Die Gnadenhoftiere der Kleintierhilfe München

Auf dieser Seite möchten wir unsere Gnadenhoftiere vorstellen. Natürlich ist unser primäres Ziel bei jedem Tier das wir aufnehmen die Vermittlung, aber manchmal machen besondere Umstände, meist chronische Krankheiten, die lebenslange Medikamente erforden, dies unmöglich. Diesen Tieren bieten wir ein Plätzchen auf Lebenszeit in einer unserer Pflegestellen.

Manche unserer Tiere haben das große Glück besonders liebe Menschen zu finden, die dabei helfen, die enormen Kosten zu tragen, sei es durch eine einmalige Spende oder durch eine Patenschaft. Wenn auch Sie eines unserer Gnadenhoftiere unterstützen möchten, schicken Sie uns eine Mail. Natürlich bekommen Sie von Ihrem "Patenkind" dann regelmäßig Post und Fotos.


Gnadenhofschweinchen Sammy

Gnadenhofschweinchen Johanna

Gnadenhofkaninchen Mömmes

Im Memory: Gnadenhofkaninchen Turbo

In Memory: Gnadenhofschweinchen Strolchi

In Memory: Gnadenhofkaninchen Yuma

In Memory: Gnadenhofschweinchen Wuki

In Memory: Gnadenhofkaninchen Mokka

In Memory: Gnadenhofschweinchen Cola

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Sammy

Sammys Paten: Heike W.



In diesem Elend hat Sammys Leben seinen Anfang genommen, denn irgendwo auf diesem Bild sitzt seine hochträchtige Mama. Am 27. November 2009 kam sie zusammen mit über 20 anderen Meerschweinchen zu uns und hat noch am selben Tag vier kleine Jungs zur Welt gebracht. Eines von Sammys Brüderchen ging leider schon nach wenigen Tagen über die Regenbogenbrücke, er und die anderen beiden Jungs hatten aber auch schwer an den Folgen der miserablen Haltung zu kämpfen. Die ersten Wochen entwickelten sie sich mehr recht als schlecht, ihre Urinwerte waren erschreckend und an Kastration nicht zu denken. Also mussten sie leider die ersten Monate zusammen mit einem älteren Bock als Boygroup verbringen. Doch irgendwann wurden die Urinwerte dank ständiger Behandlung besser und als die Rappelphase so richtig im Gange war konnten wir auch endlich die Kastrationen wagen ... und alle haben sie prima überstanden. Nur Sammys Werte sind bis heute leider trotzdem nicht optimal und so haben wir uns entschlossen ihn als Gnadenhofschweinchen bei uns zu behalten.

Der lustige Knopf hatte das riesen Glück, dass unsere Sabine in Nürnberg einen neuen Haremswächter für ihre Mädelstruppe brauchte und so darf er nun als Nachfolger von ihrem Speedy einen ganzen Hühnerhaufen ... ähh sorry, Meeridamentrupp meinte ich natürlich ... bebrommseln und tut das mit großer Begeisterung. Auch wenn Sammy vielleicht niemals ein sehr altes Schweinchen werden darf, so darf er nun wenigstens ein glückliches Leben führen und wir hoffen ihm noch eine lange, wundervolle Zeit schenken zu können.

Und hier ist der kleine Mann mit einem Teil seiner Mädels:





Johanna



Johannas Patin: Dagmar V.


Johanna kam mit 16 anderen Meerschweinchen von einem Ferienbauernhof in der Oberpfalz zu uns. Schon alleine sie aus dem Karton heben zu müssen tat uns selber weh, denn ihr kleiner Körper war eine einzige Wunde. Wodurch genau diese schlimmen Verletzungen entstanden sind wissen wir nicht, aber da sie nicht das einzige Tier mit Wunden dieser Art war (allerdings das mit den großflächigsten), vermuten wir, dass in den winzigen Verschlägen ein Loch im verrosteten Gitter gewesen ist, durch das die Tiere fliehen wollten.

