden, hier sollte man auf jeden Fall noch einen großen Esslöffel täglich (pro Kaninchen) reichen, vorzugsweise nicht zusammen mit dem Frischfutter. Ist Frischfutter gänzlich unbekannt, beginnen Sie hier mit kleinen Mengen von verträglichen Sorten, wie z.B. Karotten, Fenchel und Apfel. Nach ca. 2 Wochen reduzieren Sie die Trockenfuttermenge auf einen kleinen Esslöffel und erhöhen die Frischfuttermenge und probieren neue Sorten in kleinen Mengen, z.B. Sellerie (Knolle und Grün), Tobinambur, Dill und Petersilie. Stellen Sie Verdauungsbeschwerden fest (Durchfall, Blähungen), dann lassen Sie die ungewohnten Frischfuttersorten sofort wieder weg und füttern nur bewährtes um es eine Woche später erneut zu versuchen.
Bieten Sie zusätzlich frische Zweige (z.B. Apfelbaum oder Haselnuss) an, das fördert den Zahnabrieb und auch getrocknete Kräuter und Blüten, die meist einwandfrei vertragen werden.
Klappt der zweite Schritt gut, dann reduzieren Sie nach weiteren zwei Wochen erneut (auf ca. 1 Teelöffel) und ergänzen Sie das Frischfutter wieder ein wenig (z.B. durch Karottengrün, Kohlrabiblätter, Giersch und Schafgarbe). Behalten Sie diese Fütterung ca. 4 Wochen bei und lassen die das Trockenfutter nun langsam auslaufen. Gibt es Probleme, gehen Sie wieder einen Schritt zurück.
Unterstützend sollten Sie Ihren Kaninchen (Bird)BeneBac (erhältlich beim Tierarzt) zum Aufbau der Darmflora geben (täglich ein erbsengroßer Klecks oder ein kleiner Teelöffel bei der Pulvervariante).
Sehr alte Kaninchen (ab ca. 10 Jahre), die ihr Leben lang mit getreidehaltigem Trockenfutter ernährt wurden, würden wir persönlich nicht mehr umstellen, hier schadet die Veränderung unserer Meinung nach mehr als sie noch Nutzen bringen kann.
Der Bericht über Futterumstellung entspricht unseren Erfahrungen und wurde nach Rücksprache mit unseren Tierärzten und kaninchenerfahrenen Haltern erstellt. Man muss natürlich beachten, dass jedes Kaninchen anders reagieren kann und dann individuell darauf eingegangen werden muss. Wir beraten Sie hier gerne persönlich und auch ein kaninchenerfahrener Tierarzt wird Ihnen bestimmt mit Rat zur Seite stehen.
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Shopping fürs Kaninchen
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KRANKHEITEN
Auch hier vorerst nur das Wichtigste in Kürze:
Kaninchen sind Meister im Verbergen von Krankheiten, darum kommt die Hilfe, sobald man eine Veränderung feststellt, leider oft zu spät. Also bitte zögern Sie nicht umgehend einen kleintiererfahrenen Tierarzt aufzusuchen, wenn Ihr Tier sich unnormal verhält! Abwarten kann innerhalb kürzester Zeit den Tod des Tieres zur Folge haben!!!
Gesundheitscheck
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Der richtige Tierarzt
Nicht jeder Tierarzt ist kleintiererfahren und leider erlebt man immer wieder haarsträubende Dinge, die böse enden können.
Nur als Beispiel (weil gerade so passiert):
Eine Meerihalterin musste ein Auge ihres doch schon betagten Böckchens entfernen lassen. Dabei wurde festgestellt, dass eine Herzschwäche vorliegt und das Tier keine weitere Operation mit Narkose mehr überstehen wird. Als dann zu allem Übel ein Ballenabszess aufgetreten ist, hat die hinzugezogene Tierärztin zur Amputation der Pfote geraten, Kostenvoranschlag 150 EUR, und das für eine unnötige OP, die mit Sicherheit den Tod des Schweinchens zur Folge hätte.
So ein Tierarzt ist natürlich indiskutabel.
