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Die aktuellen Neuigkeiten 2009

Die Neuigkeiten der Jahre 2007/2008


24. Dezember 2009


Wir wünschen Euch und Euren kleinen Freunden von Herzen ein glückliches Weihnachtsfest !!!


Gnadenhofschweinchen Strolchi mit seiner Elfe Miep-Miep


Gnadenhofengelschweinchen Wuki



Und auch Gnadenhofkaninchen Yuma, die sich standhaft weigert ein Weihnachtsengelchen zu sein und lieber Wukis Flügel frisst :-)



und natürlich das ganze Kleintierhilfe-München-Team und alle Pflegis



15. Dezember 2009

"Hallo ihr Zweibeins da draußen,

jetzt ist aber mal genug mit den ollen Notfallschweinen immerzu, ist ja unerhört, dass wir gar nicht mehr zum Zuge kommen, also die Yuma und ich! Alle reden immer und überall nur über die aaaarmen Notfallschweine, als gäb's nichts wichtigeres! Pffff, dabei hat sich doch so viel getan bei uns. Aber das soll mal das Pflegetantchen Pilar erzählen, ich muss nämlich jetzt weiter Heu mampfen und die Yuma kuschelt ja eh den ganzen Tag mit ihren langohrigen Kumpels und hat gar keine Zeit ... also, Augen auf, hier kommen die Gnadenhof-News! Aber eins muss ich euch noch flüstern, vielleicht kennt ja einer von euch das Christkind persönlich und kann einen Weihnachtswunsch weitergeben? Für die Yuma wünschen wir uns noch eine Patin oder einen Paten. Es kann doch gar nicht sein, dass sich da noch keiner gemeldet hat? Falls also jemand dem Christkind oder dem Weihnachtsschwein begegnet, könnt ihr dann ausrichten, dass Yuma einen Paten zu Weihnachten geschenkt bekommen soll, damit sie auch mal jemand hat, dem sie immer schreiben und erzählen kann, wie es ihr so geht. Das wär prima!

Dankeschön, eure Wuki"



Ja, wie Wuki schon gequiekt hat, hat sich seit dem letzten News-Beitrag tatsächlich schon wieder einiges getan. Kaninchen Yuma hat sich in ihrer Gruppe super eingelebt, was anfangs doch sehr viel Zeit gekostet hat. Die arme Maus war so verschreckt, dass sie vor den 4 Mitbewohnern nur auf der Flucht war und das, obwohl die mehr als lieb zu ihr waren. Aber das Misstrauen saß so tief, es brauchte einfach Zeit, das zu überwinden. In der Zwischenzeit aber kuschelt sie sich immer öfter an einen ihrer neuen Freunde und manchmal liegt sie sogar mittendrin und wird gleich von allen Seiten bekuschelt.



Leider hatte sie zwischendurch einmal einen Krampfanfall, der vermutlich durch einen Nerv hervorgerufen wurde, eine Folge ihrer Wirbelsäulenverletzung. Unsere liebe Homöopathin Andrea hat sich viel Zeit und Mühe gegeben, um die richtigen Medikamente für die Kleine zu finden und die nimmt sie auch brav und wir hoffen, dass wir so weiteren Anfällen vorbeugen können und ihren Blasengries, den sie noch zusätzlich hat, in den Griff kriegen. Erschreckend waren auch die Röntgenbilder und das genaue Abtasten ihrer Muskeln, denn auf der linken Körperhälfte hat sie fast gar keine Muskeln! Sie hält fast ihr komplettes Gewicht mit der anderen Körperseite, bedingt durch ihre falsche Körperhaltung. Noch haben wir Hoffnung, dass die viele Bewegung hier Besserung schaffen kann. Aber das alles ist jetzt sicher viel leichter für sie zu ertragen, denn geteiltes Leid ist schließlich halbes Leid und die Gesellschaft anderer Langohren tut ihr mehr als gut! Es ist eine Freude, zu sehen wie sehr sie mehr und mehr Vertrauen fasst, sowohl zu Artgenossen als auch zu uns Zweibeinern und ich glaube man kann an ihrem Blick schon sehen, dass sie viel entspannter geworden ist.



Tja, und Seniorin Wuki hat nun auch vor einiger Zeit schweinische Gesellschaft bekommen. Das lief nicht ganz so problemlos, denn mit Wuki und meiner Wawa sind zwei Sturköpfe aufeinander geprallt. Anfangs hatte Wuki die Hosen an, aber gegen Jungspund Wawa konnte sich die alte Dame auf Dauer nicht durchsetzen. So holpert diese Gruppe noch ein wenig, aber die Hoffnung haben wir noch nicht aufgegeben, denn mit den anderen beiden Schweinchen versteht sich Wuki eigentlich sehr gut. Ansonsten hat sich Wuki erstaunlich gut gemacht, sie ist kaum wiederzuerkennen. Das Fell ist richtig schön nachgewachsen, nur auf dem Rücken sind die Haare noch etwas licht. Aber die Milben sind wir los, die Pfötchen sehen prima aus und auch die Ohren sind endlich sauber und jucken nicht mehr. Einzig der Zahn ist eine Baustelle geblieben und muss nach wie vor einmal die Woche geschnitten werden, leider wächst er immer wieder gesplittert nach. Auch merkt man Oma Wuki das Alter deutlich an. Sie schläft beinahe den ganzen Tag tief und fest und muss regelrecht geweckt werden, wenn es Fresschen gibt, damit sie nicht alles verschläft. Aber die kleine Extraration, die sie täglich bekommt, weil auf ihren Rippen einfach nichts hängen bleibt, frisst sie mit Begeisterung. Das Alter lässt sich halt nicht leugnen, aber immerhin darf sie ihre Rente in sauberer Umgebung mit anderen Schweinchen verbringen. Und allein das ist mehr, als viele andere arme Schweinchen je erleben dürfen.



13. Dezember 2009

Weihnachten naht ... die Zeit der Wunder ... und anscheinend geschehen auch bei der Kleintierhilfe gerade kleine Wunder, denn innerhalb von zwei Tagen kamen sehr gute Anfragen für unser Meerschweinchentrio Rojito, Lenita & Wanda (die seit Juli bei uns sind) und dazu darf sogar noch Augsburg-Lady Zora, um das Quartett perfekt zu machen. Und auch für unseren Kastraten Ricchie, der bereits ein dreiviertel Jahr auf sein persönliches Traumplätzchen wartet und nun, wenn alles klappt, zu 3 Meeridamen in einen riesen Eigenbau umziehen darf. Jetzt drücken wir fest die Daumen, dass alles gut über die Bühne ... äh gut über die Weidenbrücke natürlich ... geht und somit wieder ein bisschen Platz geschaffen wird, um den Augsburg- oder Samira-Notfall-Schweinchen etwas mehr Bewegungsfreiheit zu gönnen.

Apropos Augsburg-Notfall, hier gibt es zum Glück nur gute Nachrichten, Rosalie hat vor wenigen Tagen drei gesunde Babies zur Welt gebracht.

Die Geburten im Samira-Notfall verlaufen leider nicht so glimpflich, bei Tina kamen zwei Babies tot zur Welt. Da es sich bei der Mama um ein Schimmelschwein handelt war es keine allzu große Überraschung für uns, aber natürlich sehr, sehr traurig, was diese Tiere Dank unverantwortlicher Menschen nun durchmachen müssen.

Danke sagen wir von Herzen für die Spenden zu den aktuellen Notfällen an: Gabi A.
Birgit F. mit Familie
Manfred L.
und der Firma HJW ELEKTRONIK GMBH U CO. KG

und an Ulrike, dem Frauchen von unserem Nemo und jetzt auch noch von Momo, die mich heute besucht und mir tütenweise Streu und Heu gebracht hat

Und dann möchten wir noch ein riesengroßes Dankeschön loswerden an Herrn Joncker in Piding, der diese wunderschöne Weihnachtskrippe in liebevoller Handarbeit gefertigt und zu unseren Gunsten verkauft hat (auch der Käuferin Frau Dr. F. vielen Dank!) ... der Erlös von 300 Euro wurde uns gestern übergeben und wir waren total sprachlos und erzählen unseren kleinen Nasen jeden Tag, dass es auch so super tolle Meerschweinchenfreunde wie Euch gibt und nicht nur solche Zweibeiner, wie sie sie kennenlernen mussten.

Hier ist das Prachtstück:



Für dieses Jahr ist es schon zu spät, aber Herr Joncker wäre sogar bereit auf Wunsch nochmals so etwas Schönes zu bauen ... das nächste Weihnachtsfest kommt bestimmt ;-))

Und hier die familieneigene Jonckersche Krippe ... irgendwie hat sich da jemand verirrt, der den Schafen und Eselchen das Heu aus dem Stall stibitzt hat :-)



Weiterhin eine schöne Vorweihnachtszeit, lasst Euch nicht stressen! Liebe Grüße vom Kleintierhilfe-Team, das sich von Herzen über all die Vorweihnachtswunder freut



06. Dezember 2009

Seit gestern sind auch die letzten Schweinchen aus Samiras Notfall in ihren Pflegestellen angekommen. 49 Meerschweinchen haben nun die Chance auf eine glückliche Zukunft!

Mittlerweile kamen bei Tina und bei Sabina insgesamt 5 Babies zur Welt, Tinas propperes Einzelkind, Mädel Blümchen, entwickelt sich prächtig. Leider schaut es bei Sabina nicht ganz so positiv aus, eines der Würmchen ist gestorben und die anderen drei wollen nicht zunehmen, knabbern aber schon fleißig am Heu und sind ansonsten aufgeweckt.

Mein Tierarztbesuch am Freitag mit 3 Transportboxen und 9 Schweinchen war durchweg positiv, zwei der Jungs aus dem Augsburger-Notfall, Smarty und Elton, wurden kastriert und haben alles prima überstanden.

Smarty bedankt sich ganz herzlich bei Linda K. für die Kastraspende (und wir uns darüber hinaus für die Heu- und Futterspende :-))



Auch der erste Samira-Notfall-Bub hat seine Kastration schon wieder vergessen und tobt bei Sabina durch den Käfig. Im Moment werden sämtliche "Samiras" noch gegen Milben und Würmer behandelt und nehmen ihre Immunsystemaufbaurationen und das BirdBeneBac gerne an.

Die folgenden sechs Schweinchen muigen unseren lieben Spendern (Jeannine H., Bettina E., Mareen M. und Elke D.), die so spontan geholfen haben, stellvertretend für alle Samira-Notfall-Nasen bei der Kleintierhilfe ein ganz herzliches Dankeschön zu:

Mira, die diesen Namen als kleines Dankeschön an ihre Retterin bekommen hat:


Unsere zwei Jack-Russel-Schweinchen Jacky und Cola:



Birma:


Kipferl:


Und das wunderhübsche Nougatkrokantschweinchen Nokona:


29. November 2009
DIE STAADE ZEIT


Die Adventszeit hat begonnen und wer freut sich nicht auf gemütliche Abende bei Kerzenschein, den Duft von Bratäpfeln, ein Glühwein auf dem Weihnachtsmarkt und Plätzchen backen mit den Kindern oder so wie ich, mit lieben Freunden. Und so entspannt wie wir das genießen wollen, so doch auch unsere Tiere:

Strolchi beim Nachmittagsschläfchen


Fluse und Socke kuscheln gemütlich


Genau das hatten wir uns für dieses erste Adventswochenende und die folgenden vorgestellt ... doch dann kam DAS:


Samira Engel, eine liebe und absolut engagierte Tierschützerin wurde von einer Bekannten auf diese knapp 50 Meerschweinchen aufmerksam gemacht, die auf einem Bauernhof ein jämmerliches Dasein fristeten ... das Bild sagt denke ich alles aus, was man darüber sagen muss. Die Fläche beträgt übrigens knapp 2 Quadratmeter!

Samira schritt trotz ihrer 3 kranken Kinder sofort zur Tat und fuhr zusammen mit einer Tierärztin hin, hat alle Tiere nach Geschlechtern getrennt und versorgt sie liebevoll. Die hochträchtigen Weibchen hat sie sofort mitgenommen und sich mit Tina Mader von Tierhilfe-verbindet in Verbindung gesetzt, die wiederum mit uns Kontakt aufgenommen hat. Eigentlich hatten wir nicht allzu viel Hoffnung viele der armen Mäuse unterbringen zu können, aber nach nur 4 Tagen haben Tina und wir gemeinsam für alle Tiere Optionen auf Pflegeplätze in Aussicht. Am Donnerstag hat Sabina 10 Schweinchen in ihre Maisacher Pflegestelle geholt und dort ist auch schon der erste 4-er-Wurf geboren worden. Am Samstag hat Tina einen riesen Schwung zu sich geholt, darunter schon viele Tiere für unsere Notpflegestellen, die sie am Montag zum Tierarzt bringt und die Woche noch als Quarantänestation beherbergt (ganz lieben Dank dafür, Tina!)
Bei Tinas Tieren befindet sich ein Schweinchen, dem die Bauern wohl beim Ausmisten ... mit einer Mistgabel! ... ein Auge ausgestochen haben.
Wir alle verbrachten die Tage an PC und Telefon um Pflegestellen zu organisieren und wir sind zwar ziemlich k.o., aber überglücklich, dass wir so viel erreichen konnten.