Die Behandlung von Johanna hat sich über vier Monate hingezogen, die ersten Wochen waren furchtbar, weil sie immer wieder Krampfanfälle bekam und wir ständig zwischen Euthanasie und Hoffnung hin und her gerissen waren. Es tat uns in der Seele weh sie so leiden zu sehen. Aber wir haben es gemeinsam geschafft, Johanna hat uns immer wieder ihren Lebenswillen gezeigt und nach Monaten mit unzähligen Medikamenten, Bandagen und selbstgenähten Schweinchenbodies hat sie es geschafft. Zwar wächst das Fell teilweise nicht mehr nach, aber wen stört das? Nach dem, was diese kleine Schweinchenseele alles durchmachen musste haben wir entschieden, dass sie bei uns als Gnadenhofschweinchen bleiben darf. Sie lebt bei mir in Gauting in einer Vierergruppe und hat inzwischen auch den Job als meine persönliche Homepageberichterstatterin bekommen. Nur eines hat Johanna noch nicht … einen Patenonkel oder ein Patentantchen, worüber sie sich sehr freuen würde.

Und das ist aus dem armen Würmchen geworden ... ein rundum fröhliches Moppelchen:







Mömmes


Mömmes Patin: Michi S.

Mömmes wurde im Oktober 2011 im Alter von 8 Jahren, namenlos bei der Kleintierhilfe abgegeben, nachdem ihr Partner verstorben war. Schon der erste Blick auf sie ließ Schlimmes erahnen: ihre Krallen waren so lang, dass sie sich bereits eingerollt und einmal komplett im Kreis gewachsen waren. Ein Wunder, dass die Kleine überhaupt noch Laufen konnte, wenn sie es denn konnte. Diesen Beweis musste sie nie antreten, denn unsere erste Tat war selbstverständlich eine Pediküre. Man möge uns auch verzeihen, dass wir keine Vorher-Nacher-Fotos gemacht haben, wir wollten sie einfach so schnell wie möglich von ihrer Qual befreien. Leider scheint es jedoch so, dass Mömmes schon mehrere Jahre so herumlaufen bzw. sitzen musste, denn trotz der nun geschnittenen Krallen, ist ihre Beinstellung nicht in Ordnung, was ihr aber zum Glück bis dato keine Probleme zu machen scheint. Leider war das aber noch nicht alles, denn Mömmes hat eine tumorös veränderte Gesäugeleiste sowie Gebärmutter und auf Grund des fortgeschrittenen Stadiums sowie ihres hohen Alters steht eine OP nicht mehr zur Debatte. Die Tierärztin hat ihr noch 6 - 12 Monate zu leben gegeben. Daher haben wir uns entschlossen, Mömmes nicht mehr zu vermitteln, sondern ihr einen Gnadenhofplatz zu geben, so dass sie nicht länger auf Gesellschaft warten muss. Nun lebt sie zusammen mit vier langohrigen Freunden in Pilars Freigehege und genießt den täglichen Auslauf im Garten und die Kuscheleinheiten von ihren neuen Kumpels. Die haben Mömmes zum Glück herzlich in ihrer Mitte aufgenommen, so dass sie ihre restliche und hoffentlich noch sehr lange Zeit in vollen Zügen genießen kann.
Natürlich wird sie auch behandelt, denn zumindest medikamentös wollen wir alles in unserer Macht stehende tun, um ihr Leben zu verlängern. Und wie man sieht, lohnt es sich, denn die freche Mömmes, hat in wenigen Minuten ihr neues Heim erobert und nutzt seitdem den vorhandenen Platz zum Toben wie ein junger Hüpfer!


Jetzt hoffen wir, dass sie ihr Leben noch möglichst lange genießen kann, denn ihre acht Jahre merkt man ihr wirklich nicht an. In der Gruppe hat sie sich innerhalb kürzester Zeit ihren Platz erklämpft und auch die neue Umgebung konnte die selbstbewusste Dame nicht im Geringsten einschüchtern. Wir drücken also die Daumen, dass sie auch im Kampf gegen die Tumore so taff ist und noch eine schöne Zeit vor sich hat.