Nun ist es natürlich nicht in jedem Fall für den normalen Halter so leicht zu beurteilen, ob die Aussage des Tierarztes vernünftig zu sein scheint, aber es gibt doch einige Anhaltspunkte:
- wird das Tier gründlich untersucht, bevor diagnostiziert wird
- wird Ihnen erklärt, an was das Tier erkrankt ist
- werden Ihnen die verordneten Medikamente genannt und deren Wirkung verdeutlicht
- wissen Sie nach dem Tierarztbesuch, wie groß die Heilungschancen sind und wie eine eventuelle Weiterbehandlung von Statten gehen soll
Wurden Sie schon nach wenigen Minuten ohne jegliche Aufklärung, mit teueren Medikamenten nach Hause geschickt und das Tier nicht ordentlich untersucht, holen Sie bitte eine zweite Tierarztmeinung ein.
In vielen großen Foren gibt es Tierarztempfehlungen, z.B. auf
www.kaninchenforum.com, da ist bestimmt auch ein kleintiererfahrener Arzt in Ihrer Nähe dabei.
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Abszesse
Bitte suchen Sie umgehend einen kompetenten Tierarzt auf, je früher man behandelt, umso wahrscheinlicher ist eine Heilung möglich!
Häufig sind leider Kieferabszesse, die sich durch Verletzungen aufgrund Zahnfehlstellungen oder auch nur durch kleine Wunden von Heuhalmen etc. bilden können.
Da sie für uns zu Anfang meist nicht sicht- oder fühlbar sind, ist es wichtig auf mögliche Anzeichen zu achten, z.B. starkes Sabbern und verminderte Futteraufnahme mit der Folge von Gewichtsverlust.
Schneller erkennbar sind Abszesse direkt unter der Haut, die sich durch Verletzungen nach Rangkämpfen, Operationen etc. bilden. Sie lassen sich meist leicht ertasten.
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Augenentzündung
Ein Hervorquellen des Auges deutet leider oft auf einen Tumor hin, bitte lassen Sie das Kaninchen röntgen!
Eine Augenentzündung, erkennbar an tränenden Augen, verklebtem Fell um das Auge und milchigem Ausfluss kann beispielsweise Teil einer Atemwegsinfektion sein, aber auch eine Verletzung durch Fremdkörper, wie Heuteile etc., ist möglich.
Genauso kann es sich um eine Reaktion auf staubige Einstreu handeln, diese sollte dann dringend gewechselt werden.
Wenn Ihr Tierarzt dies alles ausschließen kann, so soll er doch bitte noch einen Blick auf die Backenzähne werfen, auch hier kann der Grund für den Tränenfluss liegen.
Bitte machen Sie keine Experimente und benutzen Sie zur Reinigung der Augen keine Watte (fusselt) und meiden Sie Kamille (Austrocknung, Reizung).
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Blinddarmkot (Zäkotrophe)
Der Blinddarmkot ähnelt von der Optik her einer Weinrebe, er ist von der Konsistenz weicher als der normale Kot und riecht streng. Er ist für die Tiere lebenswichtig, da er Mineralien und Vitamine enthält.
Es kann zu schweren Mangelerscheinungen bis hin zum Tod führen, wenn die Tiere gehindert werden ihn aufzunehmen. Die Aufnahme erfolgt direkt am After, es sieht für den Laien so aus als würde sich das Kaninchen putzen, wer jedoch das anschließende "Schmatzen" genau beobachtet, kann dies schnell unterscheiden.
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Durchfall
Durchfall kann vielfältige Ursachen haben und darf absolut nicht unterschätzt werden. Es sollte auf jeden Fall ein Tierarzt aufgesucht und ggf. eine Kotprobe veranlasst werden.
Die harmloseste Variante ist schlichtweg die Verwechslung mit
Blinddarmkot, der zwar streng riecht und optisch anders aussieht als der normale Kot, aber mit Durchfall nichts zu tun hat und für das Kaninchen lebenswichtig ist.
Bei einem neuen langohrigen Mitbewohner könnte der Durchfall auch an der Ernährungsumstellung liegen, aber evtl. auch auf
Kokzidiose schließen lassen. Letzteres muss umgehend festgestellt und behandelt werden, ist sehr ansteckend und kann den Tod der Tiere zur Folge haben.