Da noch nicht alle aufgrund Platzmangels und fehlender Quarantänemöglichkeiten dort weggeholt werden konnten, hat Samira den verbliebenen es so schön wie möglich gemacht und fährt jeden Tag zusätzlich 30 km um sie zu versorgen:


Unser Dank gilt vor allen Dingen ihr, so viel Engagement ist uns selten begegnet, Du bist großartig Samira!
Darüber hinaus natürlich Tina für die tolle und problemlose Zusammenarbeit und dann den vielen lieben Menschen, die sich jetzt als Notfallpflegestellen zur Verfügung gestellt haben, weil wir selbst einfach kaum mehr Pflegeplätze bieten können. Was in dieser kurzen Zeit an spontanen Hilfsangeboten und lieben Emails hier ankam ist unglaublich und ich bin wirklich gerührt und sprachlos!

Ich bitte all die um Entschuldigung, die noch auf eine Email von mir warten, ich habe es noch nicht geschafft, aber morgen habe ich Urlaub, dann melde ich mich bei jedem von Euch!

Und nun hoffen wir, dass wenigstens eine ganze Menge von Euch die ruhige Adventszeit genießen können, auf die wir gehofft hatten.

Liebe Grüße von Conny Otahal und dem Kleintierhilfe-München-Team



24. November 2009


Übermorgen wird es für Pumuckl ernst, der kleine Strolch, der am durchdringendsten Quietschen kann, wird seine Männlichkeit verlieren ... und erspart sich dadurch bestimmt ein paar nicht gerade zärtliche Zwicker von seinen Tantchen. Denn seit wenigen Tagen beginnt er mit den ersten Brommselversuchen, die nicht gerade freundlich quittiert werden. Dafür freuen wir uns aber, dass er zumindest vom Glücksschwein inzwischen völlig akzeptiert wird und ihr auch mal eine Paprika aus der Schnute klauen darf.

Rosalie lässt uns noch ein bisschen zappeln, was den Nachwuchs betrifft, dafür legen alle anderen Babies schon ganz schön an Gewicht zu und Smarty und Elton dürfen sich auch schon langsam mit dem Gedanken an ihre baldige Kastration anfreunden, Fluffy hat kapiert, dass man beim Fressen schnell sein sollte und den Rang 1 in Sachen Schüchternheit belegt derzeit das kleine Söckchen.

Elton


Söckchen


Smarty


Und um Euch den Verantwortlichen für die kleinen Racker nicht vorzuenthalten (von unverantwortlichen Menschen reden wir hier ja lieber gar nicht) ... das ist Karlchen, der Papa der Quietschzwerge.



Auch er ist eher noch ein Teenager mit seinen 500 Gramm und wird demnächst auf unsere Vermittlungsseite umziehen, denn Mitte Dezember läuft seine Kastrationsquarantäne ab und vielleicht schenkt ihm das Christkind ja ein Zuhause, in dem er keine schimmligen Steckrüben fressen muss und sich in saubere Heuberge kuscheln darf.


16. November 2009
Grüße von der Notfall-Truppe


Die kleinen Herrschaften fühlen sich so langsam hier ein wenig heimisch und schon wird man mit ersten, noch etwas zaghaften, Pfeifkonzerten begrüßt. Jeden Tag stimmt ein Quieker mehr mit ein und im Mama-Baby-Käfig geht es inzwischen schon recht munter und entspannt zu. Kein panisches Flitzen mehr, wenn man die Tür zum Zimmer öffnet, im Gegenteil, Moody (deren Auge durch die mehrmals tägliche Behandlung tatsächlich besser wird *juhuuuu*) und unser Glücksschwein machen sich schon am Gitter lang, um auch als erste etwas zu erhaschen.

Mama Glücksschwein:


Die Babies starten ihre ersten Turnversuche auf die Häuschen, die noch oft mit einem Platscher auf die kleinen Popos enden. Wer die Fütterung regelmäßg verpennt ist die kleine Fluffy, alle sind schon am Schmatzen und Kauen, auf einmal kommt ein entrüsteter Quieker aus einem der Häuschen und Fluffy wetzt um die Kurve "Hey, warum habt ihr mich denn nicht mitgenommen, wenn's was zu mampfen gibt"

Fluffy


Super lustig und agil ist unser Pumuckl, der allerdings auch von uns allen bemitleidet wird, denn er ist ein armes Waisenkind und Tante Zora lässt keine Gelegenheit aus, ihm einen Kniff in den Popo zu verpassen, wenn sie ihm begegnet. Was mit seiner Mama und eventuellen Geschwisterchen passiert ist ... wir wissen es leider nicht, aber keines der Schweine, die hier angekommen sind, ist seine Mutter.

In Käfig Nummer 2 wird nun bald wieder Nachwuchs kommen, denn Rosalie schiebt schon ein ganz schönes Bäuchlein vor sich her, hoffen wir, dass alles gut geht und sie uns nicht zu viele Jungs schenkt, vier Kastrationen reichen uns vorerst schon.

Rosalie


Den Rest der Bande werden wir Euch in den nächsten Tagen vorstellen ... nun ist Zeit für die abendlichen Medikamente und ein paar große Heuberge, damit die Babies was zum Toben haben.


11. November 2009
"Nachschub" bei der Kleintierhilfe oder wenn werdende Mamas frieren müssen


Eigentlich wollten wir ja vor Weihnachten keine Neuzugänge mehr aufnehmen, da auch für uns um die Feiertage viele Verwandtenbesuche anstehen oder wir verreist sind und eigentlich hatten wir noch bei unserer Delegiertenversammlung gesagt, dass wir ganz froh sind, dass das Jahr ohne Notfälle vorüber geht.

Aber da wussten wir noch nicht, dass in der Nähe von Augsburg einige hilflose, werdende Meerimamas in der Kälte sitzen müssen und nicht besonders gut versorgt werden. Zum Glück waren die Besitzer aber einsichtig und wir "durften" die Quieker übernehmen.

Durch intensive und spontane Umorganisation der Pflegestellen haben wir noch Platz schaffen können, Conny konnte durch Umschichtung ihrer Pflegis einen Quarantäneraum schaffen, wo die Schweinzels es wenigstens warm haben. Vielen Dank an dieser Stelle auch schon mal an unsere neuen Pflegestellen, die schon vor unserem Vorstellungsfrühstück die ersten Tiere nehmen werden. Danke auch an Tina Mader, die uns durch Abnahme eines Schweinetrios dabei behilflich war, ein freies Quarantänezimmer zu organisieren.

Heute nun war der große Tag und die bunte Truppe ist in Gauting eingezogen. Drei Mamaschweinchen mit ihren fünf Babies, der stolze Papa und drei Überraschungseier.

Die Babies sind alle fit und munter, wobei uns der kleine Pumuckl ein bisschen Sorgen macht, weil man ihm die Inzucht schon sehr ansieht.



Wir hoffen, dass er trotzdem gute Fortschritte macht und auch seine Kastration in wenigen Wochen prima wegstecken wird.

Um die mitgebrachten Untermieter schnell in den Griff zu bekommen wurde die ganze Truppe bereits dagegen behandelt. Der erste Tierarztcheck musste leider auch gleich vorverlegt werden, obwohl wir den Süssen gerne ein paar Tage Ruhe gegönnt hätten. Aber Schweinedame Moodys Auge sah so erschreckend aus und auch die Zähne der gesamten Truppe sind in einem so katastrophalen Zustand, dass wir dies nicht aufschieben konnten. Für Moody heißt es nun Daumen drücken, denn wenn bis nächste Woche trotz täglich mehrmaliger Behandlung keine Besserung eintritt, muss das Auge wohl entfernt werden. Eine OP möchten und können wir ihr jedoch nicht zumuten, da wir eine Trächtigkeit bei ihr derzeit nicht ausschließen können.



Wir halten Euch auf dem Laufenden, es grüßen herzlich die neuen Schweinchen und vor allen Dingen die kleinen Wusler





02. November 2009

Huhu liebe Vierbeinerfreunde, wir, der Strolchi und die Miep-Miep, wollten Euch ganz doll viele Herbstgrüße schicken ... eigentlich ja schon am Wochenende, aber wir haben doch jetzt bei unserer Winter-Wellness-Pflegemama Anja soooo viel zu tun, das glaubt man kaum. Tägliches Fitnessprogramm mit Hängemattenjumping und Gemüse-vom-Spieß-Fishing und abends gibt's dann immer Massageprogramm ... fehlt nur noch das Fango ;-))

Aber guckt mal, da haben uns die Mädels doch so'n Halloween-Gespenst hingestellt, wie doof is'n das???



Aber ich werd ja nicht umsonst "die dicke Miep" genannt, da meinen die doch echt ich habe Angst vor Gespenstern ...



... wenn alle Gespenster so gut riechen und vor allen Dingen SCHMECKEN ....



... ich glaub das Gespenst hat jetzt eher Angst vor mir ...



Wir sollen Euch übrigens auch von der schönen Bella aus Nürnberg grüßen, aber wir haben jetzt keine Zeit mehr, die soll sich gefälligst selbst um Euch kümmern ... hier geht's lang ...


25. Oktober 2009

Ferienzeit - die schönste Zeit des Jahres???

Endlich ist es wieder so weit - die Herbstferien stehen vor der Tür - die Koffer werden gepackt und es geht ab in den Urlaub. Sorgenfrei abschalten und den Alltag vergessen. So fühle nicht nur ich mich, wenn ich meinen wohlverdienten Urlaub antrete.

Doch für viele Kleintierbesitzer stellt sich die Frage: Kann man wirklich ruhigen Gewissens wegfahren?
Denn während Hunde meist auf Reisen mitgenommen werden, bleiben andere Haustiere wie Kaninchen, Meerschweinchen, Hamster etc. in der Regel zu Hause. Dann brauchen sie jemanden, der sich um sie kümmert. Besitzer von Haustieren sollten sich rechtzeitig um das Wohl ihrer Kleintiere kümmern und die Versorgung der Tiere während der Abwesenheit organisieren. Erschreckend hoch ist doch jedes Jahr wieder die Anzahl der Tiere, die einfach ausgesetzt und ihrem Schicksal überlassen werden.

Erst kürzlich warf jemand auf der Autobahn Richtung Italien seine Katze samt Babys bei voller Fahrt aus dem Auto. Doch zum Glück besteht diese Gefahr bei all den tierlieben Menschen, die unsere Seite besuchen wohl nicht, so dass ich diesen hier ein paar kleine Tipps mit an die Hand geben möchte, damit der Urlaub wirklich zu einer sorgenfreien Zeit werden kann.

Wer versorgt mein Tier und wo?
Zunächst kommt wohl jeder auf die Idee, seinen Freunden oder der Familie den Job als Tiersitter schmackhaft zu machen. Der Vorteil ist natürlich, dass man diese Menschen kennt und ihnen vertraut, denn der Tiersitter muss die Betreuung ernst nehmen und auch wirklich regelmäßig nach dem Tier sehen. Von Vorteil ist weiterhin, dass man das Tier bei nicht zu großen Entfernungen in seinem Zuhause lassen kann, denn auch wenn wir gerne in Urlaub fahren, so gilt für unsere Vierbeiner doch das Motto "Zu Hause ist's am schönsten!". Für das Tier ist es am stressfreisten, wenn es in seiner gewohnten Umgebung bleiben kann.
Wenn die Entfernung zu groß oder die Urlaubsdauer zu lang sein sollte, kommt aber natürlich auch ein gut geplanter Umzug in Frage. Sollten in dem Urlaubsheim Ihres Lieblings auch Tiere wohnen, so ist zu einem Gesunheitscheck, der zumindest eine Kotprobe beinhaltet, zu raten, damit sich eventuell unerkannte Krankheiten nicht übertragen. Bitte achten Sie jedoch darauf, dass die Tiere wirklich getrennt gehalten werden und nicht gemeinsamen Freilauf genießen. Dies ist immenser Stress für die Tiere und kann verschiedenste Krankheiten auslösen!

Keine Seltenheit ist auch die Variante des professionellen Tiersittings, das oft in Anzeigen oder den gelben Seiten angeboten wird. Hier findet die Betreuung in den eigenen vier Wänden statt. Allerdings setzt dies ein gewisses Vertrauensverhältnis zwischen Tierhalter und Tiersitter voraus. Schließlich hat er in Ihrer Abwesenheit Zugang zur Wohnung.

Auch viele örtliche Tierschutzvereine bieten je nach Kapazität und Auslastung nebenbei die Versorgung von Urlaubstieren an. Auch hier ist darauf zu achten, dass die eigenen Tiere räumlich getrennt von anderen Tieren untergebracht werden bzw. für alle Tiere ein aktueller Gesundheitscheck vorliegt.

Eine weitere Alternative sind Tierpensionen, die mittlerweile recht weit verbreitet sind. Hier würde ich in jedem Fall vorher hinfahren und mir die Unterbringung der Tiere ansehen, denn leider wittert hier manch einer den schnellen Euro und handelt nicht wirklich mit dem edlen Motiv, den Tieren einen schönen Urlaub zu bereiten. Auch bieten viele Tierheime Urlaubsbetreuungen an.

Oft sind dies gute Lösungen, doch in manchen Fällen werden die Urlaubstiere relativ achtlos irgendwo "geparkt" und kommen in Kontakt mit anderen Pensionsgästen oder Vermittlungstieren. Das sollte vermieden werden, wenn nicht 100% gewährleistet ist, dass alle Tiere tierärztlich untersucht und definitiv gesund sind.

