Mömmes
2005 - 04.01.2012

Es ist noch gar nicht so lange her, im November des letzten Jahres war es, da haben wir euch unser neues Gnadenhofkaninchen Mömmes vorgestellt. Leider haben wir schon jetzt die traurige Nachricht von Mömmes Abschied. Die kleine Maus hat uns am 4. Januar zwar nicht ganz unerwartet aber dann doch sehr plötzlich verlassen. Schon an Heilig Abend ging es ihr nicht gut, doch bis zum neuen Jahr erholte sie sich wieder ein wenig. Selbst an ihrem Todestag verdrückte sie am Morgen noch eine Riesenportion ihres Päppelfutters nachdem sie die Gemüseration verschmäht hatte. Als ich das nächste Mal nach ihr gesehen habe, hatte sie sich schon auf den Weg gemacht. Still und heimlich und ohne die Chance, sich noch von ihr zu verabschieden. Doch zumindest von ihren Freunden war sie umgeben, als sie starb und es ist tröstlich zu wissen, dass sie nicht allein war.
Mömmes, du warst leider nicht lange bei uns und die Zeit, die uns blieb, um dir ein wirklich schönes Leben zu zeigen, war viel zu kurz. Ich hätte dir einen Sommer gewünscht, in dem du jeden Tag auf die Wiese darfst, dir die Sonne auf den Pelz scheinen lassen kannst und dir Löwenzahn schmecken lässt. Doch es es sollte nicht sein. Die letzten sonnigen Tage im November mussten genug sein und ich hoffe, du konntest ein bisschen von ihrer Wärme mitnehmen auf deine Reise zu den Sternen. Hier unten wirst du unvergessen bleiben.
Geschichten, wie die von Mömmes zeigen, dass wir leider viel öfter verlieren als gewinnen, wenn wir darum kämpfen, einem Tier noch ein schönes Leben zu zeigen, dass man nie zu lange warten sollte, denn es kann morgen schon zu spät sein. Mömmes durfte immerhin noch drei Monate erleben, wie schön ein Kaninchenleben sein kann, manche Tiere haben weniger Glück und sterben allein, ungeliebt und ohne je wirklich gelebt zu haben. Und wenn man sich fragt, warum man sich das immer wieder antut, warum man immer wieder totkranke Tiere aufnimmt, sein Herz an sie hängt, nur um sie kurz darauf begraben zu müssen, dann kann es darauf nur diese Antwort geben: Weil es das wert ist!
Egal ob es am Ende ein Tag, ein Monat, ein Jahr oder zehn waren. Und so schlimm es ist, dass es in diesem Fall nur drei kurze Monate waren, so sind es doch immerhin drei Monate gewesen. Drei Monate, die Mömmes ein Kaninchenleben geführt hat, wie es sein sollte! Und deshalb hinterlässt Mömmes, wie schon Mokka, Yuma und Turbo vor ihr ein Erbe, das an das nächste arme Langohr geht, das an unsere Tür klopft und, egal wie lange es auch immer sein wird, hier wieder ein Zuhause findet.
Liebe Grüße von Mömmes Pflegefrauchen Pilar
19. Januar 2012
Muig Muig, hier ist eure Johanna,
leider muss ich heute mal ein ernstes Thema ansprechen und euch auch um Hilfe dazu bitten. In den letzten Monaten haben sich die Nachrichten über Leukoseerkrankungen bzw. auch Todesfälle bei Schweinchen-
freunden gehäuft. Bei meinen Freunden hier ist zum Glück niemand betroffen, aber alle anderen Schweinchen liegen mir und der Kleintierhilfe ja auch sehr am Herzen und von daher wollen wir nun gerne gemeinsam versuchen etwas mehr in Erfahrung zu bringen, als uns die gängigen Internetseiten dazu bieten können.
Und dazu brauchen wir eure Erfahrungsberichte. Wer von euch hat / hatte ein Leukoseschweinchen oder ein Meerschweinchen mit Verdacht auf Leukose. Es wäre großartig, wenn ihr eine Mail an mein Pflegefrauchen Conny Otahal schreiben könntet, wichtig wäre uns vor allen Dingen folgendes:
Wie habt ihr die Erkrankung erkannt?
Wie wurde die Diagnostik beim Tierarzt durchgeführt … hat jemand eine Biopsie machen lassen?
Wie wurde behandelt (welche Medikamente, Zeitraum etc.)
Wie war der Krankheitsverlauf?
Habt Ihr die Ernährung umgestellt (noch vitaminreicher etc.) oder den Patienten eher verwöhnt und auch mal ungesundes gegeben?
Gab es Verhaltensveränderungen?