Bitte fragen Sie bei Neuzugängen immer nach, wie das Kaninchen bisher gefüttert wurde. Eine Umstellung muss langsam erfolgen, da der Verdauungstrakt sehr sensibel reagiert. Auch wenn getreidehaltiges Trockenfutter schädlich ist, es sollte nie von Heute auf Morgen abgesetzt, sondern innerhalb von 2 - 3 Wochen langsam auf Null reduziert werden.
Auch ungewohntes Frischfutter kann zum Problem werden, daher Neues erst langsam Anfüttern und beobachten, ob es vertragen wird.
Auch Gras darf im Frühjahr nicht sofort in großen Mengen gereicht werden, hier kann Unwissenheit oder gut gemeinte Tierliebe leider fatale Folgen haben.
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E. Cuniculi (Enzephalitozoon Cuniculi)
ERFAHRUNGSBERICHTE
Krankheitsanzeichen, die getrennt voneinander oder auch kombiniert auftreten können:
- Das typische Anzeichen ist der schiefe Kopf, dies kann so extrem sein, dass ein Auge zur Decke gerichtet ist.
- Gleichgewichtsstörungen, im Kreis drehen, Umfallen
- Lähmungserscheinungen, oft sind die Hinterläufe betroffen
Leider haben viele Tierärzte kaum Erfahrung mit E.C., jedoch ist eine schnelle und umfassende Behandlung von größter Bedeutung. Bitte suchen Sie SOFORT einen Tierarzt auf, egal ob nachts oder am Wochenende und drucken Sie am Besten den
Bericht von Priv. Doz. Dr. med. vet. Birgit Drescher dafür aus.
Um den Parasiten abzutöten ist ein Wurmmittel erforderlich, bewährt hat sich hier Panacur. Mit der Behandlung sollte sofort begonnen werden, selbst wenn das Ergebnis des Bluttests noch nicht vorliegt.
Meist wird darüber hinaus ein hirngängiges Antibiotikum angewendet. Von manch gängigem Antiobiotikum wird jedoch abgeraten, da es durch evtl. vorherige Einsätze nicht mehr die benötigte Wirkung erzeugt.
Vitamin-B-Komplex sollte wegen der Nervenschädigungen gegeben werden.
Im Einzelfall zu entscheiden ist die Gabe von Cortison.
Infusionen zum Ausgleich eines Flüssigkeitsverlustes.
Wenn offensichtlich Schmerzen auftreten ist auch die Gabe eines Schmerzmittels anzuraten.
Chancen:
Heilungschancen gibt es sehr wohl, auch wenn es oft nicht den Anschein macht. Die Behandlung stellt auch die Nerven des Halters auf eine harte Probe und es ist nicht leicht, sein Tier offensichtlich leiden zu sehen. Umfassend können Sie sich auf
www.headtilt.de informieren, hier gibt es viele Erfahrungsberichte, auch "Mutmacher"!!!
Ausserdem haben mir einige Betroffene ihre persönliche Geschichte zur Verfügung gestellt, dafür ganz herzlichen Dank, viele dieser Berichte geben wirklich Hoffnung, lesen kann man sie
HIER
Da es sich um eine Zoonose handelt, besteht grundsätzlich eine Ansteckungsgefahr auch für andere Tierarten. Eine Ansteckungsgefahr für den Menschen besteht nur, wenn das Immunsystem extrem geschwächt ist, wie z.B. bei Aids- oder Chemopatienten.
Ich würde ein an E.C. erkranktes Tier jedoch nur vom Partner trennen, wenn dieser den Patienten jagt oder zusätzlich stresst. Allerdings sollte das Partnertier auch mit Panacur behandelt werden.
Weitere nützliche Informationen sind unter
http://www.kaninchenforum.com/ecBehandlung.htm zu finden.
Meine ganz persönliche Überzeugung und für mich daraus resultierende Konsequenzen:
Aus all den Erfahrungsberichten, die ich bisher gehört und gelesen habe ist für mich folgendes Bild entstanden, was jedoch nur meinen persönlichen Einschätzungen entspricht und keineswegs in jedem Punkt medizinisch untermauert ist.