Was kann ich vorbereiten?
Haben Sie nun den richtigen Betreuer gefunden, so beachten Sie bitte noch Folgendes:
  • Stellen Sie dem Betreuer einen Ernährungsplan zusammen
  • Falls Ihr Tier Medikamente braucht, zeigen sie dem Betreuer gegebenenfalls wie Sie es dem Tier eingeben
  • Hinterlassen Sie für alle Fälle Telefonnummer und Anschrift des behandelnden Tierarztes
  • Haben Sie alle Nahrungsmittel und gegebenenfalls Medikamente für die Zeit Ihrer Abwesenheit besorgt?
  • Was soll mit einem während der Urlaubpflege verstorben Tier geschehen?
  • Geben Sie dem Betreuer wenn möglich eine Telefonnummer, unter der Sie im Notfall zu erreichen sind oder versuchen Sie, möglichst viele "was wäre wenn" Situationen vorher abzuklären, damit Ihre Urlaubsbetreuung im Zweifelsfall Entscheidungen in Ihrem Sinne treffen kann.

Wenn Sie dies alles beachten, können Sie beruhigt in den Urlaub fahren, denn Sie wissen Ihr Tier in den besten Händen!

Falls Sie noch Fragen haben kontaktieren Sie uns jederzeit gerne!

Biggi Joncker

Meine Tasche ist gepackt ... jetzt kann's losgehen!



15. Oktober 2009

Wuki musste leider schon wieder zum Tierarzt, weil sie sich den Rücken blutig gekratzt hat. Durch den Fellklumpen, den sie bis vor kurzem mit sich herumschleppen musste, kam sie mit den Krallen gar nicht durch, aber durch unsere Pflegeaktion musste die Wolle ja weichen und sie hat die Chance natürlich sofort genutzt und schubbert sich nach Herzenslust, um das lästige Jucken zu beseitigen ... leider mit unschönen und schmerzhaften Folgen. Sofort wurde die zweite Milbenbehandlungsrunde eingeläutet und wir hoffen, dass sie das Schlimmste endlich überstanden hat. Davon abgesehen ist sie ein Traumschweinchen, sitzt auf dem Schoß und wehrt sich kräftig gegen ihre Medikamentengaben ... aber nur wenige Sekunden später schmatzt sie entspannt den Belohnungslöwenzahn und schaut einen zum Dahinschmelzen aus ihren hübschen Knopfaugen aufmerksam an.



Unser zweites Sorgenschweinchen, Opa Strolchi, war lange Zeit reserviert und hätte zusammen mit seiner Freundin Miep-Miep ein Traumplätzchen bei weiteren Meerimädels in Ulm bekommen. Nur leider wurde er kurz vor dem geplanten Umzugstermin wieder krank und wir haben jetzt entschieden, dass eine Vermittlung für ihn nur noch als Pärchen mit seiner Freundin Miep-Miep in Frage kommt, um jeden weiteren Stress von ihm fern zu halten. Da man leider damit rechnen muss, dass er einem auch in nächster Zeit immer mal wieder Sorgen macht, rechnen wir kaum noch damit, dass sich jemand für die zwei Oldies entscheiden wird.

Aber umso mehr freuen wir uns, dass er mit seiner Miep-Miep ein Winter-Wellness-Quartier bei Anja, einer lieben Bekannten, beziehen durfte, die sehr schweinchenerfahren ist und der auch Tierarztbesuche und Medikamentengabe wenig ausmachen. Ich kann die zwei nicht über den Winter in Gauting behalten, da es in meinem Tierzimmer leider sehr frostige und unkonstante Temperaturen hat, weil ich nur Holz-/Kohleöfen als Heizmöglichkeit habe.



Die nächsten Tage werden dafür ein paar Neuzugänge bei uns einziehen, zwei ca. 4-5 Jahre alte Meerschweinmädels zu Sabina nach Maisach und ein Trio zu mir nach Gauting ... wir werden sie bald hier vorstellen. Und in Nürnberg warten ein paar niedliche Meerschweinchenbabies auf eigene Gurkenspender.



08. Oktober 2009
Ein Gnadenhoftier kommt selten allein



Obwohl es ja noch gar nicht lange her ist, dass ich euch unser neues Gnadenhofkaninchen Yuma vorgestellt habe, gibt es schon wieder einen Neuzugang unseres Gnadenhofes: Die 6-jährige Meerschweinchendame Wuki, die Zysten hat und unter den Folgen von Mangelernährung leidet. Leider hat mir ihre Geschichte einmal mehr gezeigt, dass nicht alle Menschen das Selbe unter Tierliebe verstehen.

Der Zustand, in dem Wuki bei uns landete, hat mich wirklich erschreckt, zumal sich die Vorbesitzer als tierliebe Menschen bezeichneten und beim Abschied sogar Tränen flossen. Doch was versteht man denn unter Tierliebe wenn das eigene Meerschweinchen so dreckig ist, dass ich es erstmal baden musste um zu erkennen, dass es nicht, wie ich zuerst glaubte, dunkle sondern rosa Haut unter dem verbliebenen Fell hat?
Wo ist die Tierliebe wenn die Tierärztin 10 Minuten lang die Ohren "einweichen" muss, um den festsitzenden Dreck überhaupt entfernen zu können?
Was ist es für eine Tierliebe wenn das Meerschweinchen an massivem Haarausfall leidet, der Bauch und die Beine komplett nackt sind und am Rücken auch schon kahle Stellen sind und niemand einen Tierarztbesuch für nötig hält?



Wie kann man glauben es sei Tierliebe wenn das wenige Fell, das noch da ist ein einziger Filzklumpen ist, den wir sofort abschneiden mussten?

Und wie kann man sich als tierlieb bezeichnen, wenn man nicht einmal weiß, wie lange man sein Haustier schon hat?

Vielleicht haben tatsächlich nicht alle Menschen die gleiche Definition von tierlieb und ja, vielleicht schüttelt auch so manch einer den Kopf über solche "Verrückten" wie uns, aber egal wie man tierlieb nun genau definiert, sollte man doch meinen, dass zumindest das Wohlergehen des Tieres eine Rolle spielt.

In Wukis Fall schien es mir anfangs auch so, als würde es um das Wohl des Tieres gehen. Denn sie sollte abgegeben werden weil ihr Partner verstorben war. Nach wenigen Tagen aber, als man entdeckte, dass das Schweinchen ja viel zutraulicher war, jetzt wo es allein lebte, beschloss man, es doch zu behalten - ohne Partner. Es ist Conny's Überzeugungskünsten zu verdanken, dass Wuki dennoch abgegeben wurde, zusammen mit einer großzügigen Spende, die leider dennoch Wukis bisherige Tierarzt- und Medikamentenkosten nicht annähernd gedeckt hat. Doch der Tierarztbesuch brachte noch mehr ans Licht, als "nur" den erbärmlichen Zustand in dem Wuki sich befand. Zufälligerweise war Wuki nämlich bereits von den Vorbesitzern unserer Tierärztin vorgestellt worden, eben wegen dem schlimmen Haarausfall und der Zysten.
Das Erschreckende daran: Dieser Tierarztbesuch war im Jahr 2004! Damals wurden Milben und eben die Zysten diagnostiziert, doch nach diesem einen Termin ist Wuki niemals mehr zu den dringend notwendigen Folgebehandlungen gebracht worden. Die Vorstellung, dass die kleine Maus also schon seit 2004 in diesem erbärmlichen Zustand ist, finde ich wirklich mehr als traurig. Zumal man uns erzählt hatte, man habe Wuki erst seit 2 1/2 Jahren .... dabei waren es mindestens fünf.

Nun hat Wuki so lange darauf warten müssen, aber jetzt endlich kann sie die ersten Schritte in ein neues Leben machen. Das verfilzte Fell ist runter, der Dreck von Haut, Ohren und Füßchen auch, die Schneidezähne wurden korrigiert und man kann hoffen, dass sich die Zahnprobleme in den Griff bekommen lassen.
Sie bekommt endlich Medikamente gegen die Zysten, die Mangelernährung, den Haarausfall und die entzündeten Ohren. Und weil Wuki wohl den Rest ihres Lebens Medikamente brauchen wird und wir nicht wollen, dass die alte Dame jetzt auch noch lange auf ein endgültiges Zuhause und Meerschweinchengesellschaft warten muss, bleibt sie als Gnadenhoftier der Kleintierhilfe München bei uns und darf bald zu meinem eigenen Schweinetrio ziehen. Und dann geht auch ihr wahres Leben endlich los.

So hat mir mein Sternen-Kaninchen Mokka also nicht nur einen, sondern gleich zwei arme Nasen als würdige Nachfolger geschickt und ich hoffe, Yuma und Wuki werden hier ebensoviel Unterstützung finden, wie sie es getan hat.

Viele Grüße - eure Pilar

P.S.: Man möge uns verzeihen, dass es von Wuki keine "Vorher-Fotos" gibt, aber wir haben sofort zu Schere und Krallenschere gegriffen und zumindest die gröbsten Baustellen bearbeitet.



21. September 2009

YUMA


Nun ist es etwas mehr als einen Monat her, dass unser Gnadenhofkaninchen Mokka erlöst werden musste. Für mich war immer klar, dass dieser Platz nicht auf Dauer "leer" bleiben sollte. Dass jedoch so schnell wieder ein armes Würmchen an unsere Tür klopfen würde, hätte ich nicht gedacht. Aber es kommt ja immer anders als geplant.

Ich war also gerade gemütlich im Urlaub und habe die toskanische Sonne genossen und weil es so schön war, beschloss ich kurzfristig, doch noch noch ein wenig länger zu bleiben. Also rief ich Biggi an und bat sie, ein paar Termine für mich zu verschieben und Conny zu fragen, ob sie meiner Bande noch etwas länger Kost und Logie gewähren würde. Bei diesem Telefonat erzählte mir Biggi von einem kleinen weißen Kaninchenmädchen, das sie kürzlich entdeckt hatte und beschrieb mir die diversen Gründe, warum eine Vermittlung der kleinen Maus unmöglich wäre. Ich solle doch mal darüber nachdenken, ob das nicht eine würdige Nachfolgerin für die tapfere Mokka wäre. Kurzum, kaum war ich zwei Tage wieder Zuhause besuchte ich die Kaninchendame und noch am selben Abend zog sie hier ein und wurde auf den Namen Yuma getauft.

Yuma ist zwar erst zwei Jahre alt, hat aber schon viel mitgemacht in ihrem kurzen Leben. Sie wurde als Baby mit schweren Verletzungen abgegeben, sie konnte nur auf dem Rücken liegen. Röntgenbilder brachten ans Licht, dass sie eine verletzte Wirbelsäule sowie eine gebrochene Hüfte hatte. In der Zwischenzeit hat sie sich zwar gut erholt, kann wieder hoppeln und am Leben teilhaben, aber man sieht ihr die Folgen der Verletzung doch deutlich an. Sie kann weder Männchen machen oder sich zum Putzen auf die Hinterbeine setzen. Außerdem hält sie den Kopf schief und auch beim Hoppeln sieht man die nicht ganz normale Körperhaltung. Dazu kommen die seelischen Wunden, es weiß ja niemand woher sie diese Verletzungen hat. Sie könnte fallengelassen worden sein, in die Tür geklemmt oder schlimmstenfalls getreten. Sie ist extrem scheu, knurrt oder schreit wenn man sie hochnehmen muss und zuckt panisch zusammen wenn man (oder Kaninchen) sie berührt. Es ist auch nicht auszuschließen, dass eine erhöhte Berührungssensibilität eine Folge des Beckenbruchs ist.

Nun lernt Yuma gerade Mokkas ehemalige Langohrgemeinschaft kennen, die sie bisher wirklich liebevoll in ihrer Mitte aufgenommen haben und ihr kein Haar gekrümmt haben. Da Yuma aber seit vielen Jahren keinen direkten Kontakt mehr zu anderen Kaninchen hatte und zudem auf Grund des erlebten sehr ängstlich ist, kann sie ihnen noch nicht vertrauen und ergreift die Flucht sobald sich ein anderes Langohr nähert.

Wir könnten also ein paar Daumendrücker gut gebrauchen, damit Yuma bald wieder Vertrauen in ihre Umwelt fassen kann und merkt, dass das Leben auch schöne Seiten zu bieten hat.

Viele Grüße
Pilar



08. September 2009


Heute möchte ich Euch eine liebe Kollegin ans Herz legen, mit der wir seit Jahren immer wieder toll zusammen arbeiten. Leane Bollinger und ihre "Hasienda" in Rosenheim. Leider hat sie keine eigene Internetplattform, aber einen Teil ihrer Vermittlungstiere findet Ihr auch über uns - zu Leane's Notnasen.

Sie hat wirklich großes Talent immer die Ärmsten der Armen zu finden und so sitzen bei ihr wirklich sehr viele traurige kleine Schicksale, ich denke sie könnte mittlerweile Bücher schreiben, so viel hat sie in den vielen Jahren Tierschutzarbeit erlebt.

Außer Kaninchen sind auch immer Meerschweinchen bei ihr zu finden, leider fehlt oft die Zeit uns die Tiere für die Homepage zu schicken, aber ein Anruf lohnt sich mit Sicherheit.

Und keine Sorge, es braucht niemand Angst haben er müsse jetzt bis nach Rosenheim fahren, Leane Bollinger bringt ihre Tiere, so wie wir auch, immer selbst ins neue Zuhause bzw. versuchen wir sie hier auch zu unterstützen, wenn es uns möglich ist.

Danke Leane für die tolle Zusammenarbeit und das Vertrauen und alles Gute weiterhin für Deine Notfellchen!!!