Turbo( t 13. Juli 2011)


Turbos Paten: Andreas H. und Renate H.

Turbo kam im Dezember 2010 zur Kleintierhilfe München. Er war im Sommer im Tierheim abgegeben worden, wo man feststellte, dass er deutliche Probleme mit den Backenzähnen hat. Sie müssen ihm regelmäßig gekürzt werden. Als wir auf Turbo aufmerksam wurden, stand gerade die Überlegung im Raum, ihn einzuschläfern, da man im Tierheim nicht die Möglichkeit hatte, Turbo so zu versorgen, wie es nötig gewesen wäre. Der Tierarzt kürzte die Zähne nur unter Narkose, was Turbos Organismus schwer belastete. Außerdem saß er in einer größeren Gruppe mit gesunden Tieren und bekam dementsprechend zu wenig zu Fressen ab, da er am langsamsten fraß. Dadurch nahm er kontinuierlich ab (er war wirklich nur noch Haut und Knochen), hatte ständig Verdauungsprobleme (auch auf Grund der Narkosen) und die Chance auf Vermittlung gab es praktisch nicht.
Doch der kleine Kerl war munter und lebensfroh und wir brachten es nicht übers Herz, tatenlos zuzusehen. Also zog Turbo zur Kleintierhilfe, wo die 9-jährige Socke (ebenfalls ein Zahnpatient) seine neue Gefährtin wurde. Es war Liebe auf den ersten Blick und die beiden sind ein Traumpaar wie es schöner nicht sein könnte. Den ganzen Tag drücken sie sich eng aneinander, keiner macht einen Schritt ohne den anderen. Nun werden sie gemeinsam gepäppelt und schon nach kurzer Zeit hat sich gezeigt, dass Turbo futtern will, wenn er kann. Er bekommt nun geraspeltes Gemüse, dazu Päppelnahrung, die er quasi inhaliert! Leider sind die Verdauungsprobleme bisher geblieben, mal plagen sie ihn mehr, mal weniger. Er bekommt natürlich unterstützende Medikamente. Auch die Zähne werden weiterhin regelämßig gekürzt, bei unserer Tierärztin ohne Narkose, was sich Turbo problemlos gefallen lässt. Ein Röntgenbild von seinem Schädel hat leider gezeigt, dass einige seiner Zahnwurzeln nicht so wachsen, wie sie sollten. Eine davon drückt auf sein linkes Auge, das dadurch immer leicht gereizt ist, was aber nun behandelt wird. Noch ist eine OP nicht nötig, aber es ist gut möglich, dass Turbo früher oder später "Zähne lassen" muss.Wir hoffen natürlich das Gegenteil!

Turbo beweist in der Pflegestelle täglich, dass sein Leben es wert war gerettet zu werden. Sobald man "sein" Zimmer betritt, kommt er angeschossen wie eine Rakete (und macht damit seinem Namen alle Ehre!) und bettelt um Leckerchen was das Zeug hält. Und seinen treuen Augen kann auch niemand widerstehen!

Am 13. Juli 2011 hat der kleine Turbolino still und heimlich seine letzte Reise angetreten. Wenige Stunden zuvor war er noch quietschvergnügt und tobte wild durch den Garten. Wir trösten uns damit, dass er zumindest noch einen Sommer im Garten erleben und inmitten seiner vielen Freunde gehen durfte. Danke kleiner Turbo, dass du bei uns warst! Jetzt bist du wieder bei Socke und Suki, deinen beiden Freundinnen hier auf Erden, dir dir schon vorausgehoppelt sind. Habt viel Spaß im Regenbogenland!

Ein liebes Dankeschön an all seine Paten, dass ihr ihm diese letzten schönen Monate ermöglicht habt!




Strolchi ( t 27. Mai 2011)

Strolchis Paten: Denise K., Petra L. und Birgit F.