Der Erreger ist bei einer überwiegenden Anzahl von Kaninchen vorhanden, die Krankheit als Solche wird aber durch bestimmt Faktoren ausgelöst und für mich ist der Hauptfaktor
STRESS.
Dieser kann auf vielfältige Ursachen beruhen, z. B. Zusammenführungen, Transporte, Tierarztbesuche, andere Haustiere, Unstimmigkeiten in der Gruppe, Menschen die unsachgemäß mit den Kaninchen umgehen und es dadurch ängstigen usw., dies alles KANN E.C. auslösen.
Als Konsequenz hieraus wird es bei meinen Kaninchen keine Mehrfach-Zusammenfühungs-Versuche mehr geben. Verträgt sich die Gruppe nicht, werde ich nicht versuchen dies zu erzwingen, sondern versuchen passendere Konstellationen zu wählen oder mich auch notfalls auf Paarhaltung beschränken. Ich werde bei Tierarztfahrten kein zweites Tier mitnehmen, klar ist das zu behandelnde Tier froh, wenn ein Freund dabei ist, an den es sich vertrauensvoll kuscheln kann, aber bei einer Freundin von mir hat genau dieser Freund, der nur als Gesellschafter dabei war, letztlich E.C. bekommen ... ob dies wirklich der Grund war kann ich natürlich nicht mit Sicherheit sagen, aber ich tendiere stark dahin.
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Epilepsie
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Hefen
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Kokzidiose
Dieser Erkrankung ist durch gute Haltung, d. h. vernünftige Fütterung, Sauberkeit, einem stressfreien Leben und Einhaltung von Quarantäne bei Neuzugängen relativ leicht vorzubeugen! Kaninchen mit einem stabilen Immunsystem erkranken eher selten.
Kokzidien können über den Kot der Tiere nachgewiesen werden.
Ein neues Kaninchen sollte auf jeden Fall auf Kokzidien untersucht werden, bevor es mit dem/den vorhandenen Kaninchen zusammen gelassen wird.
Bei Kokzidien handelt es sich um Parasiten, die bei den meisten Kaninchen vorhanden sind, sich aber aufgrund von Stress oder mangelnder Hygiene extrem vermehren können. Begünstigend für eine Erkrankung ist auch eine hohe Luftfeuchtigkeit im Stall.
Eine Behandlung ALLER Tiere ist dann unbedingt erforderlich, das Gehege muss täglich gründlich gereinigt werden.
Zur Reinigung von Käfigwannen und Zinkwannen im Stall eignet sich ab besten kochendes Wasser (über 80 Grad), dies tötet die Oozysten zuverlässig ab.
Gerade bei jungen Tieren führt Kokzidiose leider oft zum Tod.
Ein Anzeichen kann
Durchfall sein, eher selten sind Fälle von Verstopfung.
Alle meine Vermittlungstiere werden auf Kokzidien untersucht!
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MyxomatoseGegen Myxomatose kann geimpft werden und dies ist dringend anzuraten, da bei dieser Viruserkrankung die Sterberate sehr hoch ist und durch die milden Winter ist Myxo leider wieder sehr auf dem Vormarsch.
Die Virusübertragung erfolgt durch Stechmücken, Flöhe, Zecken und andere Blutsauger, auch eine Übertragung durch Grünfutter von der Wiese kann nicht ausgeschlossen werden. Auch überträgt sich der zur Familie der Pockenviren gehörende Myxomatosevirus von Kaninchen zu Kaninchen, daher ist die Wahrscheinlichkeit ALLE Tiere zu verlieren sehr hoch.
Die Inkubationszeit beträgt zwischen 3-10 Tagen (hier sind die Angaben von Tierärzten sehr unterschiedlich), der Tod tritt dann nach ca. zwei Wochen ein. Die Tiere sterben nicht am Virus selbst, sondern an den Sekundärerkrankungen.
Es sollte 2 x jährlich im Abstand von 6 Monaten geimpft werden, dies gilt auch für Tiere in Wohnungshaltung! Eine Grundimmunisierung ist dringend angeraten, besprechen Sie diese mit Ihrem kleintiererfahrenen Tierarzt.