23. August 2009


Bevor eine beleidigte Schweinchendame demnächst höchstpersönlich an meine Tür pumpert, weil ich nie dazu komme ihr letztes Brieflein abzudrucken ... hier ENDLICH Bellas Nachricht aus Nürnberg:

Zu den Bella-News


12. August 2009
Sie sind alle in unseren Herzen ...
... aber ein paar von ihnen werden allgegenwärtig sein


Mokka (Januar 2004 - 11. August 2009)


Meine kleine süße Mokka,

noch nie sind mir Worte so schwer gefallen... aber welche Worte könnten dich auch beschreiben? Du warst ein so ungewöhnliches kleines Kaninchen, eine Kämpferin bis zum Schluss. Ich wusste immer, du würdest mir die Entscheidung nicht abnehmen, denn du hättest niemals aufgegeben. Auch heute nicht. Ich musste diese schwerste aller Entscheidungen treffen.

Dein kleiner Körper war am Ende, er konnte nicht mehr. Aber du, du wolltest nicht gehen, du hast das Leben bis zum letzten Atemzug genossen und hast noch vor wenigen Stunden deine geliebten Kuller auf dem Sofa verdrückt. Aber deine Beinchen haben dich nicht mehr getragen, du konntest nur noch liegen. Und so zufrieden du auch ausgesehen hast in deinem Kuschelnest, das ist kein Leben für ein Kaninchen. Und schon gar nicht für eines wie dich. Immer wolltest du aufstehen, überall dabei sein und deine Runden durch die Wohnung drehen. Aber es ging nicht. Was wäre das für ein Leben gewesen, bei dem du nur noch hättest zukucken können?

Mokka, meine süße Maus, ich werde dich nie vergessen. Deine Lebensfreude wird hier so unglaublich fehlen... ich fand immer, dass dein ganzes Gesicht gelächelt hat und dieses Lächeln wird mir fehlen. Du wirst mir unglaublich fehlen. Am 9. Januar begann unser gemeinsamer Weg und heute ist er zu Ende gegangen. Nur 7 Monate warst du hier, aber es kommt mir so vor, als hättest du dein ganzes Leben hier verbracht. Nie habe ich die Entscheidung bereut, dich zu mir zu holen, du hast unser Leben so sehr bereichert und ich bin unendlich froh, dich bei mir gehabt zu haben, ein Stückchen deines Weges mit dir gehen zu dürfen, auch wenn es kurz war.

Leb wohl, kleine Mokka. Komm gut an hinterm Regenbogen. Dort kannst du wieder rennen und Haken schlagen, siehst die Welt wieder mit beiden Augen und bist so gesund, wie du es hier schon lange nicht mehr sein durftest. Denk ab und an an dein Frauchen, das dich so sehr vermisst und sich wünscht, es hätte mehr für dich tun können. Für mich warst und bist du etwas ganz besonderes.

Die Lücke, die du hinterlässt, ist unendlich groß!



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Wir danken allen von Herzen, die der kleinen Kämpferin dabei geholfen haben, dass sie diese sieben Monate so sehr genießen durfte. In erster Linie natürlich Pilar, ihrem Frauchen, die mir im Januar per Mail geschrieben hatte, dass sie Mokka aufnehmen möchte und ich habe es wirklich für einen Scherz gehalten und bin bis heute sehr beeindruckt von diesem Entschluss. Danke auch an ihren Mann Tobn, der für sie und auch für uns alle von der Kleintierhilfe mit unseren "Spontanentschlüssen" immer wieder Verständnis hat. Danke an Frau Dr. Beckmann-Müller, an Frau Dr. von Weidenbach und nicht zu vergessen Andrea Kraus, die uns immer mit Rat und Tat zur Seite gestanden haben. Und nicht zuletzt an die unter Euch, die durch die finanzielle Unterstützung so sehr geholfen haben unserem tapferen Gnadenhofkaninchen eine wundervolle Zeit zu ermöglichen!


07. August 2009
Kein Geld und weg ... ?!?

Ich bin vermutlich nicht die einzige, die das Wort Finanzkrise so langsam nicht mehr hören kann. Die Einen sind mehr betroffen, die Anderen weniger. Der Eine freut sich über die Abwrackprämie, der Andere bekommt gesagt, dass er keinen Job mehr hat.

Auch wir als Tierschutzverein bekommen die Finanzkrise zu spüren. Und wir sind sicher nicht der einzige Verein.

Häufiger als sonst erreichen uns Abgabeanfragen, weil fürsorgliche Besitzer die Tierarztkosten nicht mehr bezahlen können, weil die Versorgung alter und/oder kranker Tiere nicht mehr gewährleistet werden kann bzw. weil die Haltungskosten den Besitzern über den Kopf wachsen. Wir haben als Verein gewisse Vermittlungskriterien, man sagt uns sogar nach, wir seien recht streng. Letzten Endes versuchen wir aber nur, alles erdenklich Mögliche für die Tiere zu tun.

Dazu gehört u.a. auch ein Tierarztcheck vor der Abgabe. Normalerweise bitten wir die ehemaligen Besitzer immer, einen Anteil der Kosten zu übernehmen. In den letzten Wochen hören wir jedoch immer häufiger, dass die Leute es sich nicht leisten können.

Doch auch wir sind nur Menschen. Jeder von uns hat einen Vollzeitjob, jeder von uns macht die Vereinsarbeit nebenher, jeder von uns bangt auch und muss sich zum Teil mit den mehr oder weniger schwierigen Folgen der Finanzkrise auseinandersetzen. Und auch jeder von uns muss Tierarztkosten für die eigenen Vierbeiner aufbringen.

Daher ist es enorm wichtig, dass wir als Verein finanziell abgesichert sind. Doch auf für uns wird es immer schwieriger. Je mehr Tiere wir entgegen nehmen, die tierärztlich versorgt werden müssen, desto schwieriger wird es. Wenn wir z.B. ein Kaninchenweibchen entgegen nehmen und nur den tierärztlichen Standard umsetzen (Gesundheitscheck, Kastration, ggf impfen wenn noch nicht geschehen), so sind die Kosten allein dafür MEHR ALS DREI MAL SO HOCH wie die Vermittlungsgebühr, die wir für dieses Tier erhalten. Man muss kein Mathematikgenie sein, um festzustellen, dass dies auf Dauer nicht klappen kann. Dies ist der Grund, warum wir immer auch auf Spenden angewiesen sind. "Problemfälle" wie Meerschweinchen Alwin, den wir leider nicht retten konnten, verschlingen da gerne auch schon mal mehrere hundert Euro.

Was bedeutet das für Sie? Zum einen freuen wir uns wie gesagt immer über kleine Spenden. Auch wir können nur helfen, soweit es auch finanziell möglich ist.
Zum anderen zeigen Beispiele wie Alwin, dass nicht nur das Sprichwort "Kleinvieh macht auch Mist" viel Wahrheit enthält. Manchmal macht Kleinvieh auch viel Mist, bzw. manchmal können selbst unsere kleinen Vierbeiner viel Geld verschlingen. Maren's vier Schweine haben z.B. dieses Jahr bereits mehr als 800 Eur Tierarztkosten verusacht: Ultraschalluntersuchungen wegen Zysten, Medikamente, Augenentzündungen, Klinikaufenthalte, Augenamputation, usw. Und zu diesen Beispielrechnungen kann jeder von uns Vereinsmitgliedern noch das eine oder andere Beispiel geben.

Bitte bedenken Sie dies, wenn Sie über die Anschaffung eines (zusätzlichen) Tieres nachdenken. Im Interesse der Tiere suchen wir immer nach einem endgültigen Zuhause. Natürlich kann man nie eine 100%ige Garantie geben, jedoch sollte jeder Interessent sich über bestimmte Voraussetzungen wie z.B. eine finanzielle Absicherung Gedanken machen. Wenn man sich nicht sicher ist, lieber eine kleine Meeri-Gruppe bzw. nur ein Kaninchenpärchen oder mit der Anschaffung noch ein bisschen warten.

Vielen Dank vorab für die Umsicht und das Verständnis - im Interesse der Tiere.

Maren Jansen


29. Juli 2009

Leider reißt im Moment die traurige Phase nicht ab, zwei unserer bereits vermittelten Näschen sind in den letzten Tagen über die Regenbogenbrücke gewandert:



Pünktchen, die nur wenige Monate in ihrem schönen Zuhause verbringen durfte, die aber hoffentlich das einsame Leben in einer Garage vergessen lassen konnten. Danke liebe Linde, dass Du Pünktchen dieses Geschenk gemacht hast und für die Mühe in den letzten Tagen.



Und Sesam, der einigen ganz sicher noch in Erinnerung ist ... er hieß früher Paulchen und war Lämmchens Spielkamerad und einer meiner besonderen Lieblinge, die ich niemals vergessen werde. Auch an Alexandra und Stephan ein riesen Dankeschön für den aufopferungsvollen Kampf, den sie leider verloren haben.



Auch Gnadenhofkaninchen Mokkas Freundin Socke macht ihrem Frauchen Pilar leider große Sorgen, denn Anfang der Woche kam die traurige Diagnose - Krebs. Wir drücken dem lieben Söckchen alle Daumen, dass sie noch eine schöne und schmerzfreie Zeit mit ihren 4 Kaninchen- und 3 Schweinchenfreunden genießen kann.

Auch Mokka selbst lässt's mal wieder nicht langweilig bei uns werden, einer ihrer Tumore ist aufgeplatzt und hat für den nächsten außerplanmäßigen Tierarztbesuch gesorgt ... aber zum Glück ist sie schon wieder auf dem Weg der Besserung, die kleine Kampfmaus denkt gar nicht ans Aufgeben und das ist gut so!

Hier mal wieder bei ihrer Lieblingsbeschätigung zu sehen ... Gartenausflug mit soooo viel zu Mampfen :-)

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Und dann möchte ich Euch gerne noch jemanden vorstellen ... Tilly



Die hübsche Hamsterdame haben wir von Markus Brunner und seinem Team vom Nagerschutz übernommen, die leider im Moment mit Notfällen auch sehr gebeutelt sind, auf der Homepage findet Ihr noch viele goldige Winzlinge, die ein Zuhause suchen.

Tilly und drei Rennmausmädels, die bei Sabina in Maisach untergebracht sind, würden sich über schöne und vor allen Dingen endgültige Zuhause riesig freuen. Wir beraten Euch gerne zu Haltung und Gehegebau.

Euch allen schöne Sommertage und auf dass es mal wieder ein paar positive Neuigkeiten gibt!


16. Juli 2009



Nemo rechts im Bild


Liebe Conny,

jetzt bin ich ja schon seit 10 Monaten nicht mehr bei Dir und dachte, ich melde mich mal, wie es mir so ergangen ist. Wie Du weisst, bin ich ja zu zwei Damen, Maja und Lina, gekommen, aber leider war Maja gar nicht begeistert von mir... Und von ihrer Freundin Lina dann auch nicht mehr... Anfangs hatte ich echt Angst, dass das nicht gut gehen kann und ein bisschen böse auf Dich und Ulrike war ich auch, dass Ihr mich nur kurz rausgeholt habt, als Maja mir das Ohr durchgebissen hat! Ihr würdet auch nicht wieder in die Höhle des Löwen gehen, wenn man Euch das Ohr durchgebissen hätte!!!! Aber ja, ich gebe zu, Ihr hattet Recht: wir sind mittlerweile eine Traumgruppe geworden, auch wenn Maja ihren Herrschersitz noch nicht hergegeben hat, aber irgendwann, irgendwann bin ICH Chef. Mit anderthalb Jahren sollte ein Böckchen ja wohl Chef sein dürfen, oder? Ich arbeite dran, wenn auch nur halbherzig, zweite Geige ist ja auch nicht schlecht.

Seit Januar sind wir ja zu viert - da kam noch so eine alte Oma dazu, Maggie heisst sie und ich sag Dir, DIE kann pfeifen! Ich pfeife dann immer fröhlich mit, damit diese Ulrike merkt, dass wir ganz doll Hunger haben und damit sie sich ein bisschen beeilt. Die meint doch tatsächlich, dass sie nach der Arbeit erstmal Hände waschen und sich umziehen muss bevor sie uns was gibt... Wo gibt es denn sowas?

Ich war ja sowas wie Dein Sorgenkind, weil ich so Angst hatte, gell? Dieser Ulrike habe ich auch lange nicht wirklich vertraut, ab und zu habe ich mir zwar ein Stück Paprika aus der Hand geholt, aber meistens habe ich gewartet, bis dass sie das Frischfutter endlich im Käfig verteilt hat - man ist ja kein dressiertes Zirkuspferd. Aber mittlerweile habe ich beschlossen, dass sie sooooooo übel garnicht ist und komme an die Scheibe um mir auch mal einen Leckerbissen abzuholen. Ich stelle mich auch an die Scheibe und pfeife, damit Nachschub kommt, aber hochheben, das muss ja wirklich nicht sein und so ein Schweinchen TÜV wird überbewertet - ich bin ein gesunder Bock im besten Mannesalter und man sieht doch, dass ich gesund bin! Und Krallenschneiden, wer will denn das? Aber Ulrike ist da unerbittlich, einmal die Woche muss ich angeschaut werden und auch noch auf die Waage und leider leider lässt sie sich von meiner Zwickerei gar nicht beeindrucken... Da muss ich mir wohl was anderes ausdenken um diese Kontrollen zu verhindern! Lina hat da was von anpieseln geflüstert, das hat sie früher immer gemacht, mal schauen, ob ich mich das traue...

