Die Gnadenhoftiere der Kleintierhilfe München

Auf dieser Seite möchten wir unsere Gnadenhoftiere vorstellen. Natürlich ist unser primäres Ziel bei jedem Tier das wir aufnehmen die Vermittlung, aber manchmal machen besondere Umstände, meist chronische Krankheiten, die lebenslange Medikamente erforden, dies unmöglich. Diesen Tieren bieten wir ein Plätzchen auf Lebenszeit in einer unserer Pflegestellen.

Manche unserer Tiere haben das große Glück besonders liebe Menschen zu finden, die dabei helfen, die enormen Kosten zu tragen, sei es durch eine einmalige Spende oder durch eine Patenschaft. Wenn auch Sie eines unserer Gnadenhoftiere unterstützen möchten, schicken Sie uns eine Mail. Natürlich bekommen Sie von Ihrem "Patenkind" dann regelmäßig Post und Fotos.


Gnadenhofkaninchen Yuma

Gnadenhofschweinchen Strolchi

Gnadenhofschweinchen Wuki

In Memory: Gnadenhofkaninchen Mokka

In Memory: Gnadenhofschweinchen Cola

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Yuma


Yumas Patin: Renate H.

Yuma kam im September 2009 im Alter von 2 Jahren zur Kleintierhilfe und lebt seitdem in unserer Pflegestelle. Yuma wurde als Baby wohl fallen gelassen, getreten oder in der Tür eingeklemmt, denn sie hatte eine Verletzung der Wirbelsäule und einen Beckenbruch. Dadurch konnte sie sich kaum bewegen und hatte außerdem panische Angst vor Menschen und auch vor anderen Kaninchen, sie biss und knurrte wenn man sie berühren wollte und schrie wenn man sie hochnehmen wollte. Yuma leidet bis heute unter ihren Verletzungen, sie kann nicht Männchen machen, auf erhöhte Aussichtsplätze hüpfen oder sich richtig putzen. Wir müssen auch befürchten, dass sie früher oder später unter Arthrose leiden wird, durch die ständige Fehlbelastung der Knochen.
Yuma lernt nun in der Pflegestelle ganz langsam Vertrauen zu Artgenossen aufzubauen, was ihr sehr sehr schwer fällt. Auch zu uns Menschen fasst sie ganz ganz langsam mehr Vertrauen und wir hoffen, dass wir ihr mit der richtigen Behandlung auch noch den Alltag erleichern können, auch wenn ihre Verletzungen an Wirbelsäule und Becken wohl ein dauerhaftes Problem bleiben werden.

Mehr Fotos von Yuma gibt es hier zu sehen: Fotogalerie


Strolchi

Strolchis Paten: Denise K., Petra L. und Birgit F.

Strolchi kam im Mai 2009 in unsere Gautinger Pflegestelle. Er hatte Zeit seines Lebens mit einem anderen Böckchen verbracht, der wenige Tage vorher verstorben war. Wir waren guter Dinge ihn nach seiner Kastration bald zu Mädels vermitteln zu können, doch leider kam es ein wenig anders. Bei der Kastra wurde ein Tumor festgestellt, der in einer zweiten Operation entfernt wurde. Glück im Unglück, denn zumindest konnte er komplett entfernt werden. Strolchi hat dies trotz seiner 5 Lebensjahre recht gut weggesteckt, litt aber unheimlich unter der Einsamkeit und als er immer trauriger wurde haben wir ihm Gesellschaft aus einer anderen Pflegestelle geholt. Flugs wurde ein Bodengehege aufgebaut und er durfte so zumindest neben Ricchie und dessen Tante Viola seine Tage verbringen. Sofort war er wie verwandelt, fing an wie ein Scheunendrescher zu futtern, wurde aktiv und erholte sich zusehends. Nach Ablauf seiner Kastrationsquarantäne bekam er dann erst ein Mädel und alsbald noch ein zweites dazu, letzteres nur für ein paar kurze Wochen, weil für Vanilli schnell ein Traumplatz gefunden wurde.