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PilzbefallPilzbefall ist ansteckend, auch für den Menschen.
Bitte immer Hände waschen und ggf. sogar die Kleidung wechseln.
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RHD (Rabbit Haemorrhagic Disease) / ChinaseucheGegen RHD kann geimpft werden und dies ist dringend anzuraten, da bei dieser Viruserkrankung die Sterberate sehr hoch ist!
Die Virusübertragung erfolgt durch Stechmücken, Flöhe, Zecken und andere Blutsauger, auch eine Übertragung durch Grünfutter von der Wiese kann nicht ausgeschlossen werden. Auch überträgt sich der Virus von Kaninchen zu Kaninchen, daher ist die Wahrscheinlichkeit ALLE Tiere zu verlieren sehr hoch.
Die Inkubationszeit beträgt nur 1-3 Tage, der Tod ist meist qualvoll (Erstickung). Ein überlebendes Tier wird nicht immunisiert und überträgt den Virus noch monatelang.
Eine Übertragung auf andere Tiere ist nicht bekannt.
Gegen RHD sollte 1 x jährlich geimpft werden, dies gilt auch für Tiere in Wohnungshaltung!
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Scheinträchtigkeit
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Kaninchenschnupfen (Rhinitis contagiosa cuniculi) / Pasteurellose
Haupterreger: Pasteurella multocida
Weitere Erreger sind oft beteiligt (Mischinfektion)
Auch gesunde Tiere tragen den Erreger oft in Nasenhöhle und Nasenschleimhaut in sich.
Schlechte Haltungsbedingungen, wie unsaubere Ställe, Feuchtigkeit, Zugluft oder auch erhöhter Stress können die Erkrankung zum Ausbruch bringen, da das Immunsystem geschwächt ist und die Erreger sich vermehren können.
Oft steht am Beginn der sichtbar werdenden Erkrankung kurzes Niesen. Das Allgemeinbefinden ist zu diesem Zeitpunkt meist gut.
Im Krankheitsverlauf niesen die Tiere vermehrt, es ist wässriger, später trüber bis eitriger Nasenausfluss zu beobachten. Das Fell um die Nase ist verklebt, typisch auch, durch das ständige Putzen der feuchten Nase, verklebte Vorderpfoten.
Es ist kaum möglich den Erreger vollständig zu eliminieren. Eine antibiotische Behandlung, möglichst nach Antibiogramm, bringt oft eine vorübergehende Besserung, jedoch keine Heilung. Ein Auftreten der Krankheit ist immer wieder möglich. Sie nimmt oft einen chronischen Verlauf.
Auch die Bindehäute sind oft betroffen und können, wie auch die Nasenöffnung, mit physiologischer Kochsalzlösung behandelt werden.
Ihr Tier kann mit dieser Krankheit noch jahrelang leben, aber man muss sich darüber klar sein, dass der Zustand sich dramatisch verschlimmern und schließlich zum Tod führen kann.
Die Ansteckungsgefahr ist sehr groß, es ist auf äußerste Hygiene zu achten, auch Kleidung und Schuhe sollten nach Kontakt gewechselt werden.
Es können auch andere Tierarten angesteckt werden!
Eine Schutzimpfung ist möglich, ob diese auch anzuraten ist wird oft diskutiert. Wenden Sie sich am Besten an den Tierarzt Ihres Vertrauens.
Auf meine Anfrage in einem medizinischen Labor bezüglich der
Haltbarkeit der Erreger ausserhalb des Tieres habe ich folgende Antwort erhalten, die für Tierheime und Pflegestellen sicherlich sehr interessant und auch beruhigend ist:
Im Allgemeinen kann man davon ausgehen, dass die Tenazität der Erreger des Kaninchenschnupfens sehr gering ist. Die Erreger überleben außerhalb des Wirtsorganismus ca. 1 Tag. Wenn Sie ihre Ställe und deren Umgebung regelmäßig und gündlich reinigen, also normale Hygiene walten lassen, dürfte es keine Probleme damit geben. Wenn eines Ihrer Tiere allerdings kontinuierlich diese Erreger ausscheidet und Kontakt zu anderen Kaninchen hat, kann es diese anstecken.