Und das tollste: ich kann Menschen dressieren! Ulrike hat auf dem Balkon tolle Kräuter, die so richtig gut schmecken. Aber sie gibt uns davon nicht soviel, wie wir gerne hätten, weil sie sagt immer, dass sie ja auch was davon haben will... So ein Egoist!! Aber wenn diese Frau da ist, die ihr so ähnlich sieht und die sie mit Mama anredet, dann muss ich nur ein bisschen herzerweichend pfeifen und dann lässt diese "Mama" alles stehen und liegen und springt auf den Balkon und holt uns was aus dem Kräutergarten. :-) Das klappt sogar wenn sie am Frühstückstisch sitzen... Und da macht es mir dann ganz besonders viel Spass, weil Ulrike dann immer so grinst und den Kopf schüttelt.

Jedenfalls bin ich froh, dass ich hier gelandet bin. Ich bin ganz verliebt in meine drei Damen, wenn sie auch hin und wieder etwas zickig sind, aber eigentlich sind wir froh, dass wir uns haben! Das Leben lacht! Und mit ihm lacht Dein Nemo!



07. Juli 2009
ALWIN
August 2007 - 06. Juli 2009




Heute ist für mich ein sehr trauriger Tag, denn gestern am späten Abend ist der kleine Alwin gestorben - es ging ihm mit einem Mal so schlecht, dass ich beschlossen habe, eine Tierärztin kommen zu lassen die ihm seinen letzten Gang erleichtert.

Alwin hat nach zwei Wochen noch immer nicht selbstständig gefressen, so dass wir letzte Woche noch mal mit ihm beim Tierarzt waren. Zwar hat er die OP gut überstanden, jedoch bekam er in Folge dieser eine sehr schmerzhafte Rachenentzündung und musste mit Antibiotikum behandelt werden. Sein kleiner Bauch hat so mit dem Mittel gekämpft, dass er furchtbaren Durchfall hatte, aber dennoch hat er es geschafft, kontinuierlich zuzunehmen - er gab uns allen also immer wieder Grund zur Hoffnung. Jedoch war sein Immunsystem schon so geschwächt, dass er für alles anfällig wurde - so bemerkte ich wie aus dem Nichts plötzlich auch noch einen eitrigen Ballenabszess. Geduldig lies er jeden Tag die nötigen Behandlungen über sich ergehen und nach wie vor hat er es so sehr genossen, wenn ich ihm nach dem Füttern sein Bäuchlein massiert habe. Er hat sich immer so an mich gekuschelt und mir sein Köpfchen gegen den Hals gedrückt. Vor ein paar Tagen zog dann auch noch die hübsche Wanda hier ein, damit unser Kämpfer nicht so einsam war.



Erst gestern Nachmittag war ich dann noch mal beim Tierarzt, da er trotz Antibiotikum noch nicht alleine essen wollte. Dort war man ganz begeistert von seinem für diese Verhältnisse guten Allgemeinzustand, lediglich ein anderes Antibiotikum wurde verordnet.
Ein Blick ins Mäulchen verriet jedoch, dass die Brückenbildung schon wieder ansetzte und dass Alwin wohl immer einer lebenslangen Zahnbehandlung in regelmäßigen Abständen bedurfte. Das war der Moment in dem ich schlussendlich gesagt habe, dass Alwin für immer bei mir bleiben darf. Ich habe ihm versprochen, dass er einen tollen Eigenbau mit einem kleinen Harem bekommen würde - er müsse nur endlich anfangen zu essen.

Als ich ihn dann aber abends zum Füttern hochnahm, sah ich, dass Alwin aufgegeben hatte. Er war urplötzlich so schwach, dass er nicht mal mehr sein Köpfchen alleine halten konnte. Er versuchte zu laufen, doch rutschten ihm immer wieder die Beinchen weg und er kippte auf die Seite. Auch wenn ich es nicht glauben wollte, so wusste ich doch, dass es nun an der Zeit war, ihn gehen zu lassen. Sein kleiner Körper hat so viel mitgemacht und bis zu einem gewissen Punkt hat er gekämpft, doch dieses Bild ließ leider keinen Zweifel mehr offen. Als dann die Tierärztin hier war untersuchte sie ihn nochmals gründlich und sie diagnostizierte nun auch noch eine Lungenentzündung, die ihm das Atmen so schwer machte. Nachmittags war hiervon noch nichts zu erkennen - es ging also wirklich sehr schnell.

Wir alle hier kämpfen so sehr für jedes einzelne Tier, völlig egal ob es die eigenen sind oder die Pflegetiere, aber man muss auch wissen, ab wann es für das Tier nicht mehr lebenswert ist. Ein Tier, das trotz Antibiotikum-Gabe eine Lungenentzündung bekommt, ist einfach schon zu geschwächt. Was wäre als nächstes gekommen? Und hätte Alwin irgendwann wieder angefangen zu fressen? Oder hätte er auch auf ein anderes Mittel nicht mehr angesprochen? Wir werden es nie erfahren, denn sein gestriger Zustand war so schlimm, dass er mit Sicherheit in den nächsten 24 Stunden von selbst gestorben wäre. So konnte ich ihm wenigstens weitere Krämpfe und die Tatsache ersparen, dass er wohl erstickt wäre, da die Lunge nicht mehr arbeiten konnte.

Es ist so furchtbar traurig, wenn ein Tier den Weg noch bis zu uns schafft, dann aber so kurz vor dem Ziel die Chance auf ein neues, schöneres Leben nicht mehr nutzen kann. Wer einmal so um ein Tier gekämpft hat wird verstehen, warum wir so genau hinsehen, wohin wir unsere Schützlinge vermitteln, auch wenn manch einer diese Kriterien als "zu streng" ansehen mag. Wir versuchen einfach nur, den Tieren gerecht zu werden. Doch manchmal sind auch wir machtlos und man täuscht sich in den Personen und unsere Hilfe kommt zu spät, so wie bei Alwin.



Mein kleiner Alwinho, Du durftest nur zwei Wochen bei mir sein, doch ich hab mich auf den ersten Blick in Dich verliebt. Ich habe wirklich alles versucht, um Dir zu helfen, doch bestand meine letzte Hilfe nur darin, Dich zu erlösen. Ich hoffe, dort, wo Du jetzt bist tut Dir nichts mehr weh und ich wünsche Dir, dass Du mit all den Schweinchen, die Dir schon voraus gegangen sind, auf einer leckeren Wiese sitzt und Dir nun endlich das Gras wieder schmecken lässt.

Dein Pflegetantchen und fast-Frauchen Biggi


01. Juli 2009



Heute möchte ich Euch gerne die Geschichte von Alwin erzählen, der momentan das halbe Team der Kleintierhilfe ordentlich auf Trab hält:

Alwin wurde letztes Jahr von uns vermittelt und am Dienstag erreichte uns ein Anruf seiner Besitzerin, dass seine Freundin gestorben sei. Da man kein zweites Schweinchen mehr haben wollte, haben sich die Besitzer entschlossen, Alwin wieder in unsere Obhut zu geben.
Alwin würde es schlecht gehen, da er so arg trauern würde und sogar das Fressen würde ihm nicht mehr so recht schmecken. Als ich Alwin dann hier hatte, merkte ich jedoch schnell, dass da noch etwas anderes im Busch sein musste: Alwin war nur noch ein kleiner "Alwinho", denn er war auf ein Gewicht von 500 Gramm abgemagert.

Nachdem er einmal durch seinen Heuberg geknattert ist, kauerte er sich in der letzten Käfigecke zusammen und verweigerte jegliches Futter - auch das Heu, über das er sich vorher so gefreut hatte, interessierte ihn nicht. Am nächsten Morgen erwartete mich immer noch ein einziges Häufchen Elend, so dass uns der erste Weg zum Tierarzt führte. Ein Blick ins Alwihos Mäulchen zeigte Schlimmes: Er hatte Zahnspitzen und seine Backenzähne wuchsen trichterförmig, so dass er sich beim Fressen unweigerlich in Backen und Zunge biss.

Nicht Trauer also, sondern riesige Schmerzen bei jedem Bissen waren die Ursache für sein Verhalten. Eine OP war dringend nötig, doch war der Kleine zu entkräftet - er hätte diese in dem Zustand vermutlich nicht überlebt. Also habe ich Alwin wieder mitgenommen, ihn 24 Stunden aufgepäppelt um ihn erstmal für die OP zu stärken. Nach der OP, in der ihm die Zähne abgeschliffen wurden, war sein Zustand weiterhin kritisch - er musste sogar über Nacht bei der Tierärztin bleiben.
Als der erlösende Anruf kam, dass Alwin wieder etwas munterer ist, holte ich den Kämpfer wieder zu mir. Er kann noch immer nicht alleine fressen, daher wird er weiterhin gepäppelt. Weil Magen und Darm mit dieser eigentlich normalen Futtermenge überfordert sind, plagt ihn nun auch noch Bauchweh und nach jeder Fütterungseinheit stellt sich der clevere Quieker auf die bereit liegende Küchenrolle, damit ich besser an sein Bäuchlein zum Massieren komme:



Soviel Kampfgeist seinerseits muss doch einfach belohnt werden - deswegen hoffen wir alle, dass aus Alwinho bald wieder ein kerngesunder Alwin wird.
Wenn es soweit ist, wird sich der etwa 1,5 Jahre alte Herzensbrecher in unserem Vermittlungsbereich zeigen und er hofft schon jetzt, dass sich ein liebevolles Plätzchen für ihn findet, in dem man seinen Beißerchen besondere Aufmerksamkeit schenkt. Denn auch wenn die Prognose äußerst positiv ist, so bleibt abzuwarten, ob das Zahnproblem eine einmalige Sache war oder ob es einer regelmäßigen Kontrolle bedarf.

Und unser Fazit der Geschichte?
Wenn wir eines unserer geliebten Tiere verlieren, trauern wir und man neigt wie in vielen anderen Situationen dazu, das Verhalten seiner Vierbeiner so zu interpretieren, wie es uns Zweibeinern eben logisch erscheint. Manchmal aber steckt wie bei Alwins Geschichte etwas ganz anderes dahinter. Die Wahrheit zeigt sich oft erst durch eine tierärztliche Kontrolle. Tiere verbergen so lange wie möglich ihre Schmerzen, so dass in ungeklärten Verhaltensweisen der Gang zum Tierarzt einfach unerlässlich ist. Wir empfehlen daher auch bei gesunden Tieren dringend einmal im Jahr einen Tierarzt - Check, der zumindest eine Kotprobe und eine Zahnkontrolle beinhalten sollte. Auch das Argument der "überflüssigen Kosten" für einen Arztbesuch mit einem (vermeintlich) gesunden Tier überzeugt nicht, denn die Kosten für diese Standartuntersuchungen liegen wirklich in dem Bereich, den einem sein Tier wert sein sollte. Zudem kann man sich beispielsweise allein bei Alwinhos Geschichte überlegen, was ein frühzeitiger Gang zum Tierarzt so alles gespart hätte: Nicht nur die Kosten für die jetzt so intensive Behandlung, sondern noch viel wichtiger: Alwinho hätten die jetzigen Schmerzen und Strapazen erspart bleiben können.

Jetzt bleibt nur zu hoffen, kleiner Alwinho, dass Du bald wieder bergeweise Heu verdrückst und bald wieder anfängst ganz alleine zu futtern - ich helfe Dir jedenfalls, wo ich nur kann!

Pflegetantchen Biggi


22. Juni 2009
HAPPY BIRTHDAY KLEINE MOKKA



Heute ist für unser Gnadenhofkaninchen Mokka ein ganz besonderer Tag und den möchten wir mit allen Lesern, Spendern und Mokka-Fans feiern. Am 21. Dezember 2008 wurde Mokka operiert und der bösartige Gebärmuttertumor entdeckt und die behandelnde Tierärztin sagte uns, dass Mokka allerhöchstens noch 6 Monate zu leben hätte. Mit viel Glück, vielleicht wären es auch nur noch Wochen. Man braucht ja nun kein mathematisches Genie zu sein um nachzurechnen, dass dieses halbe Jahr gestern abgelaufen war. Und Mokka? Die tobt hier fröhlich mit ihren Freunden herum und hat schon voller Freude ihre "Geburtstagstorte" verspeist!



Kleine Mokka, dein Frauchen möchte dir natürlich als erste gratulieren! Ich habe dich vor fast 6 Monaten aufgenommen, damit du nicht alleine sterben müsstest. Ich wollte dir noch ein paar schöne Wochen machen und du solltest in dieser Zeit nicht alleine sein, sondern andere Langohren an deiner Seite haben.

Ich habe dich zu mir geholt und von dem Moment an kam alles anders als geplant. Ich habe ein Häufchen Elend erwartet, nach all dem was ich von dir wusste. Aber da hatte ich die Rechnung ohne dich gemacht! Ja, du hattest mit deinen Krankheiten zu kämpfen, du konntest nur schwer hoppeln. Aber das alles konnte dich nicht aufhalten. Du bist hier aus der Transportbox gestiegen und hast sofort unsere gesamte Wohnung in Beschlag genommen, hast dich sofort zuhause gefühlt. Ich machte mir Sorgen ob und wie du eine Zusammenführung überstehen würdest. Doch du hast deinen Platz in der Gruppe sofort gefunden und auch immer behauptet.