Leider stellten wir fest, dass Strolchi trotz vieler Immunaufbaumaßnahmen gegen jedweden Stress sehr anfällig war und sofort mit heftigen Erkältungen reagierte, die zu Anfang auch nur mit Antibiotikum in den Griff zu bekommen waren. Doch schließlich war er fit und munter, die Lunge frei und seine Blutergebnisse ein Traum. Und es meldete sich eine Interessentin, die seine Vorgeschichte auch nicht abschreckte und so hatte er ein echtes Traumzuhause bei fünf Mädels in Aussicht, in das er sogar seine große Liebe Miep-Miep hätte mitbringen dürfen. Genau - HÄTTE ... denn wenige Tage vor dem geplanten Umzug kam die nächste Erkältungsattacke und damit für uns die Entscheidung, dass er keinerlei Stress mehr ausgesetzt wird und fünf Mädels zu viel für ihn wären.

Daher haben wir uns entschlossen, dass Strolchi mit seiner Miep-Miep zusammen seinen Lebensabend bei uns verbringen darf und so bei Bedarf jederzeit die richtigen Medikamente zur Verfügung steht und auch die Tierärztin, die ihn schon gut kennt.

Weil die beiden den Winter nicht in der Gautinger Pflegestelle verbringen können, da es hier an einer Heizung mangelt, durften sie zu unserer Anja nach Kirchheim übersiedeln, von der sie liebevoll umsorgt werden. Dank Anja haben sie nun einen wunderschönen und stressfreien Altersruhesitz.

Strolchi sagt einen herzlichen Muig-Dank an seine Patentanten Denis und Petra und auch an Birgit, die ihn mit einer Spende unterstützt hat.

Mehr Fotos von Strolchi und seiner Miep-Miep gibt es hier zu sehen: Fotogalerie


Wuki

Wukis Paten: Anja, Birgit F. und Pilar

Meerschweinchendame Wuki kam im September 2009 zur Kleintierhilfe und sollte abgegeben werden weil ihr Partner gestorben war. Zu diesem Zeitpunkt war Wuki bereits 6 Jahre alt und völlig verwahrlost. Das Fell völlig ungepflegt und verfilzt, die Ohren massiv entzündet, die Ballen wund, die Schneidezähne gesplittert, seit Jahren litt sie unter unbehandeltem Milbenbefall und außerdem hat Wuki Zysten mit bereits vorhandenen Verwachsungen im Bauchraum. Ihr Rücken und Bauch sind fast komplett kahl, zum einen auf Grund er Zysten und Milben, zum anderen vermutlich auch auf Grund schlechter Ernährung.
Es wird noch geraume Zeit dauern, bis Wuki wieder einigermaßen fit ist. Daher haben wir uns gegen eine Vermittlung entschieden, sie müsste sonst einfach zu lange warten. Zunächst müssen ihre Ohren, die Haut, die Zähne, die Mangelerscheinungen etc. behandelt werden. Für die Zysten wird Wuki den Rest ihres Lebens Medikamente bekommen müssen aber wir hoffen, dass sie noch lange bei uns sein darf, damit sie ihr wohlverdientes Gnadenbrot noch lange genießen kann.

Mehr Fotos von Wuki gibt es hier zu sehen: Fotogalerie


Mokka ( t 11. August 2009)


Mokkas Paten: Birgit F., Yvonne B., Luzia O.

Mokka kam im Dezember 2008 Alter von 5 Jahren zur Kleintierhilfe. Zu diesem Zeitpunkt litt sie sehr stark an Enzephalitozoonose, einer Krankheit die das zentrale Nervensystem angreift. Außerdem machte ihr ein Auge starke Probleme, die nicht in den Griff zu bekommen waren. Bei der Kastration wurde daher das Auge entfernt. Dabei wurde auch festgestellt, dass die Gebärmutter bereits tumorös verändert war.
Der Krebs und die Enzephalitozoonose, die über Jahre hinweg unbehandelt geblieben war, sind unheilbare Krankheiten, die Mokkas Lebensqualität mitunter stark beeinträchtigen. Durch die Schädigung des Nervensystems kann sie nicht mehr normal hoppeln, die Hinterbeinnerven sind schon zu stark betroffen. Sie bekommt Medikamente, die ihr sehr gut helfen und die dafür sorgen, dass sie mit diesem Zustand sehr gut leben und mit ihren 4 Partnertieren um die Wette hoppeln kann. Männchen machen kann sie aber z.B. nicht. Außerdem sind auch die Nieren und die Blase bereits geschädigt, sei es durch die Enzephalitozoonose oder durch den Krebs oder beides. Seitdem ist sie nicht mehr stubenrein, sie hat nicht mehr unter Kontrolle wo oder wann sie sich erleichtert. Da sie dennoch nicht auf käfigfreie Haltung verzichten soll, lebt sie in einem großen Gehege mit waschbaren Teppichen, die täglich gewechselt und gewaschen werden müssen. Außerdem leidet Mokka unter wiederkehrenden kleinen Abszessen an der Schnauze.