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Tumore
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TrommelsuchtMögliche Gründe hierfür sind zum Beispiel Fehlgärungen im Darm, ausgelöst durch frisches Gras, an welches das Tier noch nicht gewöhnt ist, z.B. bei ersten Gartenbesuchen im Frühjahr, aber genauso erwärmtes oder angefrorenes Gras.
Ungewohntes Futter in größeren Mengen (alles neue langsam anfüttern!)
oder stark blähendes Futter, wie z.B. Kohl.
Vergiftung, durch stark gespritztes Obst oder Gemüse,
mangelnder Auslauf (Bewegung hält den Darm in Schwung)
Der Bauch ist gebläht und hart, oft wird die Nahrungsaufnahme verweigert. Bei akuter Trommelsucht klopft das Tier mit den Hinterläufen, auch Zahnknirschen deutet auf Schmerzen hin.
Suchen Sie umgehend einen Tierarzt auf, da sonst innerhalb von Stunden der Tod Ihres Tieres die Folge sein kann.
Entfernen Sie sämtliches Futter ausser Heu und Wasser, zusätzlich kann verdünnter Fenchel- oder Kümmeltee (abgekühlt) angeboten werden.
Meiden Sie zusätzliche Wärme (Rotlicht, Wärmflasche), da dies den Gärprozess nur verstärkt.
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Verstopfung (Haarballen)Durch das Putzen gelangen immer wieder Haare in den Magen/Darm des Kaninchens. Da die Tiere sich, anders als z.B. Katzen, nicht übergeben können, müssen die Haare durch den Darm wieder ausgeschieden werden.
Durch den 2 x jährlichen Fellwechsel und das vermehrte Haaren in dieser Zeit kann es zu Bildung von Haarballen und damit zu Verstopfung kommen.
Auffälligkeiten können hier kleine, harte Köttel oder Köttelketten sein, das heißt mehrere Köttel hängen wie an einer Schnur aufgereiht aneinander.
- Gesund ernährte Tiere haben weniger Schwierigkeiten mit dem Fellwechsel - verzichten Sie auf Trockenfutter
- Gönnen Sie Ihren Tieren viel Platz bzw. Auslauf, Bewegung hält den Darm in Schwung
- Ananas und Kiwi (nur frisch, keine Dosenfrüchte) enthalten Bromelin und beschleunigen die Ausscheidung der Haare. Bitte nur ein kleines Stück täglich oder alternativ einen Löffel frischen Ananassaft
- 1 Tropfen Paraffinöl (Apotheke) alle paar Tage unterstützt den Abtransport der Haare
- Nager-Maltpaste gibt es in verschiedenen Geschmacksrichtungen. Meine Bande würde für Apfelgeschmack Morde begehen. Ein erbsengroßer Klecks auf einem Stück Apfel oder einem Kohlrabi- oder Löwenzahnblatt alle paar Tage oder bei ersten Anzeichen auch täglich hatte bei mir immer Erfolg. Aber bitte nicht zu oft und zu viel geben, das kann zu Durchfall führen!
- Haben Sie Schmusekaninchen, die sich gerne streicheln lassen, können Sie den Fellwechsel auch durch sanftes Bürsten unterstützen oder die Haare mit einem leicht feuchten Waschlappen ausstreichen
Zeigt Ihr Kaninchen Anzeichen von Apathie, suchen Sie bitte umgehend einen Tierarzt auf, ein Röntgenbild zeigt, ob sich schon ein Haarballen gebildet hat.
Die obigen Maßnahmen dienen der Vorbeugung während dem Fellwechsel, es ist keine Behandlung im akuten Fall!!!
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Wunde/entzündete BallenMeist ist die Ursache einfach nur der falsche Untergrund, auf dem die Kaninchen gehalten werden.
In Aussenhaltung treten weniger oft Probleme auf, hier sollte darauf geachtet werden, dass die Fläche nicht überwiegend mit kleinen Kieseln oder Sand bedeckt ist.
Gut wäre normale Erde (keine gedüngte Blumenerde) oder Rasen.