Ich holte ein Kaninchen zum Sterben zu mir und habe etwas ganz anderes bekommen: Eine unglaubliche Kämpferin, die mir täglich zeigt, dass alles möglich ist, wenn man nur will. Eine Kämpferin, der man nicht anmerkt, dass sie kämpft, sondern die einfach nur ihr Leben und jeden Tag, den sie hat in vollen Zügen genießt. Kein anderes meiner Tiere strahlt so viel Lebensfreude aus und nimmt so aktiv am Geschehen um sich herum Teil wie du. Natürlich hatte ich den festen Vorsatz mich nicht zu sehr an dich zu hängen weil ich ja wusste, dass wir dich nicht lange haben würden. Aber kleine Mokka, das war einfach unmöglich! Wer dich einmal gesehen hat und dich kennt, der weiß warum du mir so unendlich ans Herz gewachsen bist.

Zwischendurch ging es dir schon einmal sehr schlecht, wir kämpften mit Abszessen und rasanter Gewichtsabnahme, wir bekamen die Diagnose, dass der Tumor in wenigen Monaten schon wieder um 3 cm gewachsen war und ich war darauf gefasst, dass du uns bald verlassen würdest. Aber du wolltest nicht und hast deine Medikamente verschlungen als hättest du gewusst, dass sie dir helfen. Und sie taten es. Die Abszesse sind verschwunden und du hast wieder zugenommen und bist heute fitter und fröhlicher als zuvor. Ich wünsche dir und mir so sehr, dass du es noch ganz lange bleibst und dein Leben weiter so genießen kannst! Ich hoffe, du wirst noch sehr lange deine tägliche Extraration und deine Medikamente neben mir auf dem Sofa verspeisen und dabei so zufrieden aussehen wie heute! Kleine Mokka, ich wünsche dir alles alles Gute zu deinem ganz besonderen "Geburtstag".

Dein Frauchen mit den Langohren Socke, Lilo, Nuka und Fluse sowie den Schweinchen Hiro, Nita und Wawa, die dich auch alle sehr lieb haben.



Ich möchte auch noch einmal allen Spendern danken, die mit ihrer Unterstützung helfen, Mokkas Medikamente zu finanzieren!
Vielen Dank!

Und hier das Rezept für die Geburtstagstorte:

Man raspelt (je nach Anzahl an Tieren) Karotte, Apfel, Knollensellerie und anderes Gemüse und Obst und vermischt es mit zerdrückter Banane. Ist dies Mischung zu flüssig kann man noch einen Löffelchen Haferflocken dazu geben. Daraus formt man die Torte und verziert sie, z.B. mit Kerzen aus Karotten, Erdbeerstückchen, Brokkoli oder wie Mokkas Torte mit Kamillenblüten. Man kann hier seiner Fantasie freien Lauf lassen. Guten Appetit!





17. Juni 2009

Hier seht ihr den Neuzugang in der Pflegestelle Steinhöring. Die Buben Vivido (links im Bild) und Bianco (rechts) sind beide am 16.03.09 geboren. Eine Tierliebhaberin hat die Eltern der beiden von einer Bekannten abgenommen, ein paar Tage später waren 5 Babys da. Die Eltern sind mittlerweile vermittelt, bei den jungen Kaninchen hat es bisher nicht geklappt. Deshalb haben wir 2 der Geschwister übernommen.

Die Frühkastration haben Bianco und Vivido gut überstanden. Beide sind sehr lebhaft, typische Kaninchen-Kinder eben, trotzdem sehr zutraulich. Ab dem 07.07.09 können Sie in ein schönes Außengehege umziehen.

Viele Grüße aus Steinhöring von Christin mit den zwei Lausbuben



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Und über dieses goldige Bild von Gustl (ehemals Hugo der Boss), der hier seelig entspannt schlummert, und die dazugehörige Mail haben wir uns auch riesig gefreut. Gustl ist eines unserer Dachau-Notfall-Schweinchen und genießt seit September 2008 Dank Familie F. ein wunderschönes Schweinchenleben mit drei flotten Mädels in einem wunderschönen Schweincheneigenheim.

Es ist immer wieder total schön Nachricht von unseren ehemaligen Vermittlungsnasen zu bekommen!



15. Juni 2009
Sommerhitze

Hallo Ihr lieben Zweibeiner!

Ist Euch auch so furchtbar heiß wie mir?
Also meine Freundin Cleo und mich schlaucht das warme Wetter schon ganz schön.
Wir liegen die meiste Zeit des Tages nur faul rum und warten, dass es abends endlich ein bisschen kühler wird. Dass wir deswegen auch meistens erst abends Hunger kriegen ist auch normal. Toll ist, dass wir um diese Jahreszeit ganz viel Wiese und Löwenzahn zu futtern bekommen - das bekommt uns auch in der Hitze am besten, nachdem wir uns erstmal wieder dran gewöhnt haben.

Unser Frauchen hat sich auch was einfallen lassen, um uns ein bisschen Abkühlung zu verschaffen. Wir finden es z.B. ganz toll, wenn wir uns auf ein Handtuch legen können, unter das unser Frauchen einen Kühlakku eingepackt hat - wichtig ist aber, dass es ein Hartplastik-Kühlakku ist und nicht so einer mit Gelfüllung, weil in den könnten wir ja reinbeißen.

Manche meiner Kollegen liegen auch gerne auf einer großen Fliese, wie man sie im Baumarkt bekommt, denn die Beschichtung hält sie auch bei Sonneneinstrahlung kühl.
Das Highlight ist aber die Kiste mit dem Sandkasten - Sand ebenfalls aus dem Baumarkt, denn der Sand bleibt auch in der Sonne kühl und ist bequem.

Auf dem Bild seht ihr auch, wie schön ich im Sand relaxen kann.




Bis bald wieder;
Euer Berti mit Frauchen Biggi

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Aber auch unsere quiekenden Freunde leiden unter den Temperaturen und gerade Langhaarrassen sind in diesen Monaten nicht zu beneiden. Aus diesem Grund bitten wir Euch alle herzlich doch auch den Schweinchen etwas Abkühlung zu gönnen, die bei den Kaninchen genannten Beispiele kann man genauso bei Meerschweinchen anwenden und langhaarigen Rassen sollte man eine fesche Sommerfrisur gönnen, so wie es Pilar hier bei Nita getan hat:

Vor dem Friseurtermin:


Und danach:


Die hübsche Meerschweindame wird im übrigen sofort aktiver, sobald die lästige Wolle verschwunden ist.



01. Juni 2009

Hallo zusammen,

nachdem ich letzte Woche eine interessante Erfahrung gemacht habe, möchte ich diese gerne hier teilen, auch vielleicht als kleine Anregung für alle, die sich mit scheuen Schweinen "herum schlagen".

Derzeit sitzen bei mir zwei Vermittlungsschweine (Hibbi-Kuss und Mimosa). Die beiden sind nur vorübergehend bei mir und sehr schüchtern. Wer soll es ihnen auch verübeln, nach allem, was sie schon in ihren jungen Jahren mitgemacht haben (sie stammen aus dem Rosenheim-Notfall, einer Wohnungsräumung durch das Veterinäramt mit ca. 70 Meerschweinchen und vielen Ratten).

Ich habe den beiden als vorübergehende Bleibe zwei Käfige aneinander gestellt. Einen davon habe ich mit einem Tuch halb abgedeckt. In diesem Käfig haben sich die beiden Schweine die ersten Tage ausschließlich aufgehalten. Die beiden haben sich kaum bewegt, saßen nur im Häusschen oder haben gerade mal zum Frischfutter holen die Nase heraus gestreckt. Selbst Futter als Anreiz konnte die beiden nicht davon überzeugen, den Weg in den zweiten Käfig zu finden.

"Das ist kein Dauerzustand, die beiden sollen sich bewegen", dachte ich mir. Und habe einfach mal die Decke über BEIDE Käfige gebreitet. Und siehe da: Es ist wie verzaubert: Seit dem BEIDE Käfige von oben und den Seiten mit einer Decke abgedeckt sind, wird die gesamte Fläche genutzt. Als wenn es völlig andere Schweine wären, wird da gerannt, getobt, gesprungen. Gequiekt, gebromselt und gefuttert was das Zeug hält. Eine Decke als Schutz von oben: die Schweine haben eine Art großer Höhle. Das ganze gibt den Tieren so viel Sicherheit und Selbstbewusstsein, dass die kaum wieder zu erkennen sind. Mit dieser Verwandlung hatte ich nicht gerechnet!

Vielleicht ist dies eine kleine Anregung für alle, die auch scheue/schüchterne Schweine haben bzw als Starthilfe bei einer Neuanschaffung? Mit dem Schutz von oben darf selbst ich als furchterregender Mensch schon viel näher an den Käfig ran, ohne dass die Flucht ergriffen wird.

Schön, dass ich mit einfachen Mitteln so sehr zur Lebensqualität der Fellnasen beitragen konnte.

Ist dies eine Anregung für Sie, so bedenken Sie jedoch: NIEMALS den Käfig GANZ abdecken!! Zum einen benötigen die Tiere Luft, und es sollte immer für eine gute Belüftung gesorgt sein. Zum anderen werden die Tiere sich nicht entspannen, wenn sie sie auf Dauer völlig von der Außenwelt abschotten. Und drittens sollten sie die Tiere auch immer beobachten können, um sofort zu merken, wenn etwas nicht stimmt.

Viele Grüße,
Maren

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Und das ist ein ganz lieber Neuzugang ... Strolchi



Der goldige Knopf ist fünf Jahre alt und hat Zeit seines Lebens mit einem anderen Böckchen verbracht, das nun gestorben ist. Jetzt kam Strolchi zu uns, damit er den Rest seines hoffentlich noch langen Lebens nicht alleine verbringen muss. Am ersten Tag war er noch sehr neugierig und aufgeschlossen, aber da im Moment in meiner Gautinger Pflegestelle keine anderen Schweinchen sind, hat er sehr schnell angefangen seinem Kumpel nachzutrauern und schlecht zu fressen. Da waren sie dann wieder meine guten Vorsätze ... 1 Käfig ist genug, wir wollen ja schließlich endlich unser altes Häuschen renovieren. Aber ein trauerndes Schwein ... das hat natürlich Vorrang vor allem ;-))

So kam heute Pilar zu mir, mit den Pflegeschweinchen Ricchie und Viola im Gepäck und da Strolchis Allgemeincheck und Kotprobe negativ war durften die drei auch gleich nebeneinander ziehen ... es hat wenige Minuten gedauert, schon fing mein kleines Sorgenkind an zu fressen.

Nun muss er nur noch seine zweite OP nach der Kastration, die Entfernung von einem großen Atherom, umgangsprachlich bekannt als Grützbeutel oder Grießknoten, gut überstehen und seine Kastraquarantäne bis Mitte Juli absitzen, und dann stehen hoffentlich die Zweibeiner mit ihren süßen Mädelsschweinchen schon nach ihm Schlange ;-))



17. Mai 2009

Da war doch etwas in meinem Briefkasten, dieses Mal allerdings mit einem kleinen Hinweis vorab. Frauchen Vroni, die der Bella ja immer beim Tippen hilft, musste eines ihrer Schweinchen, nämlich die liebe Selina, beerdigen. Selina hat nicht in Bellas Truppe gelebt, sondern in einer 3-er-WG mit zwei Dachau-Notfall-Schweinchen von uns. Aber daher hatte sie natürlich anderes im Kopf als Bella nach Leibeskräften zu unterstützen und ist mit dem Mai-Bericht nicht so zufrieden ... liebe Vroni, es tut uns sehr leid um Selina, aber sie hatte eine wirklich gute Zeit bei Dir!!! Und Euer Beitrag ist trotzdem klasse!!! Und von Herzen Danke, dass die kleine Roocy nun Selinas Platz im Eigenbau einnehmen durfte.

Bellas Mai-Briefchen



05. Mai 2009

Dangesön liebe Zweibeiner


Heute möchten wir uns einmal ganz herzlich für die eingegangenen Spenden für unser Gnadenhofkaninchen Mokka bedanken! Es ist wirklich schön, dass es Menschen gibt, denen das Schicksal eines kleinen Kaninchens, das sie nicht einmal persönlich kennen, so am Herzen liegt.

Herzlichen Dank an Birgit F., Yvonne W. und Luzia O. !!!

Da die klassische Medizin keinerlei Optionen mehr zur Behandlung des Tumors bot, haben wir uns entschlossen Mokka homöopatisch zu behandeln. Man kann der Homöopatie skeptisch gegenüber stehen, aber was sie bei Mokka bewirkt hat, ist nicht von der Hand zu weisen. Hier gilt der Dank ganz besonders Andrea Kraus, die viel Zeit investiert hat, um die richtigen Mittel für Mokka zu finden! Vielen Dank! Seit einigen Wochen bekommt unser Grandehofkaninchen nun regelmäßig Medikamente und nicht nur die Abszesse sind endlich abgeheilt - nein, auch ihr Allgemeinbefinden hat sich unglaublich gebessert. Der noch von der Kastration im Dezember rasierte Bauch war bis vor kurzem immer noch nackt und es gab keine Anzeichen dafür, dass die Haare nachwachsen würden. Doch seit sie ihre Medikamente bekommt, wachsen sie nach! Langsam aber immerhin. Und auch ihr Gewicht gibt Anlass zur Freude. Im April kämpften wir noch darum, das Gewicht zu halten und obwohl sie kräftig zugefüttert wurde, nahm sie ständig ab. Jetzt hat sie bereits wieder 400 g zugenommen!

Wir hegen also die Hoffnung, dass ihr Körper jetzt stark genug ist, dem Tumor noch eine zeitlang zu trotzen und sie ihr Leben bei uns noch lange genießen darf. Sie wird solange sie bei uns ist, die Medikamente bekommen, die ihr so gut tun und wir danken allen Spendern, dass sie uns das ermöglichen! Vielen vielen Dank!