Strolchi kam im Mai 2009 in unsere Gautinger Pflegestelle. Er hatte Zeit seines Lebens mit einem anderen Böckchen verbracht, der wenige Tage vorher verstorben war. Wir waren guter Dinge ihn nach seiner Kastration bald zu Mädels vermitteln zu können, doch leider kam es ein wenig anders. Bei der Kastra wurde ein Tumor festgestellt, der in einer zweiten Operation entfernt wurde. Glück im Unglück, denn zumindest konnte er komplett entfernt werden. Strolchi hat dies trotz seiner 5 Lebensjahre recht gut weggesteckt, litt aber unheimlich unter der Einsamkeit und als er immer trauriger wurde haben wir ihm Gesellschaft aus einer anderen Pflegestelle geholt. Flugs wurde ein Bodengehege aufgebaut und er durfte so zumindest neben Ricchie und dessen Tante Viola seine Tage verbringen. Sofort war er wie verwandelt, fing an wie ein Scheunendrescher zu futtern, wurde aktiv und erholte sich zusehends. Nach Ablauf seiner Kastrationsquarantäne bekam er dann erst ein Mädel und alsbald noch ein zweites dazu, letzteres nur für ein paar kurze Wochen, weil für Vanilli schnell ein Traumplatz gefunden wurde.

Leider stellten wir fest, dass Strolchi trotz vieler Immunaufbaumaßnahmen gegen jedweden Stress sehr anfällig war und sofort mit heftigen Erkältungen reagierte, die zu Anfang auch nur mit Antibiotikum in den Griff zu bekommen waren. Doch schließlich war er fit und munter, die Lunge frei und seine Blutergebnisse ein Traum. Und es meldete sich eine Interessentin, die seine Vorgeschichte auch nicht abschreckte und so hatte er ein echtes Traumzuhause bei fünf Mädels in Aussicht, in das er sogar seine große Liebe Miep-Miep hätte mitbringen dürfen. Genau - HÄTTE ... denn wenige Tage vor dem geplanten Umzug kam die nächste Erkältungsattacke und damit für uns die Entscheidung, dass er keinerlei Stress mehr ausgesetzt wird und fünf Mädels zu viel für ihn wären.

Daher haben wir uns entschlossen, dass Strolchi mit seiner Miep-Miep zusammen seinen Lebensabend bei uns verbringen darf und so bei Bedarf jederzeit die richtigen Medikamente zur Verfügung steht und auch die Tierärztin, die ihn schon gut kennt.

Weil die beiden den Winter nicht in der Gautinger Pflegestelle verbringen können, da es hier an einer Heizung mangelt, durften sie zu Anja nach Kirchheim übersiedeln, von der sie liebevoll umsorgt werden. Dank Anja haben sie nun einen wunderschönen und stressfreien Altersruhesitz.

Strolchi sagt einen herzlichen Muig-Dank an seine Patentanten Denise und Petra und auch an Birgit, die ihn immer wieder mit einer Spende unterstützt hat.

Leider hatte sich Strolchis Zustand im Mai 2011 wieder einmal verschlechtert, aber Anja war zuversichtlich es mit Antibiotikum wieder in den Griff zu bekommen ... wie schon so oft. Doch leider war dieses Mal keine Besserung mehr eingetreten und Strolchi musste am 27. Mai 2011 seine letzte Reise antreten. Doch wir sind dankbar und glücklich, dass Strolchi noch über zwei Jahre ein wundervolles Leben mit seiner Freundin Miep genießen durfte.



Yuma( t 01. September 2010)


Yumas Patin: Renate H.