In Innenhaltung sind an Teppichen reine Baumwollteppiche zu empfehlen. Mit Kunststoffteppichen gibt es meist schnell Probleme, wenn es nicht anders geht legen Sie alte Bettlaken darüber. Für meine Pflegetiere in Innenhaltung verwende ich die Signe-Teppiche von IKEA, sie sind günstig und super in der Maschine waschbar.
Wer in seinem Innengehege Einstreu verwendet, sollte weiche Einstreu nehmen, Pellets sind für Flächen, auf denen sich die Kaninchen dauerhaft aufhalten, zu hart. Ideal ist weiche Streu mit einer Lage Stroh oder Heu darüber, dann ist die Schweinerei durch fliegende Streuteile auch nicht so groß.
Bitte reinigen Sie das Gehege regelmäßig, denn nasser, von Urin und Kot verunreinigter Untergrund, fördert ebenfalls Entzündungen der Läufe.
Eine Behandlung ist dringend erforderlich, ansonsten könnten sogar die Knochen angegriffen werden, von den Schmerzen, die das Tier erleiden muss, gar nicht zu reden!
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ZähneAchten Sie auf eine vernünftige
Ernährung, um Zahnproblemen vorzubeugen!!!
Bei Auffälligkeiten wie Gewichtsverlust, Sabbern, langsamem Fressen oder sogar schon sichtbar langen Zähnen ist dringend ein Tierarztbesuch angeraten. Auch ein tränendes Auge kann Anhaltspunkt für Zahnprobleme sein.
Sogar
Durchfall kann ein Anzeichen für Zahnprobleme sein, weil das Futter nicht mehr ausreichend gekaut und der Heukonsum reduziert oder sogar eingestellt wird. Die Darmflora gerät ins Ungleichgewicht, es können sich Hefen bilden.
Ein abgebrochener Schneidezahn kann Folge eines Unfalles sein, jedoch ebenso Zeichen von Mangelernährung. Zwar wächst der Zahn nach, aber auch hier sollte eine Tierarztkontrolle statt finden und evtl. der Gegenzahn reguliert werden.
Natürlich gibt es auch angeborene Zahnfehlstellungen, gerade bei Kaninchen mit runden Köpfchen tritt dies häufiger auf, weil der Kiefer kürzer ist. Leider müssen die meisten "Zahnkaninchen" regelmäßig behandelt werden, teilweise unter Narkose, was für den Körper natürlich sehr belastend ist. Optimal wäre es, einen Tierarzt zu finden, der dies auch ohne Narkose macht. Wenn Sie einen Tierarzt hier in der Region dafür suchen, nehmen Sie gerne
Kontakt mit uns auf.
Mit solchen Tieren sollte auf keinen Fall Nachwuchs produziert werden (aber das sollte generell nicht getan werden, die Tierheime und Schutzorganisationen laufen über mit Tieren, darunter auch genug Mütter mit Baby's) !!!
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Literaturempfehlungen
Leben mit Kaninchen - Christine Wilde - NTV-Verlag
182 Seiten mit vielen Photos, Format: 16,8 x 21,8 cm, 19,80 EUR, ISBN 978-3-86659-071-7

Das Buch zur bekannten Internetseite
www.diebrain.de bzw.
www.nager-info.de ist wie nicht anders zu erwarten absolut empfehlenswert. Es gibt kaum ein Thema in Sachen Kaninchen und deren Haltung, das in diesem Buch keine Erwähnung findet.
Los geht es mit der Geschichte des Kaninchens und vor allem seinen wilden Verwandten. Dies dient später zum besseren Verständnis der Bedürfnisse, die Kaninchen an ihre Halter stellen. Ebenso werden einige rechtliche Grundlagen, wie Kaufvertrag, Mietrecht und Tierkörperbeseitigung angeführt. Im Anschluss folgen die grundlegenden Überlegungen vor der Anschaffung, sowie mögliche Gruppenkonstellationen bzw. Haltung mit anderen Haustieren.
Gut finde ich, die genauere Beleuchtung der Möglichkeiten woher man seine Kaninchen bekommen kann.
Im Anschluss daran folgen die Themen Quarantäne, Zusammenführung und Verhalten, ebenso wie Beschäftigung und Spielzeug.