02. Mai 2009

Am 21. April haben wir Euch noch das schöne Kuschelbild von Luna & Caruso gezeigt ... leider hat es das Schicksal mit dieser Liebe nicht gut gemeint ... aber lassen wir Frauchen Christin selbst berichten:

LUNA


In der Nacht vom Montag zum Dienstag ist ganz plötzlich unsere Luna gestorben. Luna kam im Juni 2006 im Alter von 2 Jahren von einer anderen Notstation zu uns. Sie war immer unser Sorgenkind und hat bei fast jeder Krankheit "hier" gerufen. Zuletzt haben wir ihr wegen einer Atemwegserkrankung diverse Medikamente geben müssen. Sie war aber trotzdem ganz normal drauf, hat gut gefressen und ist herum gesprungen. Nur letztes Wochenende ist sie apathischer geworden. Am Montag beim Tierarzt hieß es noch, dass die Atemwegserkrankung geheilt ist. Schlechter gefressen hatte sie am Abend dennoch und sich an ruhige Plätze zurück gezogen. Temperatur war am Abend noch normal. Aber am nächsten Morgen lag sie tot im Gehege. Caruso hat neben ihr gewacht.

Luna, wir danken dir für die schöne Zeit, die wir mit dir verbringen durften!
Das Gehege, das wir extra für dich gebaut haben, weil du in der großen Kaninchengruppe nicht klar kamst, hast du zumindest 1 Jahr nutzen können.

Luna-Mädel, du wirst immer in unserem Herzen bleiben! Wir werden dich nie vergessen!


27. April 2009

Wenn die Maren Radl fährt ... oder ... Zeit für einen Schwan

Da denkt man sich nix Böses, will nur mal eine schöne Feierabendrunde mit dem Mountainbike an der Isar drehen, den Stress vom Arbeitstag loswerden und ein bisschen frische Luft schnüffeln und Sonne tanken ...

Und dann kommt doch wieder alles anders als geplant ...

Naja, nicht ganz anders. Geradelt bin ich schon… Mit einem Trainingspartner (Gruß an den tapferen Marcus, der unendlich viel Geduld hatte) an der Isar von der Marienklause aus Richtung Schäftlarn.

Als wir an zwei anderen Bikern vorbei kamen, die einen Schwan mit einem verletzten Flügel gefunden hatten, haben wir natürlich angehalten und unsere Hilfe angeboten. Die beiden anderen waren aber super und haben schnell reagiert und die Tierrettung gerufen. Unsere angebotene Hilfe war erst einmal nicht nötig und so sind wir weiter gefahren.

Auf dem Rückweg fanden wir leider immer noch das gleiche Bild, da die Tierrettung noch bei einem anderen Einsatz war und außerdem auch nicht bis zu der Stelle mit dem verletzten Schwan kamen, da wir zwar auf einem Fahrradweg waren, allerdings dieser nicht für Autos befahrbar war.

War Herr Schwan zu Beginn noch sehr mutig und hat sich mächtig vor uns aufgebaut, war er inzwischen völlig entkräftet und machte den Eindruck, als wenn er sich bereits aufgegeben hätte. Wir hatten den Eindruck, dass das arme Tier schon länger mit seinem vermutlich gebrochenen Flügel umher irrte. Weil er kaum noch Gegenwehr zeigte und nicht mehr laufen konnte, war es relativ einfach, das Tier (zum Schutz aller in Jacken gewickelt) zu Fuß unter dem Arm abzutransportieren. Die andere Bikerin war bereits auf dem Weg, der Tierrettung entgegen zu fahren und wir haben dann zu dritt den Schwan und die drei Räder mitgenommen.

Der großartig hilfsbereite "Hausmeister" des nächsten Wasserwerkes hat uns dann sogar auf halbem Weg mit seinem Kombi abgeholt und uns zum Wasserwerk gefahren, wo dann auch die Tierrettung hinkommen konnte.

Da der Schwan dann in Sicherheit war und ganz ruhig, sind die beiden anderen Biker vor Ort geblieben und haben auf die Tierrettung gewartet.

Mal wieder ein kleines Abenteuer am Feierabend, leider kein Schönes für den Schwan.

Ich möchte den Anlass aber -auch wenn es kein Schöner war- nutzen:

Viiiiielen Dank an die beiden anderen Biker. Ihr habt super reagiert und euch aufopferungsvoll gekümmert. Hut ab, dass ihr bereit wart, Stunden damit zu verbringen, euch zu kümmern. Sicher nicht selbstverständlich. Ich bin sicher, der Schwan wäre irgendwo elendig und allein gestorben, wenn ihr euch nicht gekümmert hättet! Wenn ihr das hier lest, dann meldet euch doch mal (Email an Maren), vielleicht wisst ihr ja sogar, ob der Schwan es geschafft hat. Ich würde mich freuen, von euch zu hören.

Aber auch ein Appell an alle, die gerne die Natur geniessen und im Grünen unterwegs sind, egal wie:

Haltet die Augen auf und geht aufmerksam und wachsam mit unserer Umwelt um!
Es sterben so viele Tiere, die zum Teil sogar durch uns Menschen verschuldet, Verletzungen davon tragen.
Sie sterben oft qualvoll und allein.
Und das muss nicht sein! Wenn jeder von uns ein bisschen mit geöffneten Augen durch's Leben geht, dann ist vielen geholfen.

Und das gilt nicht nur für unsere Mitmenschen (einfach mal klingeln und fragen, ob alles ok ist, wenn man den Nachbarn länger nicht gesehen hat) und unserer Haustiere (der Hund schüttelt ständig den Kopf? Schaut vielleicht lustig aus, kann aber eine schmerzhafte Ohrenentzündung sein, lieber einmal zuviel zum Tierarzt).
Sondern auch und vor allem für Wildtiere, die sich nun wirklich nicht selbst helfen können. Wer sich nicht sicher ist, was zu tun ist oder sich nicht traut, selber Hand an zu legen (was völlig ok und manchmal sogar besser ist), kann zumindest Hilfe holen. Die Nummer des nächsten Tierarztes oder der Tierrettung (in München : 01805 843773) ist schnell im Handy gespeichert und dann meistens griffbereit. Sonst ist auch die Feuerwehr hilfsbereit.

Dies an dieser Stelle los zu werden war mir wirklich wichtig. Ich habe die Notrufnummern schon lange im Handy, auch für meine eigenen Tiere. Und es hat mich wahnsinnig gefreut zu sehen, dass ich nicht die Einzige war. Und ich hoffe, dass es in den nächsten Tagen noch viele mehr werden.

Mir bleibt nur noch zu hoffen, dass dem Tier geholfen werden konnte. Die Frage, ob sich der Zeitaufwand "gelohnt" hat habe ich mir nie gestellt. Auch wenn der Schwan es nicht geschafft hat und die Hilfe zu spät kam, so hatte es zumindest den Sinn, dass er nicht langsam, qualvoll und allein sterben musste.

21. April 2009

Luna & Caruso


Dieses Bild habe ich heute geknipst. Das muss Liebe sein!
Wenn ich mir meine glücklichen Kaninchen anschaue, kann ich nicht verstehen, warum manche Leute daran festhalten, Kaninchen allein zu halten. Ich wollte daher einfach dieses schöne Bild mit euch teilen!

Viele Grüße
Christin / Pflegestelle Steinhöring


11. April 2009



Gnadenhofkaninchen Mokka, ihre Freunde und das Kleintierhilfe-München-Team samt aller Vermittlungspfötchen wünschen Euch und Euren tierischen Freunden von Herzen ein schönes und sonniges Osterfest



Osterlamm ... so ein Quatsch ... die haben doch alle keine Ahnung ... andererseits, dann bräuchte ich zumindest nicht so viele Eier legen ;-)

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Und hier noch eine Bitte an alle diejenigen, die ihren Vierbeinern, egal ob Meerschweinchen oder Kaninchen, die ersten Ausflüge nach draußen gönnen:

Auch wenn das Wetter noch so schön ist ... Innentiere sind das frische Gras noch nicht gewohnt, bitte lasst sie nicht zu lange draußen, denn jedes Jahr kommt es leider wieder zu Todesfällen, weil es zu Magenüberladungen führen kann, zu Fehlgärungen oder in weniger schlimmen Fällen zumindest zu Bauchschmerzen. Also den ersten Ausflug bitte nach höchstens einer Stunde wieder beenden. Man kann die Ausflüge täglich etwas steigern, nach ca. zwei Wochen muss man sich dann keine Sorgen mehr machen. Außerdem auch bitte darauf achten, dass die Vierbeiner immer ein Schattenplätzchen, Wasser und Versteckmöglichkeiten zur Verfügung haben. Ein sicheres Ausflaufgehge, in dem nicht plötzlich Nachbars Katze sitzt sollte selbstverständlich sein, dann steht dem Frischluftspaß auch nichts mehr im Wege und Vier- und Zweibeiner können unbeschwert das tolle Wetter genießen.

05. April 2009

Liebe Leser und Rätselteilnehmer,

die Frist ist nun abgelaufen und wie versprochen wird der Gewinner nun hier bekannt gegeben.

Leider war die Beteiligung diesmal lange nicht so groß wie bei unserem Sommer-Rätsel. Suchbilder gefallen den Lesern also nicht, wir werden es uns merken ;)

Dennoch gab es ein paar Tipps. Und am besten gezählt / getippt hat Tina K. aus Peißenberg mit 93 Schweinchen.
Unsere Vermittlungsschweinchen Jim Knopf, Penny Pig und 00-Ferkel dürfen sich also über ein neues Häusschen freuen. Herzlichen Glückwunsch! Und viel Spaß beim Umzug ins neue Eigenheim!

Die richtige Lösung wären übrigens 104 Schweinchen gewesen. So viele hat aber niemand getippt :-)

Viele Güsse,

Maren

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Und der kleine Fanclub wartet bestimmt schon was es für Neuigkeiten aus Nürnberg gibt ... hier sind sie ...
die Bella-News im April 2009


29. März 2009

Wie man zu einem Gnadenhoftier kommt



Normalerweise nimmt die Kleintierhilfe München Meerschweinchen, Kaninchen und andere Tiere auf und vermittelt sie in gute Hände weiter. Oft bekommen wir jedoch auch kranke Tiere, die erst tierärztliche Behandlung brauchen und gesund gepflegt werden müssen, bevor sie in ein neues Zuhause umziehen können. Das Ziel ist jedoch immer die Vermittlung, denn jedes Tier, das wir dauerhaft aufnehmen, besetzt einen Pflegeplatz und wir können weniger Tiere aufnehmen und ihnen zu einem neuen Leben verhelfen.

Manchmal kommt es aber auch ganz anders. Wie im Falle von Kaninchen Mokka. Sie kam im Alter von 5 Jahren zur Kleintierhilfe. Zu diesem Zeitpunkt litt sie sehr stark an Enzephalitozoonose, einer Krankheit die das zentrale Nervensystem angreift. Außerdem machte ihr ein Auge starke Probleme, die nicht in den Griff zu bekommen waren. Bei der Kastration wurde daher das Auge entfernt. Dabei wurde auch festgestellt, dass die Gebärmutter bereits tumorös verändert war.
Der Krebs und die Enzephalitozoonose, die über Jahre hinweg unbehandelt geblieben war, sind unheilbare Krankheiten, die Mokkas Lebensqualität mitunter stark beeinträchtigen. Durch die Schädigung des Nervensystems kann sie nicht mehr normal hoppeln, die Hinterbeinnerven sind schon zu stark betroffen. Sie bekommt Medikamente, die ihr sehr gut helfen und die dafür sorgen, dass sie mit diesem Zustand sehr gut leben und mit ihren 4 Partnertieren um die Wette hoppeln kann. Männchen machen kann sie aber z.B. nicht. Außerdem sind auch die Nieren und die Blase bereits geschädigt, sei es durch die Enzephalitozoonose oder durch den Krebs oder beides. Seitdem ist sie nicht mehr stubenrein, sie hat nicht mehr unter Kontrolle wo oder wann sie sich erleichtert. Da sie dennoch nicht auf käfigfreie Haltung verzichten soll, lebt sie in einem großen Gehege mit waschbaren Teppichen, die täglich gewechselt und gewaschen werden müssen. Leider hat Mokka seit kurzem auch noch mit Abszessen zu kämpfen und morgen steht deshalb schon wieder der nächste Tierarztbesuch auf dem Programm.

Alles in allem war klar, dass so ein Tier keine Chance mehr auf Vermittlung hat. Nicht nur wegen der Umstände, die ihre Krankheiten mit sich bringen sondern auch wegen der hohen Tierarztkosten. Denn tierärztliche Behandlung wird sie den Rest ihres Lebens benötigen ebenso wie viele teure Medikamente, die ihre Lebensqualität steigern. Um ihr all das und ein Leben mit Artgenossen zu ermöglichen, haben wir beschlossen sie als Gnadenhoftier aufzunehmen und ihr ihren Lebensabend so schön wie möglich zu gestalten. Und wer weiß, vielleicht lässt sich der Krebs noch ein wenig länger in Schach halten und sie hat noch eine lange Zeit vor sich. Wir hoffen es jedenfalls, denn sie ist ein so lebensfrohes kleines Kaninchen mit einem wirklich umwerfenden Charakter.