Wie alt war das Schweinchen, als man die Erkrankung festgestellt hat?
Wie lange hat es noch gelebt?
Ist bei einem weiteren Tier in derselben Gruppe Leukose aufgetreten?
Ist bekannt ob das Muttertier an Leukose erkrankt ist?
Ich danke euch ganz dolle für eure Hilfe … jeder der mitmacht darf sogar mal von meinem nächsten Leckerzahn im Frühling abbeißen … okay???
Ich hoffe, dass sich gaaaanz viele melden und wir daraus vielleicht ein paar neue Erkenntnisse gewinnen und anderen Schweinchen helfen können!
Wenn Ihr noch Leute kennt, die betroffen sind/waren, bitte gebt unsere Anfrage weiter, gerne darf sie auch in Foren gepostet werden, dazu fehlt den Pflegefrauchens leider die Zeit und so ein zartes Schweinchen wie ich kann ja auch nicht den lieben langen Tag nur tipsin, man muss ja auch darauf achten, dass das kleine Bäuchlein gefüllt wird ... ihr wisst ja, bei uns kann das ganz schnell gefährlich werden, wenn nicht's oben reinwandert und ganz ehrlich ... ich glaub ich bin da ganz besonders gefährdet ;-))
Ein dickes Dankesmuig von eurer Johanna!
10. Januar 2012
Liebe Freunde der Kleintierhilfe-München, wir wünschen Euch von Herzen ein glückliches und vor allen Dingen gesundes 2012
Und dieses Jahr beginnt auch für die Kleintierhilfe mit Veränderungen, unsere Maren Jansen hat ihren Posten als 2. Vorsitzende zum 31.12.2011 aufgegeben, dafür ist Pilar Fürst nachgerückt und den 3. Vorstand hat nun Petra Benzinger, die bereits Gründungsmitglied der Kleintierhilfe ist, inne. Nun aber ein paar Worte von Maren:
Hallo zusammen
heute schreibe ich hier mal in eigener Angelegenheit.
Ich möchte und muss mich verabschieden. Die Kleintierhilfler wussten es ja schon länger, bei unserer Mitgliederversammlung im Dezember habe ich offiziell meinen Posten als 2. Vorstand an Pilar übergeben.
Aus privaten Gründen (vor allem die fehlende Zeit spielt da eine große Rolle) muss ich mich aus dem Tierschutz zurück ziehen bzw. meine Aktivitäten so stark einschränken, dass ich nicht mehr als Ansprechpartner, Vorstand, etc. tätig sein kann.
In den letzten Monaten war es für mich ein ständiger Kampf mit meinem Gewissen. Auf der einen Seite finde ich die Tierschutzarbeit sehr wichtig und wertvoll. Ich habe viel gelernt, viele wichtige Erfahrungen gemacht und hatte auch das Gefühl, dass wir einiges bewirken konnten und immer noch können. Es macht mich traurig, das jetzt aufgeben zu müssen.
Auf der anderen Seite habe ich aber auch gemerkt, dass Mails oft erst nach einigen Tagen beantwortet wurden, ich oft nicht mehr auf dem Laufenden war was den Verein betrifft, ich mich mehr einbringen wollte als ich es konnte (was mir nicht gelang und daher nicht meinem Anspruch an mich selbst in dieser Rolle genügte) und ich sehr oft gestresst, unzufrieden und unglücklich damit war.
Nun, wo die Entscheidung getroffen und auch zum Teil schon umgesetzt ist, gehe ich daher mit einem lachenden und einem weinenden Auge.
An der Stelle möchte ich mich für all die Unterstützung und den guten Zuspruch bedanken, den ich in der ganzen Zeit bekommen habe. Vielen Dank für viele schöne Momente und die Aufmunterungen, wenn es mal nicht so gut lief.
Ich wünschen allen aktiven und passiven Kleintierhilflern, allen Adoptanten, Lesern, Tierfreunden und allen denen ich in der Zeit begegnet bin alles Gute für die Zukunft. Viel Gesundheit und eine tolle Zeit mit den Zwei- und den Mehrbeinern. Es wäre toll, wenn die Kleintierhilfe noch lange Bestand hat und so viel Unterstützung bekommt, wie ich sie in der Vergangenheit erfahren habe.
Es versteht sich von selbst, dass ich eine regelmäßige Leserin der Homepage bleiben werde.
Viele Grüße,
Maren Jansen
Liebe Maren, Du warst zur Stelle als wir Dich mehr als nötig gebraucht haben, vielen herzlichen Dank dafür und alles erdenklich Gute für Dich!
Dein Kleintierhilfe-München-Team