Ein großer Teil des Buches ist dann dem Thema Unterbringung und Gehege, sowohl Innen- als auch Außenhaltung gewidmet, Einrichtungsmöglichkeiten, Größe, Einstreu etc., kein wichtiger Punkt kommt zu kurz. Fotos geben Anregungen und geben Ideen für die Gestaltung eines eigenen Geheges. Die gezeigten Gehege sind praxiserprobte Gehege von Privathaltern, die sich im Kaninchenalltag bewährt haben.
Schön ist auch, das nächste ausführliche Kapitel zur Fütterung, insbesondere die kommentierten Frischfutterlisten sind dem unerfahrenen Halter (und sicher auch dem ein oder anderen "Oldie") eine große Hilfe. Das Thema Trockenfutter "ja" oder "nein" wird sachlich und objektiv behandelt und klar gegliedert, welches Trockenfutter unbedingt zu vermeiden ist und welches in bestimmten Fällen sinnvoll sein kann. Ein Beispielfutterplan hilft Anfängern einzuschätzen, wie viel ihre Tiere zu fressen brauchen.
Eine Tabelle mit Krankheitsanzeichen und möglichen Ursachen sowie kranheitsauslösenden Faktoren eröffnen das nächste Kapitel, das unter anderem noch Regeln für den Tierarztbesuch, Medikamentengabe, Zwangsernährung und Impfungen behandelt und zum Abschluss die gängigsten Kaninchenkrankheiten kurz erläutert.
Das letzte Kapitel behandelt das Thema Zucht. Es wird deutlich auf die Gefahren und nötigen Vorkenntnisse hingewiesen. Die Erläuterungen aus diesem Kapitel können für Halter, die plötzlich mit einem Unfallwurf, einer trächtigen Häsin o.ä. dastehen, sicher sehr hilfreich sein.
Mein einziger kleiner Kritikpunkt wäre die Struktur des Buches. An manchen Stellen würde ich eine andere Reihenfolge vorziehen, ansonsten gibt es höchstens Kleinigkeiten, die aber wohl einfach Ansichtssache sind. Letztendlich aber tut das dem sehr gelungenen Werk keinen Abbruch, es gibt wohl kaum ein Buch auf dem Markt das auch nur annähernd so umfangreich ist wie dieses, es ist seinen etwas höheren Preis also durchaus wert!
Pilar Fürst für die Kleintierhilfe München
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Kaninchen im Außengehege - Monika Wegler - GU-Verlag
64 Seiten, Format 20,0 x 16,5 cm, 7,90 EUR, ISBN 9783833808661

Monika Weglers neuestes Werk ist meiner Meinung nach ein durchaus gelungenes Buch zur Kaninchenhaltung. Das Buch erklärt kurz und knapp das Wichtigste über Kaninchen und ihre Bedürfnisse mit besonderem Schwerpunkt auf der Außenhaltung. Es werden die Außengehege von Kaninchenhaltern beispielhaft vorgestellt, viele Bilder geben Anregungen für den evtl. geplanten Eigenbau. Es wird auf die möglichen Gefahren und daraus resultierenden notwendigen Sicherheitsmaßnahmen, sowie auf die Überlegungen zum geeigneten Standort hingewiesen. Darüber hinaus kommen Themen wie Fütterung, Zusammenführung, Gesundheit etc. nicht zu kurz, denn auch Kaninchen in Außenhaltung müssen gefüttert und zusammengeführt werden, oder werden auch mal krank. Das Buch bietet zum kleinen Preis, sowohl für Anfänger in Sachen Kaninchenhaltung als auch für "fortgeschrittene" Halter alles was man wissen muss. Dazu besticht es mit den gewohnt schönen Bildern der Autorin und Fotografin.
Pilar Fürst für die Kleintierhilfe
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Kleines Handbuch zum Langohrtraumzuhause Informationen von Kaninchenhaltern für Kaninchenhalter
Für Einsteiger und Fortgeschrittene sehr empfehlenswert
Kosten 6,10 EUR + Versand
Bitte direkt beziehen bei
Sonja Tschöpe
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