Da die Tierarztkosten, die die "Brieftasche der Kleintierhilfe" hoffentlich noch sehr lange belasten, wirklich hoch sind, würde sich die kleine Lady sehr über Paten freuen und diesen selbstverständlich auch regelmäßig schreiben und Fotos schicken. Wenn Sie an einer solchen Patenschaft interessiert sind, dürfen sie gerne Kontakt mit uns aufnehmen und Mokka meldet sich dann bei Ihnen.

Mehr über Mokka und ihre Freunde können Sie HIER nachlesen.




25. März 2009

So, Ihr lieben Leser/innen,

wir wollen es euch ja nicht zu einfach machen und euch immer "nur" mit Geschichten und Neuigkeiten versorgen. Es ist mal wieder Zeit, dass ihr auch selbst wieder aktiv werdet. Daher an dieser Stelle ein kleines Rätsel für unseren kleinen und großen Rätselfreunde.

Ihr sehr hier ein Bild mit gaaaaaanz vielen Meerschweinchen. Es sind natürlich alles Tiere aus unseren Vermittlungen der letzten Wochen und Monate. Der eine oder andere erkennt vielleicht seinen neuen Mitbewohner. Vielleicht sogar mehrfach, denn die Bilder sind nicht nur einmal vorhanden.

Nun die Frage an Euch:

WIE VIELE SCHWEINE SIND INSGESAMT AUF DEM BILD ZU SEHEN???



Also, ran an den Speck: Suchen, zählen und den Lösungsvorschlag per Mail an unsere Rätselkoordinatorin Maren:
Lösungsmail an Maren

Es werden nur Lösungen, die bei Maren ankommen, ausgewertet. Sobald uns die richtige Lösung erreicht, könnt Ihr bei den Neuigkeiten auf der HP die Lösung und den Sieger finden.

Wie immer gibt es auch etwas zu gewinnen, nämlich dieses Häuschen mit abnehmbaren Dach:



Viel Spaß, Euer Kleintierhilfe-Team


16. März 2009

Hallo Ihr Zweibeiner!



Ich bin der Berti, bin sieben Jahre alt und muss Euch mal was erzählen:
Ende letzten Jahres ist meine Freundin gestorben. Da war ich dann ganz traurig und alleine. Weil ich nun selber nicht mehr der jüngste bin, wollte mein Frauchen keinen jungen Hüpfer zu mir setzen, sondern lieber ein älteres Model haben.

Die Suche war ein bisschen schwierig und deswegen hat sie auch ein paar Wochen gedauert. In dieser Zeit hab ich ganz besonders viel mit meinem Frauchen gekuschelt, denn ich bin schließlich sehr liebesbedürftig. Manche Zweibeiner, die das gesehen haben, konnten gar nicht verstehen, warum ich nicht alleine bleiben sollte - schließlich war ich ja plötzlich ganz besonders anhänglich und das hat den Menschen gefallen.

Aber war ich das, weil ich mein Frauchen auf einmal lieber hatte als sonst? Natürlich sah es auf den ersten Blick aus, als wäre ich so zufrieden, aber in Wirklichkeit war ich einfach nur ganz schrecklich einsam. Ich habe jemanden vermisst, der mir meine Augen sauber leckt und jemanden, mit dem man sich um ein Leckerchen streiten kann. Jemanden, mit dem es Spaß macht, sich durch einen Berg Heu zu wühlen und an den ich mich nachts kuscheln kann, wenn ich müde bin. Schließlich wurde ich so traurig, dass ich mich immer in die letzte Ecke verzogen habe und essen wollte ich auch nicht mehr so richtig. Vielleicht, weil ich so traurig war, vielleicht aber auch einfach, weil der, wie mein Frauchen es nennt, Futterneid weg war.

Es wurde also höchste Zeit, dass Cleo hier einzog. Sie ist schon genau so alt wie ich und sie hat vorher in der Hasienda in Rosenheim auf ein neues Zuhause gewartet. Ihre Pflegetante hatte die Hoffnung schon fast aufgegeben, dass Cleo und all die anderen Senioren, die derzeit bei ihr wohnen, noch mal einen zweiten Frühling genießen dürfen. Aber mit ihr macht einfach alles doppelt so viel Spaß und ich bin sooo verknallt!

Und mein Frauchen? Die ist auch glücklich und zufrieden, denn sie hat mir das zugestanden, was ich am meisten brauchte: Einen Artgenossen, der zu mir passt. Und sie hat damit nicht nur mich, sondern auch Cleo glücklich gemacht. Denn haben ältere Tiere es nicht auch verdient, noch mal eine Chance auf ein neues Leben zu bekommen?

Ich jedenfalls bin glücklich und teile sogar mein Sofa mit meiner neuen Flamme:


Liebe Grüße;
Euer Berti


07. März 2009

3 x dürft Ihr raten, was hier eingetrudelt ist ... na klar, Nachricht von unserer Schönheit aus Nürnberg ... ganz nebenbei mal ein ganz herzliches Dankeschön an Frauchen Veronika, die uns die Mitteilungen ihrer selbstbewussten Schweinedame immer umgehend weiterleitet ;-)

Und hier ist sie ... Bellas März-Mail


01. März 2009

Wie manche von den "Dauergästen" unserer Homepage schon bemerkt haben, hat es Veränderungen in der Vereinsstruktur gegeben, die ich jetzt hier offiziell bekannt geben möchte:

Am Freitag habe ich mich mit den aktiven Pflegestellen getroffen, um zu besprechen, wie wir die anfallenden Aufgaben in unserem Verein besser verteilen können. Ich persönlich bin zunehmend an die Grenzen meiner Kapazitäten gestoßen, so dass die Zukunft meiner Tätigkeit in diesem Rahmen in Frage gestellt war.

Tina Mader und Ingo Domaschke als zweiter und dritter Vorstand des Vereins sind aus persönlichen Gründen von ihrem Posten zurück und aus dem Verein ausgetreten. Tina hat die Meerschweinchen, die bei ihr in Pflege waren, übernommen, deshalb sind die Tiere, die in ihrer Obhut sind, jetzt unter "Privatvermittlung" zu finden. Wir wünschen Tina und Ingo und ihren Tieren alles Gute für die Zukunft und viel Erfolg.

Die Vorstandsposten sind von Maren Jansen (2. Vorstand) und Pilar Fürst (3. Vorstand) übernommen worden, die ich Euch hier vorstellen möchte:


Maren Jansen, Conny Otahal, Pilar Fürst

Darüber hinaus haben wir auch ein neues Mitglied gewonnen, nämlich Biggi Joncker, die uns zukünftig tatkräftig unterstützen möchte. Vielen Dank Euch 3en dafür und herzlich Willkommen Biggi.

Vielen Dank allen aktiven Helfern, die mit mir gemeinsam eine gute Lösung ausgearbeitet haben, die wir nun gemeinsam umsetzen werden.

Ich hoffe, dass wir noch vielen Tieren helfen können!


22. Februar 2009

Na, geht Euch der Schnee auch langsam so auf die Nerven wie mir? Es macht nicht so wirklich Spaß die Aussenkaninchen auszumisten und denen geht das ständige Schneeräumen auch auf den Keks ... Tommy-Bommel schaut hier schon alles andere als motiviert drein ;-)



Die Pflegekaninchen Niki und Lotte mussten sogar ins Haus umziehen, weil der Kreislauf des kleinen Niki in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch (Minus 20 Grad an der Hauswand) einfach schlapp gemacht hat. Mit nur noch 34 Grad Körpertemperatur ist er mit Thomas, der für den kleinen Mausbär mal wieder alle Termine verschoben hat, zu unserer lieben Tierärztin gedüst, die es Gott sei Dank geschafft hat den kleinen Knopf wieder ins Leben zurück zu holen. Am Nachmittag war er wieder munter und glücklich, dass seine Lotte auch nach drinnen geholt wurde. Die armen Meerschweinchen mussten frieren, denn das sowieso schon nicht beheizte Zimmer wurde auch noch ständig gelüftet, damit Niki und Lotte bald wieder nach draußen übersiedeln könnten. Aber das Schicksal hatte schon etwas anderes geplant und ich bekam eine wunderbare Anfrage für Niki. Eigentlich vermittle ich Außenkaninchen nicht nach drinnen, aber bei so einem Schlotterling kam der Traumplatz im Haus wie gerufen und Niki durfte gestern seine neue Freundin kennen lernen. Sie hat zwar noch ein bisschen Angst vor ihm, wird aber bestimmt schnell feststellen, dass sie einen liebevolleren Partner kaum finden kann.

Nun ist Lotte wieder nach draußen gezogen und wird hoffentlich auch nicht lange alleine auf ein schönes Plätzchen warten müssen, sie ist so eine tolle, große Kaninchendame, wäre doch gelacht wenn sich nicht bald etwas finden ließe!



08. Februar 2009

Die Nürnberger Zuckerschnute Bella hat sich wieder bei mir gemeldet ... und das will ich Euch natürlich nicht vorenthalten ... HIER geht's weiter



25. Januar 2009

Das kleine Rosinchen, das dritte und überlebende Baby von Ronja, macht sich zum Glück prächtig und hat die 100-Gramm-Schallmauer heute durchbrochen.

Und das allerschönste ist, dass der kleine Wurm samt Mama wahrscheinlich sogar schon ein Zuhause gefunden haben, über das wir sehr, sehr glücklich sind und der kleine Schwimanski ganz sicher auch, der das Trio vervollständigen soll.

Rosinchen, 6 Tage alt


Mami ... Mami komm dos mal, hier dibts legga Rotte für uns ...


Wir wünschen Euch allen einen guten Start in die neue Woche!



19. Januar 2009

Ein Montagmorgen, keine Lust zum Aufstehen und zur Arbeit zu gehen und nach der Frühstücksrunde bei den Meerschweinchen ist der Tag dann auch endgültig gelaufen. Ronja hat in der Nacht geworfen, drei Babies, zwei davon tot, eines von der Mama bereits angefressen, um Freßfeinde abzuhalten.
Bild auf eigene Verantwortung ansehen - traurig und blutig !!!

Wie krank sind wir Menschen, dass wir solche Dinge immer und immer wieder provozieren?
Wer hat uns zu diesen Egoisten gemacht, die keinen Respekt vor anderen Lebewesen haben und die sich anmaßen hier fröhlich zu vermehren ... manche gebrauchen auch den Ausdruck "Zucht" für diese uninformierte und zu Lasten der Tiere gehende Vorgehensweise. .

Die Leidtragenden sind immer die Tiere!

Könnt Ihr verstehen, dass man echt manchmal keine Motivation mehr hat???



13. Januar 2009

Heute möchte ich Euch jemanden vorstellen:

Die bezaubernde Bella aus Nürnberg


Bella habe ich durch die Vermittlung unserer Dachau-Nasen Luna und Lea Lollipop nach Nürnberg kennen gelernt und nachdem mir die hübsche Schweinedame dann ein paar Emails geschickt hatte, haben wir festgestellt, dass sie Euch viel zu erzählen hat. Darum hat Bella nun eine eigene Seite auf unserer HP bekommen, auf der sie Euch regelmäßg aus ihrem Leben berichten wird. Bella hat viel zu erzählen, denn so eine Meerschweinchendame kommt ja ganz schön rum in der Welt und erlebt so einiges, von dem wir Zweibeiner auch noch profitieren und lernen können. Aber heute will sich Bella nun erst mal vorstellen und natürlich auch den Rest ihrer großen Schweinchenfamilie.

Herzlich Willkommen bei uns liebe Bella und HIER geht's zu ihrem ersten Bericht.

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Unsere Rosenheimer Schweinchen machen sich prächtig, die Jungs wurden inzwischen kastriert und haben alles gut überstanden, die Kotproben waren negativ, das Frischfutter wird inzwischen nicht mehr mit Verachtung gestraft, sondern mit erfreutem Quieken begrüßt und zumindest meine Damen haben beschlossen, dass Zweibeiner gar nicht so übel sind, weil sie ja immer lecker Gurkentaler & Co. spendieren, und rennen nicht mehr panisch unter die Etagen.

04. Januar 2009

Wir wünschen Euch, Euren Familien und Euren Tieren ein glückliches und gesundes 2009!!!


Wie Ihr seht habe ich eine neue Seite angefangen, es wurde auf der alten Neuigkeiten-Seite einfach zu unübersichtlich bzw. hat sie durch die vielen Bilder ewig zum Hochladen gebraucht. Daher hier nun die Neuigkeiten ab 2009, die alten Beiträge sind aber nicht verloren, man kann sie über den obigen Link erreichen.

Und es gibt auch tatsächlich etwas zu berichten, seit gestern haben wir 11 neue Meerschweinchen bei uns. Der Tierschutzverein Rosenheim hatte einen größeren Notfall, leider so ähnlich geartet wie unser Dachau-Notfall im Mai 2008, und nun mehr als beide Hände voll zu tun. Da es bei uns ja inzwischen etwas ruhiger ist, versuchen wir zumindest ein bisschen zu helfen, viel ist's eh nicht.

Meine eigenen Pflegis habe ich auf unsere Sabina und an eine ganz liebe Familie in Starnberg umverteilt, herzlichen Dank für die Hilfe. Und so sind gestern bei mir fünf Quieker eingezogen, bei Tina werden 3 Jungs ein Plätzchen finden und drei weitere Schweinzels sind bei unserer Kaninchen-Christin untergekommen. Alle Meerschweinchen sind in gutem Zustand, allerdings ein bisschen dünn und noch ziemlich jung, wir schätzen so ca. August 2008 geboren. Bei einem der Weibchen ist schon wieder deutlich sichtbar, dass es nicht alleine hier angekommen ist, aber hoffen wir einfach, dass alles gut geht.


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