Alles in allem war klar, dass so ein Tier keine Chance mehr auf Vermittlung hat. Nicht nur wegen der Umstände, die ihre Krankheiten mit sich bringen sondern auch wegen der hohen Tierarztkosten. Denn tierärztliche Behandlung wird sie den Rest ihres Lebens benötigen ebenso wie viele teure Medikamente, die ihre Lebensqualität steigern. Um ihr all das und ein Leben mit Artgenossen zu ermöglichen, haben wir beschlossen sie als Gnadenhoftier aufzunehmen und ihr ihren Lebensabend so schön wie möglich zu gestalten.

Mokka lebte noch 7 Monate als Gnadenhoftier der Kleintierhilfe München in unserer Pflegestelle und genoss jeden Augenblick bis wir sie am 11. August 2009 gehen lassen mussten. Ein großes DANKESCHÖN an ihre lieben Paten und alle, die je für sie gespendet haben!


Cola( t 26. März 2010)


Colas Paten: Birgit B., Birgit F., Linda K.

Am 02. Dezember 2009 kam sie zusammen mit vielen ihrer Freunde aus miserabler Haltung zu uns. Die ersten Tage ließen sich noch verheißungsvoll an, aus 616 Gramm Meerschwein wurden mit gesundem Futter und Aufbaumitteln zur Erstversorgung der Notfalltiere, schnell 700 Gramm. Doch zwischen Weihnachten und Neujahr veränderte sich Colas Zustand drastisch. Das Gewicht begann zu fallen, das Fell wurde struppiger und die Sorge wuchs. Richtig Angst wurde uns nach Urintest und Blutbild und dem Auffinden von Schweinchen Ronja, das aus dem gleichen Notfall stammte und in einer privaten Pflegestelle untergekommen war. Gegen Ronja war Cola mit ihren nur noch 490 Gramm ein propperes Schweinchen. Die Diagnose lautete in beiden Fällen ... schwere Nieren- und Leberschädigungen durch die miserable Haltung. Die Tiere hatten kaum Wasser zur Verfügung, lebten praktisch im Dunkeln und wurden mit rohen Kartoffelschalen ernährt, die den Körper vergiften. Die Schulmedizin konnte uns hier leider auch nicht mehr weiterhelfen, aber Dank Andreas homöopathischer Hilfe hat Cola zumindest eine Chance bekommen. Ende Februar standen wir bei rund 600 Gramm und die kleine Maus wehrte sich inzwischen mit der Kraft einer Deutschen Dogge gegen manche ihrer wichtigen Medikamente.

Unser hoffnungsvoller Optimismus wurde Mitte März jäh gebremst, das Gewicht begann wieder zu fallen und dieses Mal gab es keine neuen Zauberwaffen mehr, sie war rundum perfekt mit Medikamenten versorgt. Die Schäden an dem kleinen Organismus waren einfach zu groß, es war zu spät gewesen. Am 24. März machte Cola den versprochenen Ausflug auf die Wiese ... am 26. schlief sie in meinen Armen ein. Wir hoffen, dass diese wenigen guten Wochen zumindest ein Fünkchen von dem Leid gut machen konnten, was ihr widerfahren ist.



FOTOGALERIE

Wuki
Wukis kahler Bauch
Kahle Stellen am Rücken
Nach 3 Wochen in der Pflegestelle
Strolchi
Kuckucks
Miep-Miep
Yumas misstrauischer Blick
...und ihre schiefe Körperhaltung