Yuma kam im September 2009 im Alter von 2 Jahren zur Kleintierhilfe und lebt seitdem in unserer Pflegestelle. Yuma wurde als Baby wohl fallen gelassen, getreten oder in der Tür eingeklemmt, denn sie hatte eine Verletzung der Wirbelsäule und einen Beckenbruch. Dadurch konnte sie sich kaum bewegen und hatte außerdem panische Angst vor Menschen und auch vor anderen Kaninchen, sie biss und knurrte wenn man sie berühren wollte und schrie wenn man sie hochnehmen wollte. Yuma leidet bis heute unter ihren Verletzungen, sie kann nicht Männchen machen, auf erhöhte Aussichtsplätze hüpfen oder sich richtig putzen. Wir müssen auch befürchten, dass sie früher oder später unter Arthrose leiden wird, durch die ständige Fehlbelastung der Knochen.
Yuma lernt nun in der Pflegestelle ganz langsam Vertrauen zu Artgenossen aufzubauen, was ihr sehr sehr schwer fällt. Auch zu uns Menschen fasst sie ganz ganz langsam mehr Vertrauen und wir hoffen, dass wir ihr mit der richtigen Behandlung auch noch den Alltag erleichern können, auch wenn ihre Verletzungen an Wirbelsäule und Becken wohl ein dauerhaftes Problem bleiben werden.

Yuma hat uns am 1. September 2010 ganz plötzlich und ohne Vorankündigung verlassen. Ein Jahr lang war lebte sie als Gnadenhofkaninchen der Kleintierhilfe in einer 5er Gruppe und konnte so doch noch erfahren, was Freunde sind und was es bedeutet viel Platz zu haben. Mach´s gut, kleine tapfere Maus und hab ein Auge auf deine Lieben.





Wuki ( t 07. August 2010)

Wukis Paten: Anja, Birgit F. und Pilar

Meerschweinchendame Wuki kam im September 2009 zur Kleintierhilfe und sollte abgegeben werden weil ihr Partner gestorben war. Zu diesem Zeitpunkt war Wuki bereits 6 Jahre alt und völlig verwahrlost. Das Fell völlig ungepflegt und verfilzt, die Ohren massiv entzündet, die Ballen wund, die Schneidezähne gesplittert, seit Jahren litt sie unter unbehandeltem Milbenbefall und außerdem hat Wuki Zysten mit bereits vorhandenen Verwachsungen im Bauchraum. Ihr Rücken und Bauch sind fast komplett kahl, zum einen auf Grund er Zysten und Milben, zum anderen vermutlich auch auf Grund schlechter Ernährung.
Es wird noch geraume Zeit dauern, bis Wuki wieder einigermaßen fit ist. Daher haben wir uns gegen eine Vermittlung entschieden, sie müsste sonst einfach zu lange warten. Zunächst müssen ihre Ohren, die Haut, die Zähne, die Mangelerscheinungen etc. behandelt werden. Für die Zysten wird Wuki den Rest ihres Lebens Medikamente bekommen müssen aber wir hoffen, dass sie noch lange bei uns sein darf, damit sie ihr wohlverdientes Gnadenbrot noch lange genießen kann.

Wuki verstarb leider am 7. August 2010. Leb wohl, kleine Maus. Wir hoffen, dass die letzten 10 Monate für die vielen Jahre vorher ein klein bisschen entschädigt haben und du sie genossen hast.



Mokka ( t 11. August 2009)


Mokkas Paten: Birgit F., Yvonne B., Luzia O.

Mokka kam im Dezember 2008 Alter von 5 Jahren zur Kleintierhilfe. Zu diesem Zeitpunkt litt sie sehr stark an Enzephalitozoonose, einer Krankheit die das zentrale Nervensystem angreift. Außerdem machte ihr ein Auge starke Probleme, die nicht in den Griff zu bekommen waren. Bei der Kastration wurde daher das Auge entfernt. Dabei wurde auch festgestellt, dass die Gebärmutter bereits tumorös verändert war.
Der Krebs und die Enzephalitozoonose, die über Jahre hinweg unbehandelt geblieben war, sind unheilbare Krankheiten, die Mokkas Lebensqualität mitunter stark beeinträchtigen. Durch die Schädigung des Nervensystems kann sie nicht mehr normal hoppeln, die Hinterbeinnerven sind schon zu stark betroffen. Sie bekommt Medikamente, die ihr sehr gut helfen und die dafür sorgen, dass sie mit diesem Zustand sehr gut leben und mit ihren 4 Partnertieren um die Wette hoppeln kann. Männchen machen kann sie aber z.B. nicht. Außerdem sind auch die Nieren und die Blase bereits geschädigt, sei es durch die Enzephalitozoonose oder durch den Krebs oder beides. Seitdem ist sie nicht mehr stubenrein, sie hat nicht mehr unter Kontrolle wo oder wann sie sich erleichtert. Da sie dennoch nicht auf käfigfreie Haltung verzichten soll, lebt sie in einem großen Gehege mit waschbaren Teppichen, die täglich gewechselt und gewaschen werden müssen. Außerdem leidet Mokka unter wiederkehrenden kleinen Abszessen an der Schnauze.

Alles in allem war klar, dass so ein Tier keine Chance mehr auf Vermittlung hat. Nicht nur wegen der Umstände, die ihre Krankheiten mit sich bringen sondern auch wegen der hohen Tierarztkosten. Denn tierärztliche Behandlung wird sie den Rest ihres Lebens benötigen ebenso wie viele teure Medikamente, die ihre Lebensqualität steigern. Um ihr all das und ein Leben mit Artgenossen zu ermöglichen, haben wir beschlossen sie als Gnadenhoftier aufzunehmen und ihr ihren Lebensabend so schön wie möglich zu gestalten.

Mokka lebte noch 7 Monate als Gnadenhoftier der Kleintierhilfe München in unserer Pflegestelle und genoss jeden Augenblick bis wir sie am 11. August 2009 gehen lassen mussten. Ein großes DANKESCHÖN an ihre lieben Paten und alle, die je für sie gespendet haben! Lass es dir gut gehen, kleine Mokka und vergiss nie die vielen Menschen, denen du in der kurzen Zeit deines Besuches so viel bedeutet hast und die dich nie vergessen werden!


Cola( t 26. März 2010)


Colas Paten: Birgit B., Birgit F., Linda K.

Am 02. Dezember 2009 kam sie zusammen mit vielen ihrer Freunde aus miserabler Haltung zu uns. Die ersten Tage ließen sich noch verheißungsvoll an, aus 616 Gramm Meerschwein wurden mit gesundem Futter und Aufbaumitteln zur Erstversorgung der Notfalltiere, schnell 700 Gramm. Doch zwischen Weihnachten und Neujahr veränderte sich Colas Zustand drastisch. Das Gewicht begann zu fallen, das Fell wurde struppiger und die Sorge wuchs. Richtig Angst wurde uns nach Urintest und Blutbild und dem Auffinden von Schweinchen Ronja, das aus dem gleichen Notfall stammte und in einer privaten Pflegestelle untergekommen war. Gegen Ronja war Cola mit ihren nur noch 490 Gramm ein propperes Schweinchen. Die Diagnose lautete in beiden Fällen ... schwere Nieren- und Leberschädigungen durch die miserable Haltung. Die Tiere hatten kaum Wasser zur Verfügung, lebten praktisch im Dunkeln und wurden mit rohen Kartoffelschalen ernährt, die den Körper vergiften. Die Schulmedizin konnte uns hier leider auch nicht mehr weiterhelfen, aber Dank Andreas homöopathischer Hilfe hat Cola zumindest eine Chance bekommen. Ende Februar standen wir bei rund 600 Gramm und die kleine Maus wehrte sich inzwischen mit der Kraft einer Deutschen Dogge gegen manche ihrer wichtigen Medikamente.

Unser hoffnungsvoller Optimismus wurde Mitte März jäh gebremst, das Gewicht begann wieder zu fallen und dieses Mal gab es keine neuen Zauberwaffen mehr, sie war rundum perfekt mit Medikamenten versorgt. Die Schäden an dem kleinen Organismus waren einfach zu groß, es war zu spät gewesen. Am 24. März machte Cola den versprochenen Ausflug auf die Wiese ... am 26. schlief sie in meinen Armen ein. Wir hoffen, dass diese wenigen guten Wochen zumindest ein Fünkchen von dem Leid gut machen konnten, was ihr widerfahren ist.